Ein Sonntag im Zeichen der Nähmaschine

Es war draußen eher grau. Zwar ohne Regen, dennoch etwas ungemütlich.
Die Kinder waren mit dem Mann zum Spielplatz und die Frau hat mal Zeit für sich.
Was macht sie da?
Sie packt die Nähmaschine aus und möchte mal wieder ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
Naja, okay. Da lagen noch einige Zuschnitte, die mal fertiggestellt werden wollten bevor die Kinder wieder aus den Sachen herausgewachsen sind. Ein Kleidzuschnitt für die Große ist nämlich leider mittlerweile schon zu knapp, so dass sich das Nähen nicht mehr lohnt. Nu liegt er hier und ich hoffe auf eine Idee wie ich das Kleid doch noch nähen kann mit einigen Änderungen. Aber die Idee lässt noch auf sich warten. Dafür sind andere Dinge entstanden.

Zuerst eine kruze Schlupfhose für den Sonnenschein. Zugeschnitten hatte ich die Hosenbeine schon vor längerer Zeit in Größe 104. Doch irgendwie war mit der „Mauerstoff“ dann doch etwas langweilig. So habe ich noch eine Tasche aus leichtem Jeansstoff dazugenommen. So weit kein Problem. Oben schon mal etwas enger nähen, als der Schnitt angibt. Mein Sonnenschein ist ja doch recht dürr. Nur wie lös ich jetzt das zumachen? Reißverschluss ist mir immer zu fummelig und mit Knöpfen hab ich es eigentlich auch nicht so. Einen passenden Gummizug hat ich leider nicht mehr in der Nähkiste. Also ein Tunnel mit einer Kordel durch.
Hätt ich mir das mal vor dem Nähen überlegt, dann hätt ich die Tasche etwas tiefer gesetzt. Naja egal. Geht trotzdem. Die Kordel wurde dann  noch schnell gedreht und fertig. Und beim Anprobieren war die Lösung mit Kordel wohl auch die beste. Der Sonnenschein ist so dürr, dass die Hose im ansonsten so wegfallen würde. Fazit: Ich muss die Hosen in Zukunft noch enger nähen.

Ein Kleid für unseren Knirps. Auch dieses war schon fix und fertig zu geschnitten und einige Teile hatte ich auch schon genäht. Das Kleid ist nach dem gleichen Schnittmuster wie das Punktekleid. Nur jetzt hab ich den Rockteil orginal langgeschnitten. Passt auch deutlich besser.

Mir fehlte noch ein Band für die Untertrennung Ober- und Unterteil. Mal in der Stoffkiste kramen. Und siehe da. Noch eine uralt Spitze von den Nähutensilien meiner Oma. Hach herrlich.

Da ich ja wie oben schon geschrieben meine Probleme mit den Verschlüssen habe. Hab ich bei diesem Kleid wieder den Hals so genäht wie es bei den Babybodies der Fall ist. Aber seht selbst:

Die Große wollte jetzt natürlich auch noch etwas haben. Sie konnte ja nicht leer ausgehen, oder?
Da lag schon lange der Pünktchenstoff noch für sie bereit. Doch ich hatte noch keinen passenden Schnitt gefunden und eigentlich wollte ich auch noch einen Unterstoff kaufen. Ach, was soll es, dann also mal freischnauze.

Gesagt, getan. Der Rock ist jetzt wirklich einfach. Ich hab mir ein breites Gummiband genommen. Maß bei der Großen und dann zusammengenäht. Nun den Stoff in seiner kompletten Breite (ich glaub 150 cm)  und dann für sie auf eine passende Länge zugeschnitten. Jetzt versäubern. Den Rockteil mit viel Spannung an das Gummiband annähen (war ich gespannt, ob es klappt … die letzten Versuche waren immer für die Katz). Doch dieses Mal ist es geglückt. Noch schnell unten die Kante umnähen und fertig. Der Rock wurde auch schon ausgeführt und von ihren Freundinnen als toll bewerten. *glückgehabt*

Am Ende meines Nähmarathons hab ich dann noch meine Nähmaschine auseinander genommen. Gar nicht so einfach. Dabei wollte ich doch nur schnell hinten die „Steckdose“ reparieren. Das ich dafür die ganze Nähmaschine auseinandernehmen musste, war so nicht geplant. So hab ich dann doch noch nach dem Abendessen mich wieder hinsetzen müssen, um sie wieder zusammenzubauen. Nur wohin mit all den Schrauben?
Gar nicht so einfach. Doch nu ist sie sauber. Steckdose kommt nicht mehr aus der Maschine heraus und ich hab „nur“ 2 Schrauben über. D. h. eigentlich nicht, aber diese sind zu klein für die beiden Schraublöcher an der Unterseite. Also muss ich irgendwo welche reingeschraubt haben, die eigentlich zu groß waren. Egal. Die Maschine ist wieder zusammengebaut und funktioniert auch noch. Ich werde sehe, ob sie mir dann wann mal um die Nase fliegt, weil ich doch einige Schrauben vergessen habe oder falsch zusammengebaut. Oder eben auch nicht.

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6 Gedanken zu “Ein Sonntag im Zeichen der Nähmaschine

  1. Wirklich schöne Sachen, meine Nähmaschine steht zur Zeit leider unbeachtet in der Ecke 😦 aber bald sind Ferien da will ich auch mal wieder was machen ^^
    Ich finde vor allem das Kleid für die kleine zuckersüß ^^

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  2. Tolle Sachen.
    Der Rock gefällt mir super. Muss meine nach der Hochzeit auch mal wieder vorholen, wollt noch zwei Kissenbezüge nähen und dann für den Kleinen mal nen Teddy etc..

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  3. Ich finde es toll, was du mit der Nähmaschine zaubern kannst. Wirklich toll. Ich hab nähen mit Nähmaschine mal in der Schule gelernt, aber Kleidung könnte ich nie nähen. Also zumindestens zur Zeit nicht. Da hab ich schon mega Respekt vor, wenn jemand das kann!

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    1. Ich hatte nie Textil in der Schule. Hab mich immer dagegen entschieden.
      Ich hab einfach irgendwann angefangen zu nähen. Hab mir eine Nähmaschine zu Weihnachten gewünscht. Und dann wann mal ein Heft mit Schnittmustern und mich an ein Kleid für die Große gewagt. Und es hat geklappt. Aber es ist nicht wirklich professionell und man sieht immer, dass es selbst gemacht ist. Aber es macht Spaß und noch ziehen die Kinder die selbstgenähte Kleidung auch an. Das wird sich erfahrungsgemäß aber wohl bald ändern.

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  4. Süße Sachen hast Du da genäht. Wenn ich doch auch schon so weit wäre. Ich habe eine tolle Nähmaschine und noch keine Zeit gefunden, mal richtig zu lernen. Das wird aber nächsten Monat anders.

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