Ein Anhängsel

Momentan ist es wirklich anstrengend hier, denn ich hab ein Daueranhängsel am Bein oder wenigstens in Blickkontakt. Unser Knirps ist so was von anhänglich. Fast schon nicht mehr normal. Dabei darf sie doch ab August in den Kindergarten gehen. Jeden Tag! Ohne!!! Mama oder Papa.
Und dann noch im Wunschkindergarten direkt in der Nachbarschaft.
Wobei wenn ich daran denke, dann wird mir tatsächlich ganz anders. Nicht weil ich mein Kind dort nicht abgeben möchte, sondern weil momentan unser Knirps nicht von unserer Seite weicht. Aus dem Zimmer gehen geht einfach mal gar nicht. Dann wird klagend gerufen: Mama! Komm! Mama! oder gleich angefangen panisch zu schreien. Autos und Lastwagen versetzen sie in Panik.

Normalerweise hat sie bisher draußen auch gern allein im Sand gebuddelt oder mit den Großen getobt, während wir auch mal ins Haus gehen konnten oder kurz in die Einfahrt gehen. Aber keine Chance momentan. Heut nachmittag hab ich angefangen Blumen auszusäen, umzutopfen und Vorgezogenes zu pikieren. Und Madame? Na, die wollt nicht mal auf dem Stuhl sitzen, sondern möglichst bei Mama auf den Arm. Nicht möglich! Also was nun? Ich hab sie auf den Tisch gesetzt. Direkt neben mir. Dennoch wurde bei jedem Auto, was vorbeifuhr, direkt angefangen zu weinen.

Wenn ich nur wüsst, warum sie so anhänglich ist? Warum sie so verängstigt ist?
Beim Papa ist es übrigens noch schlimmer. Der wird gar nicht mehr aus den Augen gelassen, nicht mehr allein auf die Toilette gehen darf er. Tztztz.

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6 Gedanken zu “Ein Anhängsel

  1. suzuchan

    oh na dann wünsche ich viel spaß, wenn ihr die kleine im Kiga „abgebt“. Da fließen bestimmt Tränen.
    Ist/wird sie vielleicht krank? Mein Neffe wurde immer recht gnatschig und anhänglich, wenn ihn was erwischt hat.

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  2. bei uns war es ganz lange genauso – nur mit dem großen. inzwischen legt es sich wieder, aber ich habe mich auch zwischendurch gefragt, woher diese angst kommt, wo wir doch immer da sind…
    die erzieherin im kindergarten hat dann mal gesagt, dass das normal ist, diese ängstlichen phasen. ich glaube ja, das kommt daher, dass die kinder einen sprung in der wahrnehmung machen und auf einmal mehr verstehen, selbst – bewußter werden. und dann muss man das erst mal alles verarbeiten. ich verteile inzwischen perlen für jede kleine herausforderung, die er schafft 🙂
    oder es ist ein bisschen verspätet der umzug?
    viel geduld und weisheit wünsch ich euch!
    liebe grüße!

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    1. Danke dir. Geduld brauchen wir wohl.
      Ich vermute nicht den Umzug, sondern unseren Kinderpflegepraktikanten, den sie von Anfang an relativ scheu entgegenstand und er es nie geschafft hat ihr Vertrauen zu erringen. Seit dem hängt sie an meinem oder Papas Bein. Bald ist er nicht mehr da, vllt. wird es besser?
      Und bald kommt unser Kindermädchen wieder regelmäßig – ich hoffe also auf Besserung.

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