Kindergartenalltag

Nun geht die kleine Maus schon eine ganze Woche in den Kindergarten. Den neuen Kindergarten oder mit ihren Worten „meiner“. Erst war alles neu, andere neue Kinder, neue Erzieherin, neuer Erzieher (ja, ein Mann im Kindergarten, hach schön mitanzusehen), neue Räume, neuer Spielplatz (wobei sie den von außen schon bewundert hatte, hinterm Zaun), ALLES NEU!

Man merkt am Montag morgen ihr an, dass sie sich etwas anderes vorgestellt hatte. Den zuerst war sie noch total freudig „ja, jetzt“ und wir konnten gar nicht schnell genug loskommen. Sie stand schon fertig mit Kindergartenrucksack aufm Rücken, Haustür auf … und Mama musste noch die Schuhe anziehen. Also wirklich. Doch angekommen waren es nur noch große Augen. Aber das ist auch kein Wunder, denn schließlich war bis dahin Kindergarten = Kindergarten vom Brüderchen und nicht dieses Gebäude hier mit den ganzen fremden Menschen.

Bisher ist täglich einer von uns beiden Eltern mitgekommen. Ein kleinwenig ist sie schon ganz alleine in der Gruppe geblieben und hat gefrühstückt, Zähne geputzt und dem Sitzkreis beigewohnt, war aber dann nach ner dreiviertelstunde heilfroh, dass Mama wieder da war. Erste Kontakte mit den Kindern dort hat sie auch schon geknüpft. Es kann also weitergehen am Montag.

Aber so ein Kindergartenalltag kann richtig witzig sein – besonders für Mamas, die sonst ja eigentlich nur zum Wegbringen und Abholen und abundzu zum Klönnachmittag da sind (was ja kein Alltag ist). Ich mag diese Eingewöhnungsphase. So bekomme ich mit wie es dort läuft, was gemacht wird, welche Dinge die Kinder dort erleben können. Doch nach 5 Tagen gehört man für einige andere Kinder auch schon zum Inventar. Darf helfen beim Anziehen, vorlesen und Eis aus den vorhandenen Baumaterialien bauen und immer wieder kneten wir zusammen. Aber süß sind die Zwerge dort. Der eine ist total wild, der andere eher schüchtern und zurückhaltend. Die einen fühlen sich gleich wohl und „schmeißen“ die Eltern förmlich raus, andere klammern, wollen gar nicht ohne Mama oder Papa – auch die größeren noch nicht, die schon länger dort sind. Die eine Mama ist auch noch dabei, die anderen müssen schon wieder arbeiten und die Kinder müssen ins kalte Wasserspringen.

So vielfältig die Menschen sind, so vielfältig auch ihre Pflichten.
Ich freue mich auf weitere Stunden dort, aber noch mehr, wenn unsere Lütte schafft dort einige Zeit alleine zu bleiben. Damit wird ab Montag direkt mal angefangen, denn leider geht das Leben weiter und die Schonzeit von Ferien und ersten Schultagen ist dann vorbei und die Großen haben ihre Termine, die wir wahrnehmen müssen. Muss sie dann auch durch, schafft sie aber auch.

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11 Gedanken zu “Kindergartenalltag

  1. Hach jeeeee, das ist bei uns mittlerweile 5 Jahre her und von Anfang an hat unser Sohn uns „rausgeschmissen“. Ich kann das was du schreibst also gar nicht richtig nachvollziehen. 😦
    Du bist die ganze Zeit mir deiner Tochter im Kindergarten – bis auf kurze Abwesenheitszeiten?

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    1. Genau. Sie fühlte sich halt sehr fremd. Aber ab morgen werden die Abwesenheitszeiten sukzessive ausgebaut. Bei den anderen war ich auch nicht länger dabei, aber die hatten auch Oma im Kiga und kannten diesen schon und die Große war 3 und nicht erst zwei.

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  2. Liebe Frau von Sockenbergen 🙂 leider bin ich in deiner Familiengeschichte nicht so firm, daher verstehe ich die Sätze „die hatten auch Oma im Kiga“ und „die Große war 3 und nicht erst zwei“ nicht wirklich. Hat die Oma im Kindergarten gearbeitet? „Die Große“ ist wie groß? 🙂
    Fragen über Fragen…

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    1. par de problem. Die Oma war dort die Kindergartenleitung, die Große ist mittlerweile 8 und geht in die 3. Klasse und der Mittlere ist 5 und geht noch ein Jahr in den Kiga. Die Kleinste jetzt zwei und besucht einen anderen Kiga mit einem anderen Träger und einem anderen Konzept, welches ich auch erst kennenlerne nach und nach und dazu gehört auch diese Eingewöhnungsphase, in der ein Erziehungsberechtigter die ersten Tage im Kiga verbringt und dann sich nach und nach zurückzieht. So soll es den Kindern leichter fallen, bei den einen geht es dann schneller und die anderen brauchen mehr Zeit. Immer auch in Abhängigkeit vom Kind, vom Alter des Kindes und von den Vorerfahrungen des Kindes wie z. B. Tagesmutter, Spielgruppe (hatten wir alles nicht),#Ich hoffe, ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen. Ansonsten hilft auch stöbern im Blog, falls Zeit ist, einiges wurde hier dokumentiert. 🙂

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  3. Danke für den Seitenhieb am Ende 😀
    Aaaaaahhhh, jetzt sehe ich einiges klarer! Dann sind deine Große und mein kleiner Großer ja gleich alt!
    Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt mit deiner Kleinen – ich gehe davon aus, dass du diese Erfahrung teilst… 😉

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    1. Bestimmt irgendwie. Du wirst es merken, wenn sie dort angekommen ist und für den ganzen Morgen bleibt, dann wird es hier nur so sprudeln von handgemachten, gebastelten, veränderten, gebackenen und mehr. Dan hab ich ja morgens mal etwas Zeit, auf jeden Fall bis Mitte September, da fängt dann die Studiererei wieder an. Vorausgesetzt ich bekomme diese doofe (!) Hausarbeit für die Uni diese Woche noch fertig und bringe sie zur Post (bis Mittwoch aller aller spätestens). Aber dann, na dann geht es hier rund. Ich habe hier schon nen Kreativstau.

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  4. Ich wollte gerade schon sagen….erst mal deine Studiererei!! Es ist unglaublich wieviel Energie du neben Haus, Studium, 3 Kindern und Ehemann hast. Ich ziehe wirklich meinen Hut vor dir und zwar ganz ganz tief!!

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  5. Ich wollt grad sagen, dass das so unwirklich ist, dass die Kleinste nun auch schon in den Kindergarten geht. Aber ich bin auch davon ausgegangen, dass sie dafür schon 3 oder 4 sein müsste. Dank deines Kommentars oben, merke ich auf jeden Fall, dass mein Zeitempfinden sich nicht so getäuscht hat^^ Sie ist also doch erst 2.
    Was ich übrigens krass finde… So jung schon im Kindergarten. Bei mir seinerzeit war das ja noch anders. Ich kam auch glaub erst mit 4 in den KiGa. Muss meine Mum mal fragen, wie ich mich in der ersten Woche angestellt hab, aber insgesamt war ich gern dort.
    Aber dann hast du jetzt sicherlich vormittags mehr Zeit, wenn die beiden Jüngeren im KiGa sind und die Älteste in der Schule? Das kann doch für Eltern auch eine wertvolle Zeit sein, oder?

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    1. Ja, man kann heute schon mit 2 oder auch noch jünger in den Kiga. Immer eine Ermessenssache und wie man sich als Eltern entscheidet, aber auch wie Plätze vorhanden sind.
      Eine wertvolle Zeit morgens ist es schon, doch ist diese momentan noch sehr kurz und vorallem sehr ausgefüllt. So etwas muss sich immer erst einspielen und die meisten gehen dann ja auch wieder arbeiten. Ich versuche mein Studium schneller abzuschließen. Freizeit hat man nun nicht wirklich mehr. Da haben sich die Zeiten definitiv sehr geändert.

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