Mein Leben als Familienmanagerin

Die liebe Maru ist gerade in der Planung ihres bald neuen Familienlebens und fragt sich wie man günstig, abwechslungsreich und gesund sich ernähren kann mit kleinem Kind und geringem Budget.

Anstatt einen ellenlangen Kommentar zu hinterlassen, teile ich gerne meine Antwort mit euch allen hier:

Hi, als Familienmanagerin eines Fünfköpfigen Haushaltes mit Studierabsichten zum Teil und dem Anspruch möglichst frisch, abwechslungsreich und saisonal zu kochen teile ich gerne meine Erfahrungen.
Wer wenig Geld hat, tut sich gut daran einmal in der Woche Geld abzuheben und dieses dann für die gesamte Woche zu verwenden (klappt bei uns relativ gut, selten brauchen wir mehr, es sei denn es müssen neue Klamotten her oder größere Anschaffungen). In der Regel kaufen wir einmal die Woche (am Freitag) ein. Und dann einmal unter der Woche ähnlich wie Sari um Milch zu kaufen (soviel kann ich nicht lagern) und Nachschub an Obst und Gemüse zu besorgen. Praktsch sind hierfür auch Wochenmärkte mit regionalen Produkten, die sind in der Regel sehr frisch und halten sich sehr gut. besser als bei Aldi oder Lidl.
Was wir essen wollen besprechen wir gemeinsam anhand der vorliegenden Angebotsprospekte des Einzelhandels hier. So variiert das Essen auch, je nach Angebot. Bei fünf Personen koch ich täglich und selten reicht es für zwei Tage und wenn mal Kartoffeln übrig oder Nudeln übrig bleiben, wird am nächsten Tag davon ein Auflauf gemacht. Wenn es mal schnell gehen soll, dann gibt es frische Nudeln mit Ketchup (oder Tomatensoße), Parmesan und einen Salat oder TK-Gemüse. TK-Gemüse haben wir hier eigentlich auch immer vorrätig. Jetzt im Herbst gibt es günstig verschiedene Kohlsorten und Kürbis, die sich lange an kühlen Orten lagern lassen, so kann man die Angebote ausnutzen und hat dennoch länger etwas davon.
Häufig ist ein Kürbis oder ein Kohlkopf zu viel für eine Mahlzeit so werden verschiedene Gerichte daraus wie beim Kürbis: Suppe, Reibeplätzchen, Pfannkuchen mit Kürbis und anderes oder bei Kohl: Kohlrouladen am Wochenende, z. B. Rotkohl unter der Woche (den kann man übrigens kleingeschnitten, kurz abgekocht super einfrieren), Rohkostsalat für das Abendessen.
Das wichtigste für uns. der Wochenmarkt und der Gefrierschrank.

Schwierig ist immer nur zu die einzelnen Geschmäcker unter einen Hut zu bekommen und etwas zu kochen, was alle mögen (das ist bei den kleinen Knirpsen ja noch nicht ganz so von Belang, aber bei uns wird die Spanne immer größer). Und ich mag immer Neues ausprobieren, da läuft man dann immer Gefahr, dass es nicht schmeckt und man sollte Plan B in der Hinterhand haben (Nudeln gehen immer *lach*).

Aber den Haushalt muss ich auch planen: was wann machen – Putzen, waschen, bügeln, Zimmer saugen/aufräumen, Gartenarbeit? Bleibt noch Zeit für Deko? Und wo muss welches Kind heute nachmittag hin? Wann brauche ich ein Auto? Welchen vormittag kann ich zum Studieren verwenden? Welche Arzttermine müssen gemacht werden?

Aber beim Geldausgeben finde ich nicht nur den Supermarkt für den alltäglichen Haushalt gefährlich, sondern nach wie vor auch immer der Bummel durch die Stadt und durch diverese Klamottenläden. Die Kindersachen sind auch immer so verlockend süß und braucht nicht noch einer der Kinder einen neuen Pullover und dringend eine neue Mütze, weil die alte verloren gegangen ist? Aber kann ich dann nur für einen etwas mitnehmen, muss ich nicht auch an die anderen beiden denken? Gar nicht so einfach und schwupp hat man nicht nur ein Teil, sondern gleich drei oder vier in der Tüte, weil die Hose dort ist heruntergesetzt und dafür kann ich sie doch noch mitnehmen. Schade ja nicht (außer dem Geldbeutel, den man gerne mal beim shoppen vergisst). Deshalb bezahle ich auch selten mit Karte, sondern lieber mit Bargeld, dann kann ich nicht mehr ausgeben, als ich Portemonaie habe egal wie toll die Sachen dort gerade sind.

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4 Gedanken zu “Mein Leben als Familienmanagerin

  1. Wow, vielen dank für diesen ausführlichen Bericht. Mit dem Bargeld abheben das praktizieren wir nun auch schon eine ganze Weile. In die Stadt oder ins Einkaufszentrum komme ich zum Glück nicht mehr so oft seit ich keine Bahnkarte mehr habe. Der Prinz hat meist das Auto und so sind Einkaufsfahrten meist gut geplant und der Grund ist auch klar warum man wohin fährt. Mit drei Kids sieht das natürlich schon anders aus. Und was den Essensplan betrifft teste ich momentan noch aus. Noch sind wir zu zweit und ich glaube ganz jeden Tag kochen muss echt nicht sein. Bleibt eigentlich immer so viel übrig, da kann man auch mal was einfrieren.

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    1. sockenbergen

      Einfrieren ist doch auch prima. Bei uns wird eingefroren für den Mann für die Arbeit. Da das Kantinenessen nicht so toll ist und meist etwas übrigbleibt vom Mittagessen, packe ich es für ihn für den anderen Tag ein oder wir frieren ein für Tage, wo nichts übrig bleibt.

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  2. Wir gehen einmal im Monat einkaufen, nachdem wir den Essesnplan (oh Gott, ja unterschiedliche Geschmäcker, du sprichst ein HEIKLES Thema an) durchgeackert haben und kaufen alles, was wir für den Monat brauchen. Das wird dann portioniert und tiefgekühlt (Fleisch, Gemüse) und bei Bedarf verarbeitet. Hat den Vorteil, dass es wesentlich billiger ist und man (aka ich) nur einen Tag Großkampftag in der Küche habe, wenn ich portioniere putze schnibbel und einfriere. Am selben Tag wird das Hundefutter aus den „Putz.Fleischabfällen und Gemüseresten“ gekocht; somit wird nichts weggeworfen. Ich ernähre meinen Hund seit 15 Jahren so und er ist immer noch putzmunter, und billiger als Dosenfutter ist es auch. Und besser.
    Wir kochen viel im Römertopf; weil das unproblematisch ist und sich lange hält und wir kochen meist für 2 Tage, weil ich innerlich kurz vor dem Durchdrehen stehe, wenn ich daran denke, 2 mal am Tag kochen zu müssen, Tag für Tag.Römertopf ist: Morgens rein mit dem Essen, ab in den Ofen, abends raus und fertig. Kein Dreck und das Essen schmeckt wunderbar.
    Und ich liebe diese Wundergerichte wie Tafelspitz zB: einmal gemacht, 3 Tage verwendbar: als Tafelspitz an Tag 1 und zwei, als Suppe an Tag zwei, als Tiroler Gröstl an Tag 3. Wunderbar! Davon gibt es ganz viele, man muss nur draufkommen.

    Karten habe ich seit *rechnet* 12 Jahren keine mehr, nachdem ich festgestellt habe, dass eine Karte wirklich zu „mehr ausgeben“ verleitet.

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    1. Danke Kathrin für deine ausführliche Antwort. Wiederverwertung ist ein tolles und wichtiges Thema und warum nicht die Reste auch verwerten? Machen wir ja auch oder der Mann nimmt sie mit zur Arbeit.

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