Kurztrip nach Kassel

Am Samstag waren der Mann und ich in Kassel. Tagesausflug. Okay nicht so wirklich, denn ich musste das Flanieren ein wenig unterbrechen und zwischendurch eine Klausur des Funkkolleg Medien schreiben, aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch.

So haben wir früh morgens die Kinder bei den Schwiegereltern abgegeben, allerdings mit der Bitte am Abend zurück zu sein, damit die Kinder zuhause schlafen können. Dann einen kleinen Abstecher nach Leer, um ein Schnäppchen für den Sohnemann zu machen. Aber dann ab auf die Autobahn. Schließlich lagen noch einige Kilometer vor uns.

Alles ging total reibungslos und die Fahrt war gar nicht so lang wie wir gedacht hatten. In Kassel selbst war es dann etwas schwieriger, denn wir hatten so keinen Anlaufpunkt. Das Handy konnte uns mit Begriffen wie Kassel Innenstadt oder Kassel Mitte leider nicht wirklich weiterhelfen. Also beschlossen wir einfach mal zur VHS zufahren, wo für mich die Klausur stattfinden sollte und dann weiterzuschauen. Dort angekommen haben wir dann noch mal überlegt und da kam dem Mann die Idee: „Gib doch mal H&M ein.“ Gesagt, getan.
Und … unglaublich wir waren fast da. Keine fünf Minuten Fußweg und wir waren in der Innenstadt. Manchmal liegt das Ziel so nah….

Kassel Aussicht

 

So schlenderten wir ein wenig durch die Stadt. Dabei mussten wir Landeier uns allerdings etwas orientieren und umschauen, denn in Kassel fährt ne Straßenbahn – kennen wir ja hier so gar nicht. Macht aber nix. Dafür wurde man immer mal wieder mit einem Blick auf die Karlsaue überrascht. Denn zu unserer Überraschung liegt direkt neben der Innenstadt ein riesiges Flusstal, dass total begrünt ist. Wir hatten leider keine Zeit mehr dort hinzugehen, aber haben uns auf jeden Fall vorgenommen nochmal nach Kassel zu fahren. Vielleicht nehmen wir die Kinder dann einfach mit und fahren zur nächsten Documenta – da wollte ich schon immer mal hin.

Kassel Louis Spohr

 

Skulpturen und Statuen begegnet man immer wieder. Ist ja auch kaum verwunderlich. Hier ist es ein gewisser Louis Spohr. Sagte mir so gar nichts. Euch? In solchen Fällen wir dann einfach gegoogelt und heraus kam, dass er ein Komponist, Dirigent und Geiger war. Laut Wikipedia stammt das Denkmal aus dem Jahr 1883, 24 Jahre nach dem Tode Spohrs. Wieder mal etwas dazugelernt an deutscher Geschichte.

Kassel

 

Die Sonne strahlte so wunderbar, dass wir kurzerhand uns ein leckeres Eis gegönnt haben. Da kam dann auch schon die Nachricht, dass die Kinder bei den Schwiegereltern doch „Übernachtung mit Frühstück“ gebucht hätten, so hatten wir also mehr Zeit als gedacht. Aber zuerst ging es wieder Richtung VHS, um die Klausur zu schreiben. Die war übrigens völlig okay, fair gestellt und trotzdem anspruchsvoll, aber bestehbar – auch wenn ich mir nicht sicher bin, denn um das Zertifikat zu erhalten braucht es 2/3 richtige Antworten, jetzt heißt es warten auf die Ergebnisse.

Diesen Ausblick mag ich besonders. Die Straßenbahnlinie erst hinab, dann hinauf. Ab Schloss Wilhelmshöhe vorbei zum Herkules. Auf jeden Fall noch einen weiteren Ausflug wert!

Kassel Wilhemshöher Allee

 

Warum war ich eigentlich noch nie in Kassel?
Das fragt man sich dann, vor allem, wenn man bedenkt, dass ich nicht mal 1 1/2 Stunde Fahrtzeit von Kassel entfernt aufgewachsen bin. Denn mit unserem unverhofften freien Abend und dem Zeitgewinn, haben wir uns kurzentschlossen meine Eltern und Geschwister noch zu besuchen. Das war total entspannt. Wir haben noch schnell Grillfleisch besorgt und dann gemütlich mit den Eltern, dem Bruder und der Schwester einen netten Abend verbracht bis diese zum Schützenfest wollten und wir nach Hause fuhren.

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8 Gedanken zu “Kurztrip nach Kassel

  1. Kassel ist schön. Gebummelt hab ich da glaub ich noch nicht, aber den Herkules und die Wasserspiele hab ich mir da schonmal angeschaut. Auf jedenfall empfehlenswert.

    Das Wetter war ja auch hervorragend. 😉

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  2. Mein Mann ist geschäftlich jede Woche ein paar Tage in Kassel. Vielleicht hätte ich das mal nutzen sollen 😉 Hatte sogar mal eine Fernbeziehung nach Kassel, und trotzdem nie was von der Stadt gesehn. Hmmm…

    Bin übrigens neu hier als Leserin 😉

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  3. Pingback: Besuch im ehemaligen Urwald | Wir in Sockenbergen!

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