Besuch im ehemaligen Urwald

Vor einigen Jahren haben meine Eltern zusammen mit meinem Bruder ein Haus gekauft. Gar nicht weit weg von der Wohnung, in der ich aufgewachsen bin. So kannten wir dieses Haus auch schon und wir nannten es immer: das Hexenhäuschen. Warum? Ganz einfach, weil es mit den schwarzen Balken und den weißen Wänden so schön heimelig aussah. Das Efeu, welches weite Teile des Hauses bewuchs, gerade auf der Vorderseite, gemeinsam mit dem Eingangsbereich, der ziemlich düster wirkte, hatte es immer etwas gruseliges für mich.

HZ Akelei

Und was solch ich euch sagen, als ich den Garten sah, war es nicht besser. Schon seit Jahren nicht mehr gepflegt wuchsen die Pflanzen und Bäume ungehindert. Efeu rankte eigentlich überall. Ein Urwald eben.

Als wir dann in Kassel waren haben wir die Chance genutzt mal ohne Kinder bei meinen Eltern einen Zwischenstopp einzulegen. Und ich hatte die Kamera mit UND das Wetter war gut. So habe ich von dem ehemaligen Urwald mal wieder einige Fotos gemacht. Und ich muss schon sagen: es gleicht dem vorherigen Zustand überhaupt nicht mehr. Den größten der Teiche haben sie zugeschüttet und Rasen ausgesät. Bäume wurden zum Leidwesen der Kinder gefällt und Stauden, Obstbäume und Sträucher gepflanzt. Noch ist nicht alles fertig, aber nach vier Jahren ist der Garten nicht mehr wieder zu erkennen.

HZ Wägelchen

Diesen alten Wagen haben sie geschenkt bekommen. Ich finde ihn klasse. Und er ist ein echter Blickfang, so mitten auf der neuen Rasenfläche.

HZ Pflanzleiter

Erdbeeren und Salat wachsen in Kästen auf einer alten Leiter hinauf aufs Dach des Gartenhäuschens. Davor ist noch Wildwuchs zu erkennen. Der nach wie vor nicht gänzlich eingedämmt werden konnte. Warum auch?

HZ Apfelernte

Die neu gepflanzten Äpfelbäumchen aus dem letzten Jahr versprechen eine reichliche Ernte.

HZ Bergenie

Für die teilweise Blütenpracht beneide ich meine Ma ja schon. Bei uns sind die Stauden einfach noch nicht so weit und leider haben wir hier auch deutlich weniger Platz. Dafür muss ich auch weniger Beete von Unkraut befreien.

HZ Tomaten

Das ist das Hobby meines Vaters: Tomaten aus dem eigenen Anbau. Da hat er einfach ein glückliches Händchen für. Und gerne komme ich naschen, habe aber auch drei Pflanzen abbekommen. Leider ist mir jetzt eine am letzten Wochenende abgesoffen. Vielleicht schafft sie es noch, aber sie sieht schon sehr erbärmlich aus.

HZ Pumpe

Hier ist das Efeu willkommen. Aber es sah vorher einfach überall auf diesem riesigen Grundstück (ca. 900 m²) aus. Meterlanges Efeu haben wir daraus gezogen. Der alte Brunnen ist aber ein wahres Schmuckstück, was unter der Efeuschicht wieder zu Tage kam.

HZ Rosenwildwuchs

Und dort seht ihr den nächsten Wildwuchs. Eine wunderschöne rote Kletterrose, die sich ihren Halt unterm Abdach gesucht hat. Und ich kann euch sagen: Sie ist sogar angefangen zu blühen. Soll aber in den nächsten Tagen dann endlich eine andere Möglichkeit zum Klettern und Gedeihen bekommen. Sie soll einfach zu anderen Seite wachsen und so zwischen Garage und Haus einen Rosenbogen bilden, der jeden willkommen heißen wird.

Dies waren nur einige Einblick und ich werde bestimmt nochmal vom ehemaligen Urwald meiner Eltern berichten. Denn ich finde sie schaffen sich dort einen wirklich schönen Garten.

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