vom Abenteuer Schule

Seit einigen Tagen ist der Sohnemann nun Schulkind und nicht nur das, sondern auch Buskind. Aller Anfang ist schwer. Gerade auch, wenn man doch erst seit einigen Wochen sechs Jahre alt ist und so viele Dinge einen ablenken können. Der große Schulhof, die Mitschüler, die aufregende Busfahrt, die Schwester, ein Flummi  und so vieles mehr.

Bild

Wenn man dies alles bedenkt, dann sind die vergangenen Tage ein Spaziergang gewesen. Ein reibungsloser Schulstart war es wohl nicht. Donnerstags ging es mit einem wirklich relativ langweiligen Gottesdienst los – das geht definitiv besser, da müssen die Herren Pastöre nochmal nacharbeiten. Ansonsten war der Tag wunderbar. Tolles Wetter. Begrüßung der I-Männchen fand draußen statt. Die erste  Stunde hat im toll gefallen und das wichtigste kam dann: die Schultüte auspacken. Ein einzige Oh, toll. Das ist ja cool. Was will man als Mutter mehr. Und auch die ersten Hausaufgaben, sogar welche für Mama und Papa (wer war gleich nochmal eingeschult worden?)

Der Freitag, sein erster Schultag war auch gut. Keine Hausaufgaben zum Wochenende. Gefiel dem Herrn natürlich.

Schultüte

Leider ging es nicht so weiter. Am Montag mittag haben dann die drei Nachbarschaftskinder gleichmal den Bus nach der vierten Stunde verpasst. Oder besser: erst ist ihnen vor der Nase an der Schule weggefahren. Und da stehst du dann als Mutter an der Bushaltestelle und nur ein Kind steigt aus, welches nicht deins ist. Äh!!! Nach einigen Telefonaten bei der Nachbarin war dann klar, dass der Bus wohl zu früh losgefahren ist (3 Minuten nach Schulschluss, für Erstklässler nicht erreichbar, normal sind 5 und das ist schon sportlich für die Kleinen). Die Kinder sind nach der fünften Stunde gefahren, was allerdings einen Umstieg erforderte, denn sie aber so unvorbereitet dank eines anderen Nachbarkindes problemlos geschafft haben. Nur die Jacke ist dann in der Schule geblieben. Hatte er natürlich vergessen – es wundert mich nicht. Abends musst ich eh dort hin, also hab ich sie ihm wieder mitgebracht. Dienstag lief alles reibungslos, bis auf fast den Ranzen im Bus vergessen. Mittwoch dann aber Jacke im Bus vergessen, die ich Donnerstag morgen ihm aus dem Bus wiedergeholt hab. Gut, dass die Busfahrer da wenigstens mal aufpassen und die Sachen im Bus belassen für den nächsten Tag. Die Busse sind Schulbusse, kaum Nahverkehr, also hat man den gleichen Bus samt Busfahrer 😉

Donnerstag dann leider die Sportsachen nass, aber ansonsten alles prima. Mal sehen wie er heut mittag nach Haus kommt.

Die Damen des Hauses waren dann auch prompt schon krank. Dienstag waren sie beide zuhause, Montag die Kleine auch schon. Von normalen Alltag spüre ich hier bisher leider wenig. Und oh wunder oh staune die Busfahrkarten sind da. Noch seine Rennerei zum Schulstart. Wir hatten sie rechtzeitig bestellt, sie sollten schon lange da sein und bezahlt waren sie auch schon (müssen leider aufgrund von 100 m oder ähnlich selbst zahlen, aber es ist einfach sau praktisch), nur da waren sie nicht. Also hinterher telefonieren. Da hieß es dann zunächst: Sind heute raus. Das war Freitag. Aber bis Montag kam keine an. Montag abend nochmal angerufen: Die Kollegin hat schon frei und sie könne nichts nachsehen. Also Dienstag morgen versucht anzurufen und um 9:45 Uhr auch mal endlich jemanden erreicht (vorher nur AB: Sie rufen außerhalb unserer Geschäftszeiten an. Diese sind von 7.00 – 18:30 Uhr. ja nee ist klar). Die Dame war sehr nett, konnte aber nicht erklären, warum noch keine Karten da sind. Konnte aber auch keine in ihrem Postausgang erkennen. Mittwoch morgen noch vor sieben waren sie dann im Briefkasten. Endlich.

Meine Klausur habe ich dann am Mittwoch auch noch hinter mich gebracht. Jetzt wird es hoffentlich dann wieder Alltag. Irgendwie sehne ich mich danach. Nach Monotonie. Gleichen Abläufen. …… obwohl, meist ist mir das dann auch nach einigen Wochen wieder über. Aber dann sind ja schon wieder Herbstferien 😀

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9 Gedanken zu “vom Abenteuer Schule

  1. Oooooh Mann! Da muss man erst einmal tiiiief durchatmen. Aber du bist da ja so unglaublich souverän… zumindest habe ich den Eindruck…, wenn jemand solche stressigen Situationen meistert, dann sicherlich du! 🙂

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  2. Ähhh wie soll ich denn das jetzt verstehen?
    Ich bin weder besonders souverän noch größenwahnsinnig. Stress ist relativ und wir produzieren ihn in der Regel selbst. Stressresistenz bin ich leider auch nicht.

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  3. Das war eigentlich ganz freundlich gemeint und ich kann mich nicht erinnern, dass Wort „größenwahnsinnig“ benutzt zu haben.
    Wenn das Kind, welches als i-Dötzchen nicht aus dem Bus steigt, aus dem es eigentlich steigen sollte, hätte ich persönlich ziemlich großen Stress (egal, ob ich ihn mir selber mache) und würde wohl leicht hysterisch durch die Gegend laufen. Ich habe nur ein Kind und stelle mir die Zeitplanung mit dem Studium bei drei Kindern recht schwierig vor. Bei dem, was du schreibst, gehst du damit sehr eben sehr gelassen um und dafür beneide ich dich schon etwas, ich bin eher ein hektischer Mensch.
    Naja, war nicht bös gemeint, sorry wenn es so rübergekommen ist!

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    1. Ok. Dann ist alles klar. Danke fürs Kompliment. Schriftliche Kommunikation hat manchmal seine Tücken.
      Ich war wohl auch nur so gelassen, weil es mich bei dem Sohnemann nicht wundert. Er ist nunmal leicht ablenkbar und eigentlich rechne ich damit, dass er mal den Bus verpassen wird. Bei der Großen wäre das etwas anderes. Dann würde ich mir auch ernsthafte Gedanken machen. Von Vorteil war sicher auch, dass wir zu dritt waren und alle drei Kinder nicht im Bus saßen. Ist ja schon etwas anderes als wenn es nur ein Kind betrifft. Hier herrscht ja auch immer Chaos, irgendwann lernt man damit umzugehen und ich bin schon von Natur aus jemand, der darauf vertraut, dass alles gut wird.

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  4. Oh mann, Eva! Der übliche Familienwahn 🙂 Aber erstmal herzlichen Glückwunsch dem I-Männchen (sagt man das heute noch?)! Da dauert es ja auch eine Weile bis Routine einkehrt. So viele neue EIndrücke. Ganz davon abgesehen habe ich oft den Eindruck, dass es sowas wie Alltagsroutine nicht gibt. Höchstens ein paar Tage am Stück. Und dann ist wieder irgendetwas. Irgendetwas ist immer 🙂
    Liebe Grüße!

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  5. Oh je, ein wirklich aufregender Start in die Schulzeit. Da ist ja einiges schief gegangen. Ich drücke die Daumen, dass da langsam aber sicher mehr Alltag und Routine herein kommt.
    ♥-liche Glückwünsche natürlich an den Zwerg, eine ganz wundervolle Schulzeit wünsche ich ihm.

    Liebe Grüße,
    die Alltagsheldin

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  6. Wo nimmst Du nur die Zeit her auch noch so herrliche Blogbeiträge zu schreiben, ich bin ein ganz großer Fan von „Sockenbergen“ und freue mich auf jeden neuen Beitrag.

    Ganz liebe Grüße aus Berlin
    Marc

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