Schlicht durch die Adventszeit

Ich stehe momentan auf schlicht. einfach. ohne Schnickschnack und Tamtam.

Die Adventsstimmung ist noch nicht so eingekehrt. Und eigentlich ist das bei mir auch häufig so. Ich mag es eben etwas ruhiger und freue mich dann an Weihnachten, wenn alles endlich geschmückt ist und dann darf es auch etwas mehr funkeln und glitzern. Aber gerade am Anfang der Adventszeit muss es noch nicht perfekt sein, muss noch nicht alles fertig dekoriert und glitzerig sein. Langsam und mit jedem Tag ein wenig mehr.

So entwickelt sich das hier schon seit einigen Jahren und ich merke, es passt zu uns. Wir werkeln gerne, aber eben nicht schon lange im Voraus. So stand im Oktober und November noch keine Weihnachtssachenproduktion an, sondern eben Kürbisse, Laternen und andere herbstliche Basteleien. Und nun im Dezember fangen wir dann meist erst an mit den Sternen, Nikoläusen, Tannen und mehr. Okay, etwas vorgearbeitet haben wir natürlich im November auch schon, aber eben nur etwas und so stehen die gebastelten Tannenbäumchen immer noch nur so da ohne Lichterkette und ich mag sie euch noch nicht zeigen. Kommt aber noch.

Genau diese Zeit des Wartens und des langsamen Entwicklens, dass ist doch der Advent. Dies haben wir auch nochmal mit den Kindern am 1. Adventssonntag besprochen. Sie wissen schon genau, dass Advent die Zeit des Wartens auf Weihnachten und den Geburtstag von Jesus ist. Martin und ich haben im vergangenen Monat an einem KESS-Kurs teilgenommen, der sich um den katholischen Glauben drehte. Nicht das wir jetzt tiefst regligiös und erzkatholisch wären, aber dennoch möchten wir unseren Kindern den Glauben vermitteln. Auf unsere Art. Und so bring eben nicht der Weihnachtsmann die Geschenke an Weihnachten, sondern wir feiern gemeinsam die sich jährende Geburt Jesu Christi. Schenken uns gegenseitig etwas, weil wir uns lieb haben und uns eine Freude bereiten wollen. So überlegen wir auch immer gemeinsam, was wir Paten und Omas und Opas und Tanten und Onkels und Cousinen und Cousins schenken mögen. Ob wir überhaupt etwas schenken mögen. Denn ich muss nichts verschenken, nur um zu schenken. Ein Geschenk soll vom Herzen kommen und ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. Und so ist es schon mal, dass nur wenige Euros notwendig sind, um einen Wunsch zu erfüllen und nicht unbedingt das teuerste Geschenk ist das beste. Aber auch das ist ja das schwierige am Geschenke finden.

Und doch gibt es da eine kleine Weisheit bei uns in der Familie, denn alles selbstgemachte – egal ob gebastelt, gemalt, gewerkelt, gepflückt – ist alle mal schöner als das teuerste Geschenk, denn es kommt von Herzen. Und so werden wir jetzt wieder fleißig Geschenke mit unseren Händen anfertigen. Gut, dass in unseren Familie dies (fast) alle schätzen können. Gerade auch, weil die Einkommensverhältnisse so enorm schwanken und nicht jeder gleich viel Geld zur Verfügung hat. Dann ist es besonders wunderbar, wenn man den Grundgedanken des gemeinsamen Feierns, des Plauderns und Zusammenseins so schätzt und auch den Kleinigkeiten ihren Raum gibt. Denn auch ohne Geschenke wäre Weihnachten wunderschön, aber dazu schenke ich einfach zu gerne 😉

Türkranz Weihnachten

Der Türkranz ist deshalb nun auch sehr sehr schlicht gehalten mit wenigen Zweigen, ein paar Kugeln und den niedlichen Pilzen, die ich in unserer Adventskiste gefunden habe. Not too much.

Advertisements

2 Gedanken zu “Schlicht durch die Adventszeit

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s