[Buch] Die Glücksbäckerei

Ich komme ja momenten eher selten zum Lesen außer wenn es sich um Fachliteratur fürs Studium handelt. Aber in den letzten Tage war das Wetter so gut, die Kinder teils noch bei dem Opa und ich hatte so gar keine Lust zum Studieren, dass ich wieder ein Buch lesen wollte. „Normale“ Erwachsenenliteratur war mir da aber zu langwierig. Es sollte schnell gehen und da lag so ein ansprechendes Buch der Tochter herum: DIE GLÜCKSBÄCKEREI.

Ich hatte von dem Buch schon gelesen und hatte es auch schon favoritisiert als Geschenk für die Tochter, dann aber doch wieder verworfen. Jetzt hatte sie es sich aus der hiesigen Bücherei ausgeliehen und ich ahtte also Zeit und Lust. Schnapp, dass wird gelesen. Beschlossene Sache.
Toll für mich ist, dass es relativ große Schrift ist und die Seitenzahl sich in Grenzen hält. Und das ist nicht nur gut für mich, sondern bestimmt auch für viele Kinder, ganz besonders die Lesemuffel unter euch. Aber nun zur Geschichte:

Das Buch handelt von der Familie Glyck, die in einem kleinen Ort eine Bäckerei betreibt. Die meiste Zeit ist es eine ganz gewöhnliche Bäckerei mit gewöhnlichen Backwaren. Aber dann und wann geht Frau Glyck in ihre Küche und murmelt komisches Zeugs beim Backen und benutzt auch ganz außergewöhnliche Backzutaten wie einen schlafenden Zwerg oder das Auge eines Hexers. Heraus kommt Gebäck, welches den Menschen des Ortes helfen beim Sich-Verlieben, beim Gesundwerden, beim Lügen-Aufdecken. Dieses bleibt natürlich nicht unentdeckt und so fragt eines Tages die Bürgermeisterin der Nachbarstadt an, ob die Eltern Glyck ihnen bei der Bekämpfung der Grippe helfen können. Es sei dringend! Und die Stadt wird ihnen viel Geld dafür bezahlen.
Sie machen es, aber gänzlich kostenlos. So sind sie, Familie Glyck.

Während dieser Zeit dürfen die Kinder Thymo, Rose, Basil und Nella (eigentlich heißen sie ja: Thymian, Rosmarin, Basilikum und Pimpinella, aber so klingt es „normaler“) die Bäckerei schmeißen. Sie dürfen Backen und verkaufen, nur nicht das alte Backbuch benutzen mit den Zauberrezepten! Rose hatte sie doch schon so gefreut und natürlich will keiner ihrer beiden Brüder ihr helfen und die kleine Nella macht so oder so nur Unsinn. Als die unbekannte, wunderhübsche und durchtriebene Tante Lily mit ihrem Motorrad auftaucht, wird alles ganz anders. Die Brüder sind hin und weg und auch Nella verwandelt die Küche (gleichzeitig auch die Backstube) nicht mehr in Chaos. Aber warum grummelt es dann immer in Rose Bauch so stark, wenn Lily etwas von ihr will – spielt sie ein falsches Spiel?

Thymo und Basil wollen Tante Lily gefallen und sie fangen an zu helfen. Aber sie wollen mehr. Sie wollen Glycksgebäck backen. Drei verschiedene Rezepte werden sie ausprobieren, doch eines bringt mehr Unheil als das andere. Angefangen von Liebesmuffins, die nicht nur die beiden Zielpersonen erreichen, sondern eine ganze Horde Mädchen auf Thymo los lassen gehen bis hin zum Umkehr-Kopfüber-Kuchen, der im wahrsten Sinne des Wortes alles auf den Kopf stellt in dem kleinen Örtchen.

Tante Lily wird den dreien helfen, die auch ihre kleine Schwester Nella verzaubert haben. Aber sie zahlen einen hohen Preis dafür: sie haben ihr Familiengeheimnis in Gefahr gebracht.
Wird Rose mit Tante Lily gehen und reich und berühmt werden? Und werden die Vergiss-mich-Kekse die Familie Glyck das Backbuch und Rose für immer vergessen? Und was wird mit dem Backbuch passieren?

Ein wirkliches Happy End hat das Buch nicht, was gerade bei Kinderbüchern ja noch mehr überrascht. Aber so bleibt die Spannung erhalten auch den Nachfolger der Glücksbäckerei zu lesen. Das werde ich auf jeden Fall tun und auch die Tochter, die das Buch aber noch nicht ganz durchgelesen hat.

Mein Tipp: Unbedingt lesen!
Den Anfang fand ich etwas schleppend, wie auch das Ende ein wenig. Aber den Rest des Buches habe ich hier herzlich gelacht. Etwas gruselig ist es zwischen drin, aber so muss das sein beim Zaubern. Die vier Kinder wirken so herrlich menschlich und vollkommen natürlich. Man will alles ausprobieren und sein wie die Erwachsenen, das da mal etwas schief geht, ist doch vorprogrammiert. Lesen!

 

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