[DIY] Eiffelturm

Das momentane Traumziel der großen Tochter ist Frankreich. Einmal Paris hin und zurück bitte. Das wäre wunderbar und würde ihr sicherlich sehr gefallen. Lässt sich momentan aber leider nicht einrichten. Doch wenn wir schon nicht nach Paris können, so können wir uns vielleicht ein Stück Paris zu uns holen?
Und als wir letztens ihr Zimmer umstellen mussten und die Kindersachen so langsam verschwinden und das Zimmer sich zu einem Jugendzimmer verwandeln soll, haben wir uns zuerst in Wohnzeitschriften und dann auf Pinterest umgesehen, um uns Ideen zu holen. Denn mit den beiden extremen Schrägen im Zimmer ist vieles leider nicht möglich und Anregungen können ja nicht schaden. Ihr Zimmer zeige ich euch ein anderes Mal, wenn es denn endlich mal halbwegs fertig ist. Noch fehlt so einiges. Aber eine Idee gefiel uns beide: Der Eiffelturm.

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Der Eiffelturm ist ja das absolute Wahrzeichen Paris und Frankreichs. Und einfach nur schön und auch dekorativ. Er strahlt so ein gewisses Flair aus. Hach. Verliebt. Doch ist er auch ziemlich imposant und nur ein kleines Bildchen an der Wand war uns zu schnöde (oder kommt vielleicht noch, wer weiß das schon). Und da viel uns so eine sehr große lange Wand ein. Die da. Die im Treppenhaus. Die, die direkt zum großen Kind nach oben führt. Die längste im ganzen Haus. Und angeregt durch dieses Pixelklebebild, haben wir uns Gedanken gemacht, wie man dieses umsetzen könnte.

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Ein Blatt Papier zur Hand genommen und statt Pixel Krueze auf ein Rechenkästchenblatt gezeichnet. Aber Kreuze an die Wand malen ist ganz schön langwierig. Wie wäre es also doch mit Quadraten (Pixeln)? Die Tochter war am Anfang nicht sonderlich begeistert (ihr gefielen die Kreuze besser), aber die Mama total überzeugt. Und wenn ich mal von etwas überzeugt bin, dann lasse ich mich davon auch selten abbringen und doktore so lange daran herum bis ich für mich zu einem passablen Ergebnis komme. In diesem Fall musste überlegt werden wie wir am besten Quadrate hinbekommen und wie groß sie sein dürfen. Wir haben uns schließlich für eine Quadratstanze mit den Maßen 5,3 x 5,3 cm entschieden. Nicht riesig, aber auch nicht klein.

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Der Eiffelturm mißt bei uns nun 2,37 m in der Höhe und fast 1,40 m in der Breite. Und damit passt er gerade eben an die Wand. Uff. Er ist wirklich imposant, aber ich liebe ihn. Und die Tochter mittlerweile auch. „Unser“ Eiffelturm ist so groß, dass ich ihn nicht mal gescheit auf ein Foto bekommen.

Eine weitere Frage war, wie wir die Pixel nun an die Wand bekommen. Das meiste heften wir hier mit Klebeknete an, aber 268 Quadrate mit Klebeknete ausstatten? Öh nee. Dann vielleicht Kleister? Aber dann ist es auch erst einmal für etwas länger, denn so leicht lässt es sich dann ja nicht entfernen und drumherum pinseln bei einem Neuanstrich ist nicht wirklich empfehlenswert. Aber die Vorteile, dass die Pixel wirklich an der Wand sitzen bleiben, sich nicht wellen und dauerhaft sind, haben dann überwiegt. Anfang Dezember hatte ich schon alle Quadrate aus schwarzem Tonkarton ausgestanzt. Dann war meine Hand leicht überanstrengt, vorallem weil wir auch noch gleichzeitig zahlreiche Sterne gestanzt hatten für die 3D Sterne. Etwas blöd gelaufen, denn die Vorweihnachtszeit und Hauptbastelzeit im Hause Sockenbergen war dadurch etwas gehandicapt und eingeschränkt. Deshalb erst einmal eine Pause.

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Silvester war Nachmittags etwas Luft und der Mann verlangte nach etwas Produktivem und nicht weiteren Gesellschaftsspielen, die wir so oder so für den Abend geplant hatten. Quadrate hatten wir. Kleister zum Anrühren war auch schon gekauft. Lust und etwas Zeit war vorhanden. Ran! Mit Wasserwaage, Zollstock und Bleistift ausgestattet ging es an die Wand. Zuerst der rechte „Fuß“, dann die erste längst Verbindung und dann der „linke“ Fuß. Und wie soll es anders sein? Es passt nicht wirklich und war nicht wirklich gerade. Aber was solls. Als guter Handwerker kannst auch immer gut fuschen *grins*. Natürlicherweise dauert es bis man 268 Quadrate verklebt hat. und da ich keine 2,30 m groß bin, sondern eben nur 1,64 m hatte ich auch irgendwann ein Höhen Problem. So musste der Mann an Neujahr weitermachen. Aber irgendwann waren auch seine 2,00 m zu klein. Und weil wir auf der Treppe arbeiteten, musste erst einmal eine Konstruktion aus Hocker und Stuhl gebaut werden, um dann wirklich die letzten Quadrate noch zukleben. Bei den letzten mussten wir dann sogar noch zwei Reihen weglassen, weil es sonst nicht gepasst hätte. Ein Mammutprojekt. Aber nu ist er fertig! Yeah!
Ganz zum Schluss haben wir noch mit dem Radiergummi alle Striche wegradiert – die, die beim Kleben notwendig waren und die, die ihr oben gesehen habt, die die Kinder irgendwann in den letzten drei Jahren an die Wand gemalt haben.

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8 Gedanken zu “[DIY] Eiffelturm

  1. Sehr coole Bastelidee. Schön auch, dass ihr euch alle dran beteiligen konntet! 🙂

    Was heißt eigentlich „Er ist wirklich imposant, aber ich liebe ihn. Und die Tochter mittlerweile auch.“ War sie anfangs nicht davon angetan?

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    1. Nee war sie nicht. Sie konnte es sich wohl nicht so recht vorstellen. Und ich war mir nicht so sicher, ob er nicht zu groß und klobig im Treppenhaus sein würde. Aber das erfährt man eben nur durch ausprobieren.

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