[Machen, nicht pinnen] Ein Miniteich entsteht

Es ist wieder Zeit für „Machen, nicht pinnen“, aber noch viel mehr ist die richtige Zeit sich die Terrasse und den Garten schön zumachen für die anstehenden lauen Sommerabende, gemütliche Grillfeste und die Kaffeerunde am Nachmittag. Nachts friert es nicht mehr und viele Sommerblumen können jetzt endlich gepflanzt werden. Uns dann immer das Gartenfieber und wir sind viel draußen zufinden. Hier wird geräumt, da wird geräumt und immer wieder fällt dann auch auf, dass da irgendetwas fehlt oder man irgendetwas haben möchte. So auch in diesem Jahr.

Wir haben im letzten Jahr unseren Sandkasten entfernt, weil er kaum genutzt wurde. Aber noch eine kleine Sandgrube am Sitzplatz unterm Baum gelassen, falls die Kinder doch noch im Sand spielen wollen. Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass sie es nicht tun und wir in diesem Jahr dort einen kleinen Teich bzw. Wasserlauf einrichten könnten. Leider falsch gedacht. Seitdem der Sandkasten weg ist, wurde wieder fleißig im Sand gebuddelt, Burgen gebaut, Sandeis verteilt und jede Menge Spaß und Zeit dort verbracht. Also doch keinen Teich. Schade. Wir hatten es schon aufs nächste Jahr verschoben, bis zu dem Zeitpunkt als wir jede Menge große Tontöpfe geschenkt bekamen. Ein Miniteich sollte her. Auf Pinterest haben wir auch viele tolle Ideen gefunden wie zum Bespiel diese hier und beim Stöbern war auch klar, dass so neu die Idee für uns nicht war, denn vor einem Jahr haben wir auch schon mal gesucht wie hier. Viele Ideen kamen zusammen und wir haben uns dann von unseren Möglichkeiten inspirieren lassen. Klar war nur, dass es schnell gehen musste. Idealerweile legt man so einen Miniteich nämlich im April oder Mai an (Yeah!) Ein Topf war schnell gefunden.

Miniteich Der Topf

Der Topf ist groß und wunderbar geeignet, nur leider ist er nur von außen glasiert und somit von innen nicht wasserdicht. Für die Bepflanzung mit Blumen ist das völlig ok, doch für einen Miniteich? Eher nicht. Was tun? Wir wollten doch direkt den Miniteich umsetzen, denn wenn ich eine Idee habe, dann muss sie am besten auch umgesetzt werden und wir haben ja auch schon Mai. Also? Die vorhandene Teichfolie reichte leider nicht und erst etwas kaufen zur Glasierung bzw. Abdichtungen würde heißen wir müssten warten. Also haben wir gesucht und sind fündig geworden:

Miniteich Innengefäß

Diesen grünen Eimer haben wir gefunden. Er ist zwar etwas kleiner als der Tontopf, aber immer noch groß genug und er hat Geschichte. Denn wir haben in ihm letzten Jahr geschenkt bekommen, also die Hälfte der Familie beim Umsetzung der Bücherei via Menschenkette mitgeholfen hat. Perfekt also. Aber erst einmal ordentlich schrubben, denn jeder Dreckkorn bedeutet einen Nährboden für Algen. Auch wenn ich diese nicht verhindern kann, will ich sie doch minimieren.

Miniteich Untergrund aus Sand

Dann haben wir den Tontopf mit einer Schicht Sand ausgestattet, um eine ebene Fläche für den Eimer zubekommen. Dieser sollte möglichst eben stehen, um keinen Druckpunkt auf den Tontopf zu erzeugen. Wasser ist ziemlich schwer und könnte so dann den Tontopf zerspringen lassen. Das wollten wir nicht.

Miniteich passts

Nun den Eimer hineinstellen und gucken wie es einem am besten gefällt. Wir haben es asymmetrisch angeordnet, weil der Eimer etwas kleiner ist als der Tontopf und es mittig nicht so wirklich stimmig aussah. Zudem habe ich entschieden dahinter noch einige Pflanzen zusetzen, damit der Teich nicht so „nackt“ wirkt. In der Natur gibt es ja auch immer Uferzonen mit allerlei Pflanzen. Dies wäre nun auch der Schritt, bei dem man den Eimer ggf mit einer schwarzen Teichfolie abschließen lassen kann. Mir ist es leider erst nach der Randbepflanzung aufgefallen, dass der grüne Rand des Eimers und der Henkel daran nicht so wirklich harmonisch wirken. Wir hatten noch einen Streifen Teichfolie, diesen habe ich dann mit Hilfe einer Heißklebepistole am Rand befestigt. Hält super, nur vorher wäre schlauer gewesen 😉

Miniteich ohne Wasser

So sah es dann aus. Wir haben den Rand mit Sand und Erde bestückt und einen weidenartigen Strauch hineingesetzt, welcher sich hier in einem Topf selbst ausgesät hatte. Leider hat dieser den Umzug nicht wirklich überlebt und musste nun schon entfernt werden, aber einen Versuch war es wert. In drei kleine Töpfe habe ich Schneeflöckchen und australisches Gänseblümchen gesetzt und dazu als Dekoelement und Abschluss noch einige Steine, welche wir irgendwann mal geschenkt bekamen. Sie stammen aus einer aufgelösten Teichanlage und passen prima.

Miniteich Einrichtung

Den Boden des Teiches haben wir mit gewaschenen Kies ausgekleidet und dann mit Steinen und einem umgedrehten, gesäuberten Blumentopf eine zweite Ebene gestaltet. In die untere Zone haben wir Wasserpest gesetzt, welches für den Sauerstoffgehalt des Wassers sorgen soll. Wir versuchen es jetzt erst einmal ohne eine Pumpe und wollen schauen inwiefern dieses gelingt. Ansonsten können wir immer noch nachrüsten. In die zweite Ebene haben wir eine Wasseriris gesetzt. Zum Pflanzen von Teichpflanzen sollte man Teicherde benutzen und häufig auch einen Korb, um das Ausschwemmen der Erde und die Ausbreitung der Pflanze zu verhindern. Wer dies nicht hat wie wir, kann sich auch mit Vlies behelfen und die Pflanzen mit samt des mitgelieferten Subtrats einsetzten ohne Zugabe weiterer Blumenerde, die das Wasser überdüngen würde und das Wassergleichgewicht beeinträchtigen könnte.

Miniteich Wasser marsch

Und dann das wichtigste: Wasser! Auch hier nimmt man nicht unbedingt das Wasser aus dem Wasserhahn, sondern es wird empfohlen Regenwasser zu benutzen. Wir haben hier eine Regentonne, deshalb stellte dieses kein Problem für uns da. Ihr könnte aber auch zuvor Wasser in Eimern bei Regenfall sammeln oder nutzt Grundwasser, wenn ihr eine entsprechende Pumpe und ein Bohrloch habt oder fragt im Fachhandel nach Wasseraufbereitern nach.

Miniteich
Wir erfreuen uns an unserem Miniteich und haben wieder eine Idee von unseren Pinterestboard umgesetzt und verlinken den Beitrag sehr gerne bei Eva und Anne von geschwistergezwitscher bei der Aktion „Machen, nicht pinnen“, die ich wirklich nur jedem ans Herz legen kann. Denn wer kennt es nicht: so viele tolle Idee kann man auf Pinterest oder auch sonst im Netz finden, aber wann setzt man diese auch um? Häufig gar nicht. Durch die Aktion habe ich zumindest monatlich den Anreiz eine Idee umzusetzen und nicht nur Ideen zusammeln. In diesem Sinne ran ans Board und an Stifte, Papier, Kelle, Spaten oder Schaufel. Und da aus einem alten Tonblumentopf und einem Eimer etwas Neues entstanden ist, darf es auch zur Upcycling-Aktion von Nina.

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6 Gedanken zu “[Machen, nicht pinnen] Ein Miniteich entsteht

  1. Was für eine coole Idee. Ich will auch einen Miniteich zum plantschen auf dem Balkon. 🙂
    Schön, dass du wieder dabei bist bei unserer Aktion, wir freuen uns sehr!
    Liebste Grüße und dir ein tolles Wochenende,
    Eva

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