Pfannkuchenfreitag

Pfannkuchentisch

Seit geraumer Zeit oder genauer gesagt seit den Sommerferien haben wir den Pfannkuchenfreitag. Jeden Freitag gibt es bei uns Pfannkuchen zu essen. Passend dazu isst die Kleinste hier auch zu Mittag, was sie sonst im Kindergarten tut und der Herr des Hauses darf häufig auch schon früher als an den anderen Tagen die Stifte fallen lassen und das Wochenende einläuten. Für mich ist es toll, weil ich mir zumindest an einem Tag in der Woche keine Gedanken machen muss was es denn zu Mittag geben soll / kann. Das ist eine echte Erleichterung. Das wichtigste aber: es meckert auch keiner, denn Pfannkuchen lieben hier alle. Und doch nicht alle gleich:

Pfannkuchen - Schoko und Banane
Schoko-Bananen-Pfannkuchen

Wir variieren und experimentieren gerne, wobei es meisten süße Pfannkuchen gibt. Früher habe ich sie bei meiner Mama auch herzhaft gegessen: mit Spinat oder mit Kohlrabi. Doch irgendwie hat sich das hier nie durchgesetzt. Die Große ist so oder so totaler Experimenteverweigerer und isst ihren grundsätzlich mit Zimt und Zucker.

Pfannkuchen mit Rhabarber
Rhabarberpfannkuchen

Für alle anderen darf es dann auch mal etwas anderes sein. Im Frühjahr haben wir Rhabarber ausprobiert. Klitzeklein geschnitten und dann mit in den Teig und wir waren sehr positiv überrascht. Im nächsten Jahr gibt es diese dann öfter.

Apfelpfannkuchen gehört zum Standardrepetoire. Dick mit Zimt und Zucker bestreut und am liebsten mit Äpfeln aus Opas Garten. Aber auch „normale “ Pfannkuchen mit frischem noch warmen Apfelmus gehen hier immer und sind schnell gemacht.

Pfannkuchen mit Birne
Birnenpfannkuchen

Dazu kommen dann je nach Jahreszeit und nach Stand im Obstkorb: Birnenpfannkuchen und Pflaumenpfannkuchen. Für letzteren bin ich ja genau wie mein Papa immer zu haben. Es kann ihn gar nicht oft genug geben. Nur dieses lästige Pflaumen putzen gefällt mir gar nicht. Und bevor jetzt jemand schimpft: ja ich weiß, dass man diese ovaleren Zwetschgen nennt. Doch hier im Münsterland sagt eigentlich jeder dazu: PFLAUMEN. Mit Mirabellen schmecken die Pfannkuchen auch sehr lecker.

Pfannkuchen mit Pflaumen
Pflaumenpfannkuchen

Und dann noch der Klassiker: mit Nutella. Aber nein! Nutella haben wir hier verbannt, denn es enthält auch weiterhin Palmöl und wir wollen diese Brandrodungen, die es ja gerade erst wieder in Indonesien laut den Nachrichtensendungen gegeben hat, nicht unterstützen und verzichten weiterhin so gut es eben geht auf Produkte mit Palmöl. Alternativ verwenden wir Nuskati von Aldi Nord oder Nusspli, die laut Herstellerangaben Palmöl aus ökologischem Anbau verwenden (von mir aus könnten wir auch einfach nichts davon kaufen, aber da protestieren hier gleich 4 Personen lautstark. Und die favoritisieren leider auch noch Nusspli).

Pfannkuchen mit Nuskati
Pfannkuchen mit Nuskati

Und nun wollt ihr wissen wie wir unsere Pfannkuchen machen?
Das ist gar nicht ganz so leicht, aber ich habe mal versucht ein Rezept zusammen zustellen. Ich bin leider so ein Freischnauzerkoch, der selten sich an Rezepte hält und so haben wir hier auch schon einiges bei der Pfannkuchenzubereitung ausprobiert. Ein Misserfolg war die Verwendung von Buchweizenmehl, da haben hier alle gestreikt und ich habe gleich nochmal ne neue Ladung Pfannkuchen gebacken. Meistens verwende ich Dinkelmehl, aber auch Weizenmehl und am liebsten nutze ich Mandelmilch, auch wenn es gut mit normaler Vollmilch funktioniert. Doch mit Mandel- oder Buttermilch gehen die Pfannkuchen beim Braten etwas auf und werden lecker fluffig. Wenn ihr Obst beim Backen verwendet, solltet ihr darauf achten, dass der Teig nicht zu dünn flüssig wird. Er sollte zähflüssig aus der Kelle gehen und sich dann durch Schwenken der Pfanne gleichmäßig darin verteilen. Dann ist es perfekt.

Für fünf Personen nehme ich 5 Eier, eine Prise Salz, 1 – 2 TL Zucker, 400 g Dinkelmehl und 500 ml Mandelmilch. Alles wird rasch zu einem geschmeidigen Teig verrührt.
Für Apfelpfannkuchen nun noch 3 Äpfel schälen und in dünne Scheiben schneiden.

Den Teig portionsweise in eine heiße Pfanne geben, die etwas Öl oder Butter enthält. Ich nehme eine 26er Pfanne und eine Suppenkelle. Das passt prima. Nun den Teig durch Schwenken der Pfanne darin gleichmäßig verteilen und direkt einige Apfelscheiben darin verteilen. Gebacken/gebraten wird bei mittlerer Hitze – seit lieber etwas sparsamer und geduldig, dann werden die Pfannkuchen perfekt und verbrennen nicht so schnell. Wenn der Teig anzutrocknen fängt, könnt ihr mit Hilfe eines Pfannenwenders den Pfannkuchen einmal umdrehen und von der anderen Seite noch kurz braten. Aber Achtung, gerade mit Äpfeln kann es leicht mal anbrennen.

Pfannkuchen mit Apfel und Puderzucker
Apfelpfannkuchen mit Puderzucker

Dann ab auf den Teller und nach Wahl mit Zimtzucker, Zucker, Nußnougatcreme, Marmelade oder einfach so lecker genießen.

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17 Gedanken zu “Pfannkuchenfreitag

  1. hmmmmmmmmmmm – die sehen so köstlich aus, dass mir sofort das Wasser im Mund zusammenläuft. 🙂 Da bekomme ich sofort Lust auf leckere Pfannekuchen. Süße esse ich auch gerne, aber meine Tochter lässt sich gerade so eben noch auf Apfel- oder Pflaumen-Pfannekuchen ein. Ansonsten isst sie lieber herzhaft. Dazu fülle ich die Pfannkuchen, wenn sie fertig sind entweder mit Jägersoße mit Pilzen oder mit Holländischer Soße und Spargel. Das ist auch super lecker.

    Von Kohlrabi- oder Spinatpfannkuchen hab ich noch nie gehört. Wie geht denn das? 🙂

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    1. So ein Jägerpfannkuchen fände ich auch mal klasse. Kohlrabi und Spinat mit Pfannkuchen geht genauso. Anstatt Jägersoße gibt es dann Rahmspinat dazu. Lecker aufrollen. Kohlrabi hat meine Mama immer in Stifte geschnitten und mit einer „weißen Soße) gekocht serviert und ab damit auf oder in den Pfannkuchen eingerollt.

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  2. Also bei uns ist ja heute Hähnchen mit Reis geplant, aber ehrlich gesagt würde ich lieber jetzt Freitag haben und mit Euch essen. Ich liebe ja (bei uns bekannt als) Eierkuchen ❤ Allerdings sind wir nicht so experimentier freudig. Wenn ich das hier so sehe, sollten wir das aber sein ❤ Danke für das Rezept und die Inspiration.

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  3. Yamm! Bei uns gibt es fast immer den Klassiker mit Äpfeln, Zimt und Zucker (ähh, und Nutella…). Du eröffnest mir völlig neue Welten hier 🙂 Rhabarber! Großartig!
    Jetzt hab ich Hunger! – was vielleicht auch daran liegt, dass Samstagmorgen ist und ich immer noch darauf warte, dass der Gatte endlich mit den Brötchen wiederkommt 🙂
    Liebe Grüße!

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  4. Pingback: Ein Tag im Herbst | das kann ja heiter werden!

  5. Uih, Pfannkuchen-Freitag klingt nach einer super Idee! Vor allem, weil ich dann auch an einem Tag nicht überlegen muss, was koche ich bloß? Und Pfannkuchen lieben se ja alle 😉 Mama, Papa und die Kleene. Mit Mandelmilch hab ich noch nie welche gemacht. Ich glaub das probier ich diesen Freitag direkt mal aus 🙂 Hm, jetzt hab ich Hunger.

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      1. Werde ich machen, aber leider wird es wohl erst nächste Woche ausprobiert. Ich habe nämlich wöchentlich eine Bio-Kiste abonniert und da ist noch so viel Gemüse übrig. Das muss heute erst mal weg 😉 Ist übrigens auch ganz cool wöchentlich so eine Lebensmittelkiste zu bekommen, da muss man auch nicht so lange überlegen, was man kocht. Die, die ich bekomme, ist aber leider nur regional erhältlich. Aber vlt. Interessant für Leser aus meiner Region (NRW/Niederrhein): https://biokistenlieferservice.de/index.php?article_id=2

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      2. Ja eine Biokiste hatten wir auch einige Zeit im Frühjahr abonniert. Ebenso regional (NRW/Münsterland) erhältlich. Das Obst und Gemüse war ok, aber passt nicht zu uns und unseren Ernährungsvorstellungen (möglichst regional und saisonal essen/kochen). Ich geh nu ein bis zwei Mal wöchentlich zum örtlichen Bauernmarktstand. Zwar kein bio, aber super gute Ware und auf jeden Fall saisonal und meist sogar ausm gleichen Ort, ansonsten kurze Wege bzw. kaum Zwischenhändler. Das ist für uns perfekt.

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  6. Ja, ich muss gestehen, dass ich die Kiste vor allem aus Bequemlichkeit liefern lasse. Ich mache einmal die Woche Wocheneinkauf mit der Kleinen zusammen und da bin ich froh, um jedes Kilo, dass ich weniger schleppen muss 😉 Dass die Lebensmittel Bio sind, ist da nur ein zusätzlicher Bonus. Ich bestelle auch nicht diese fertig zusammengestellten Kisten, sondern suche mir so in 2 Monatsabstand meine Produkte raus. Möglichst auch die saisonalen Lebensmittel, die dann ja auch am günstigsten sind.

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    1. Das hört sich gut an. Hab mir den Lieferanten mal angesehen und sieht wirklich gut aus. Ich habe ja schon den Vorteil, dass ich den Großeinkauf alleine machen kann. Mit dreien im Schlepptau hätte ich auch keine Lust dazu. Verstehe dich gut.

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  7. Pingback: [Sonntagsglück] Nudelauflauf – Wir in Sockenbergen!

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