[P52]#13 Laune der Natur

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Die Launen der Natur sind in den letzten Wochen wunderschön zu beobachten. Mal Sonnenschein, Hitze und blauer Himmel, so wie es heute in Teilen der Fall war und dann wieder Unwetter, Regentage, Kühle. Der Vorteil an den weniger sonnigen Tagen ist, dass man herrliche Wolkenbergebilder schießen kann.

Die Wolken spielen das Chaos in meinem turbulenten Leben gerade ganz gut wieder. Mal ist es ganz wunderbar und es kommt so etwas wie Entspannung auf und dann wieder trudeln hier Rechnungen, Anfragen, Termine und Co hinein. Ich werde zunehmend gestresster und teils auch genervter. Meine Geduld geht flöten, leider auch gegenüber der  Kinder dann teils. Passenderweise lese ich gerade fürs Studium etwas über die Auswirkungen von Gefühlen, Emotionen und Stimmungen auf die soziale Informationsverarbeitung. Dort ist nachzulesen, dass man bei schlechten Stimmungen weniger kreativ ist und eher negative Entscheidungen trifft sowie vieles einfach auch negativ wahrnimmt. Gut gestimmt, gut gelaunt, sieht es viel positiver aus und man lernt auch einfacher komplexe Thematik, als im schlecht gelaunten Zustand. Dazu braucht es sicher nicht die Sozialpsychologie, denn das ist uns allen bekannt. Aber es zeigt mir andererseits, dass ich gerade in Stresssituationen immer wieder die Pausen benötige, um nicht in schlechte bzw. gestresste Stimmung zukommen. Gut gelaunt und innerlich ausgeglichen lernt es sich leichter und lassen sich Stresssituationen besser bewältigen.

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7 Gedanken zu “[P52]#13 Laune der Natur

  1. Schade, ich dachte du verbindest das mit den Wolken und den Gefühlen, Emotionen und Stimmungen noch viel stärker mit der Flüchtigkeit und Wechselhaftigkeit der Wolken und anderer Himmelserscheinungen, während sie gleichzeitig sehr präsent sind.
    Was liest du übrigens getade? Ich finde nach wie vor, dass Emotionen in der Bildungswissenschaft viel zu wenig Beachtung finden. Und wenn dann eher als Hintergrundwirkungen denn als konstituierende Elemente. Wie auch bei dem wovon du schreibst. Da Emotionen aber fortwährend vorhanden sind, werden auch die Lerninhalte selbst mit Emotionen verbunden gelernt. So entsteht nach und nach auch eine emotionale Konstruktion der Welt.
    Und das ist nur ein Beispiel der Bedeutung von Emotionen für Bildung.

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    1. Ich habe es bewusst nicht weiterverbunden. Es sind nur Gedankenschnipsel hier, keine philosophischen Texte.
      Ich lese gerade Sozialpsychologie, um endlich mal das Modul abzuschließen. Natürlich kann man noch viel tiefer in die Materie eintauchen, da habe ich aber dann einen wissenschaftlichen Anspruch, der hier im Blog unangebracht wäre und leider fehlt mir auch die Zeit dazu momentan. Ich muss da sehr rational denken, um all meine Dinge unter einen Hut zu bekommen.
      Wenn ich mir bewusst bin, dass ich ggf Lerninhalte schneller abrufen kann in einer Prüfungssituation, wenn ich wie in der Prüfung auch an einem Schreibtisch mit Stift und Papier lerne, dann kann ich bewusst entscheiden wie ich meine Lernumgebung gestalte (soweit es die Situation zulässt). Und doch muss ich mich nicht zwingend besser an das Gelernte erinnern, wenn ich die Prüfungssituation simuliert habe.
      Die Sozialpsychologie spricht eher von Stimmungen als von Emotionen.

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      1. Danke, jetzt weiß ich, dass du dich in der Sozialpsychologie befindest.
        Das mit den Wolken ist eine momentane persönliche Sache von mir, daher kam meine Hoffnung.
        Das mit der geringen Beachtung von Emotionen im Studium, aber auch generell in der Bildungswissenschaft, hast du mir gerade bestätigt. Die Emotionsforschung (so etwas gibt es) unterscheidet durchaus zwischen Emotionen, Gefühlen, Stimmungen, Affekten oder Sentiment und verfügt insgesamt über ein reichhaltiges Wissen.
        Dein Blogeintrag ist kurz und kann nur Schnipselchen schildern, du hast ihn aber auf Facebook gepostet, also habe ich ihn wie viele andere Blogs mit einer gewissen Erwartung für Interesse an Austausch gelesen.
        Was du zum Lernen schreibst zeigt mir, dass es dir momentan vor allem darum zu gehen scheint das Angebotene prüfungsrelevant zu lernen. Das ist etwas anderes als ich im letzten Jahr vorrangig getan habe.
        Ich wünsche dir gutes Gelingen bei der Prüfung!

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      2. Ich könnte jetzt tatsächlich mit dir philosophieren und ich habe auch schon von der Emotionsforschung gehört, allerdings ist es eben nicht MEIN Thema. Und leider auch nicht das der anstehenden Prüfung. Ich muss momentan mich sehr auf fokussieren auf die Prüfungsrelevanz, um das Modul abschließen zu können. Auch mein Hintergrund und meine momentane Lebenssituation lässt leider keine exakt wissenschaftliche Vertiefung in mein Lieblingsthema der Medienpädagogik in Bezug auf Seniorenbildung zu. Ich habe den Artikel auf FB gepostet, weil ich meine Alltagsartikel dort gelegentlich veröffentliche. Auch mit dem Ziel eines Austausches, allerdings dann eher auf alltäglicher Basis als auf wissenschaftlicher. Wenn ich mehr studienrelevant schreibe, dann tue ich das auf lernstdunoch.wordpress.com; aber auch dort ist momentan eher tote Hose. Mein Leben 1.0 lässt nichts anderes zu. Dir wünsche ich, dass du tolle Gesprächspartner findest liebe Angelika.

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      3. Ich muss noch was nachfügen. Kürzlich schrieb markusmind auf seinem Blog über seine Studienbedingungen in den 90ern und die Diskussionen der Studierenden, u.a in der Mensa, und die Notwendigkeit viel zu lesen, um überhaupt mitreden zu können.
        Gerade habe ich was über Freire gelesen und auch da wird der Dialog als entscheidendes Element des Lernens genannt.
        Mit diesen Aspekten zusammengebracht gerät das was du schreibst in den Bereich eines Lernens, das eigentlich nicht für ein Lernen selbst gedacht ist, sondern zur Bewältigung von Anforderungen. Damit ist es letztlich Arbeit bei der vielleicht der Nebeneffekt des Lernens geschieht (Kommt jetzt darauf an wie man Arbeit definiert. Unreflektiert eingestuft ist es aber für mich Arbeit.).
        Ich habe da so meine Probleme mit. Ich kann es zur Erlangung von Abschlüssen akzeptieren, aber als Mittel zum tatsächlichen Lernen bleibt es für mich zweifelhaft.
        Letztlich spiegelt es aber auch nur das wider, was in diesem Studium lernbar ist, der ganze Bildungsbereich ist voller Widersprüche. Besseres Wissen ist vorhanden, doch Verwendung findet es dadurch noch lange nicht.
        Ganz viele Grüße!

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  2. Du bringst mich zum Nachdenken. Das gefällt mir. Dialoge sind wichtig, als Fernstudent aber leider meist nur schriftlich zu meistern und ich persönliche empfinde das Schriftliche gerade als Hemmschwelle, weil es so viele Kommunikationsmerkmale nicht enthält wie Emotionen, Gestik, Mimik, Tonfarbe etc. Schriftliche Kommunikation ist für mich persönlich um einiges zeit- und denkintensiver.
    Viel Lesen ist ebenso wichtig.
    Aber was ist „Lernen“? Wir lernen mal für eine Klausur, eine Arbeit, einen Abschluss. Ich finde das völlig legitim und momentan ist es für mich auch darauf ausgerichtet. Und dann lernen wir aber auch noch fürs Leben und wo für sonst noch? Zum Stillen des Wissensdurstes? Um Dinge, Situationen, Veränderungen zu verstehen, durchdenken zu können?
    Wenn ich Lernen nur darauf reduziere, dass ich viel lese, vieles durchdenke und dies alles nur des Lernens wegen tue, dann ist mir das zu kurz gefasst. Mir fehlt allerdings jetzt hier auch die wissenschaftliche Fundierung momentan. Was aber auch widerspiegelt, dass Lernen selbst auch immer noch an andere Faktoren geknüpft ist als an sich selbst. So spielen der Lernende selbst, seine Ressourcen und Voraussetzungen eine Rolle, aber auch andere Faktoren wie Zugänglichkeit z. B. eine wichtige Rolle beim Lernen.
    Das Lernen oder vielleicht eher Pauken und Auswendiglernen für die Klausur zu 2C Sozialpsychologie empfinde ich als Arbeit wie du es beschreibst. Es ist mühselig und entspricht nicht meinen Vorstellungen, ist aber in dem Moment für das Abschließen des Studiums unumgänglich. Und doch lerne ich auch in dem Fall nicht „nur“ für die Klausur, sondern kann durch die gelernten Inhalte soweit ich sie mit bereits vorhandenen Wissen verknüpfe und in Relation setze, durchaus auch etwas für das „Leben“ und auf für die/den „Arbeit/Beruf“ mitnehmen.
    Andere Module sind mir da aber näher und haben schon oft den eigenen Horizont abseits von Prüfungen erweitert.
    Kurz gesprochen ist Lernen für mich zu allererst die Aufnahme bzw. Aneignung neuen Wissens. Wofür dann dieses Wissen „benutzt“ wird, steht auf einem anderen Blatt.
    Just my two cents.

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    1. Asynchrone Kommunikation ist toll! Wenn gerade keine Zeit, Energie oder sonst was für eine Antwort ist oder Nachdenken notwendig, so ist das kein großes Problem.
      Habe mich sehr über deine lange Antwort gefreut.
      Ja, die fehlenden Kommunikationsmerkmale! Damit müssen Fernstudierende weitgehend leben. Ich schreibe sehr gerne, daher ist es für mich weniger tragisch. Ich würde aber allen, die ein Präsenzstudium machen können, dazu raten. Wenn es aber nicht anders geht, dann muss man versuchen das Beste daraus zu machen und mit einer kleineren Palette an möglichkeiten zurecht kommen.
      Ich weiß, dass Emotionen nicht dein Schwerpunkt sind, aber in gewisser Weise bin ich auf einer Mission. Und sehr achtsam für die Darstellung von und den Umgang mit Emotionen. Ich sehe da große Defizite in der Reflexion. Daher nerve ich jetzt mal ein wenig.
      Du bezeichnest Emotionen, Gestik, Mimik, Tonfarbe als Kommunikationsmerkmale. Wie stellst du denn Emotionen fest? Ich meine jetzt erst einmal nicht bei dir selbst, sondern bei anderen. Gestik, Mimik, Tonfarbe, Körperhaltung selbst gelten als Mittel, um die Emotionen von anderen erkennen zu können. Daneben gibt es noch die Möglichkeit der sprachlichen Beschreibung die der/die andere liefert, die Befragung des Gegenübers und das In-den-anderen-hineinversetzen. All das geschieht in einem sozialen Kontext auf der Basis individueller Erfahrungen.
      Ich bin momentan sehr sensibilisiert dafür, dass wir uns im Verlauf unseres Lebens in der Regel wenig Gedanken darüber machen, was da eigentlich so genau vor sich geht. Wir wachsen in Annahmen zu und einen Umgang mit Emotionen hinein, der so selbstverständlich ist, dass wir denken, alles wäre ganz klar. Bei genauerem Hinsehen ist es das aber gar nicht. Dazu kommt eine geistige Tradition, die Emotionen eher als beiläufige, untergeordnete zu kontrollierende Erscheinungen einstuft. Wenn sich im Bildungsbereich damit beschäftigt wird dann auch eher in die Richtung, dass man eine emotional günstige Situation herstellt, um dann geordnet seine Bildungsmaßnahmen unterschiedlichster Ausprägung durchführen zu können.

      Mit dem Lernen hast du dich mehr beschäftigt. Da stellst du mehr Fragen und ich denke, dir ist auch klar wie viele Lücken und Unklarheiten es gibt. Den Wunsch nach wissenschaftlicher Fundierung finde ich dabei lustig. Wissenschaft zeichnet sich für mich inzwischen vor allem durch viele Fragen, Unklarheiten und unterschiedlichste Theorien aus. Und sehr oft führt sie im sozialen Bereich über eine rein boolesche Logik hinaus. Etwas kann durchaus zur gleichen Zeit wahr und falsch sein. Erst damit kann dann Komplexität in einer Annäherung erfasst werden.

      Du hast dir für die Antwort auf den Kommentar Zeit genommen. Inne gehalten, nachgedacht, formuliert, vielleicht etwas dabei erkannt, vielleicht etwas wiederholt. Vielleicht angenehme Emotionen dabei gehabt, vielleicht unangenehme, vielleicht wirst du dich später einmal an etwas erinnern – verbunden mit den Emotionen, die du dabei hattest (und je stärker die Emotionen, desto stärker kann die Erinnerung sein), Emotionen, deren Erinnerung in anderen Bereichen des Gehirns gespeichert wird wie Faktenwissen.

      Wir sind in Beziehung getreten. Ich habe etwas von dir erfahren, du etwas von mir. Im Hintergrund wuseln dabei auch Emotionen, ich habe beispielsweise Angst abgelehnt zu werden und freue mich, wenn ich dich zum Nachdenken gebracht habe. angst, Freude. Du wirst andere Emotionen haben. Sie spielen eine Rolle. Beim Lernen, bei der Arbeit. Es spielt auch eine Rolle was wir von ihnen halten und wie wir mit ihnen umgehen. Wie bewusst ist uns das? Es ist fortwährend anwesend, die Haltung zu ihnen, der Umgang mit ihnen, ihr Ausdruck, Regulation, Kontrolle, Techniken für den Umgang. Wann, wie, wie stark? Wie bewusst ist uns das? Und ist das alles selbstverständlich?

      Was steht hinter der Art wie wir in einer speziellen Situation lernen? Was wir überhaupt als Lernen bewerten? Und was steht dahinter welchen Wert wir welcher Art des Lernens geben? Emotionen sind auch der körperlich wahrnehmbare Ausdruck kognitiver Bewertungssysteme.

      Emotionen bewegen sich von Moment zu Moment. Sie sind kurz und flüchtig. Dabei aber untrennbar mit unserer Motivation und unserer Informationsverarbeitung verbunden, Bestandteil von Handlungsentscheidungen, dabei meist wenig beachtet. Es ist nun nicht so, dass uns unser Kopfdenken verständlicher wäre, wir bewerten es aber anders und gucken daher mit anderen Augen darauf. Das ist ein Produkt unserer spezifischen Kultur.

      Puh, ich stoppe jetzt mal lieber. Versuch doch mal so ganz nebenher auf das Wirken der Emotionen zu achten. Wie sie bremsen, wie sie antreiben, wie sie Entscheidungen beeinflussen. Wie du in Lehrveranstaltungen Emotionen von dir und den Teilnehmenden beobachtest und auf sie einwirkst. Wie Emotionen mit Dingen, Personen, Ereignissen bewertend verknüpft sind und verknüpft werden. Es kann eine ganz neue Dimension des Erlebens und der Wahrnehmung eröffnen.

      Ich wünsche dir gutes Lernen. Achte ruhig mal darauf wie Emotionen dein Lernen strukturieren.

      Ach so. Eine mögliche Definition für Emotionen: Episoden mit multiplen Komponenten, die durch Evolution und sozialen Kontext geformt werden und auf vielfältigen Wegen ausdrückbar sind. Die Komponenten suche ich jetzt aber nicht zusammen. 😉

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