Heute komme ich in die Schule

Wir haben wieder ein I-Männchen oder besser eine Erstklässlerin im Haus. Das ist aufregend, nicht nur für das Mädchen, sondern auch für uns Eltern. Und das schon Tage vorher Die Materialliste will besorgt werden. Und wie soll man überhaupt schlafen, wenn man doch sooooo aufgeregt ist. Da sind Mama und Papa besonders gefragt gewesen. Mit viel Geduld, tröstenden Worten und Mut spendenden Worten haben wir dem Kind versucht die Angst zunehmen.  Gemeinsam haben wir überlegt wer zusammen mit ihr in die Klasse kommt. Sie daran erinnert, dass sie das Schulgebäude bereits gut kennt von den Kinderbibeltagen und sie dort schöne Stunden schon verbracht hat. Am Mittwoch haben wir dann noch einen Mutbommel gemeinsam gemacht, den sie mit in ihren Tornister getan hat und bei Bedarf herausholen kann.

20160824_102820

Es ist soweit

Am Donnerstag morgen stieg die Aufregung dann noch einmal. Jetzt war doch endlich der große Tag gekommen, auf den sich das Kind so sehr gefreut hat und doch auch immer ein gewisses Unbehagen aufgekommen war. Schon früh war der sonst kleine Langschläfer wach. Aber bevor sie endlich los durfte, haben wir erst ihre großen Geschwister losgeschickt. Danach hieß es dann mit Mama und Papa in Ruhe frühstücken, sich anziehen und die wilde Lockenmähne bändigen. Und dann lag da ja noch etwas auf dem Wohnzimmertisch: die Schultüte.

Ganz wichtig für ein großes Schulkind. Boah ist die schwer, Mama!
Und dann ging es endlich los. Zuerst in die Kirche zum ökumenischen Wortgottesdienst. Eine schöne Tradition. Alle Kinder haben dort noch ein „Tornisterherz“ von der Pastoralreferentin und der Pfarrerin bekommen. Es soll sie beschützen und ihnen Mut schenken für ihre Schulzeit.

Die ersten Momente in der Schule

Der Ablauf ist hier an der Schule immer der gleiche und die Worte der Schulleiterin auch. Das empfinde ich als Elternteil, der das dritte Kind nun in die gleiche Grundschule einschulen lässt, keinesfalls langweilig, sondern gibt mir die Möglichkeit dem Kind schon im Vorfeld den ungefähren Ablauf der Einschulungsveranstaltung erklären zu können. Und so war das kleine Mädchen bestens vorbereitet und konnte ihren Kindergartenfreunden erklären was als nächstes geschehen würde. Nach einigen Worten der Schulleiterin ging es in die Klassen. Für ihre erste Schulstunde.

20160825_121700

Alles anders für Eltern und Kind

Wir Eltern werden in der Zwischenzeit mit Kaffee, Kuchen und kalten Getränken vom Förderverein der Grundschule versorgt und können uns so ein wenig austauschen. In diesem Momenten erkennt man dann auch schnell, dass es nicht nur für die Kinder aufregend ist und sie sich unsicher fühlen. Vielen Eltern geht es ähnlich. Verständlich. Wir lassen unser „Baby“ wieder ein Stück weiter in ihre Eigenständigkeit. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt und teilweise ist es nochmal eine echte Herausforderung für Eltern und Kind die neuen Anforderungen wie Pünktlichkeit, Hausaufgaben und Betreuung zu regeln und zu meistern. Uns Eltern begleiten Fragen wie: Schafft mein Kind es in der Schule? Kann es dem Unterricht folgen? Hat es eine nette Lehrerin, einen netten Lehrer? Wird es sich mit den anderen Kindern in der Klasse verstehen?

Die Schultüte

Dann geht es endlich nach Hause und das Kind durfte ihre Schultüte auspacken. Wir wollten es nicht übertreiben und haben uns im Vorfeld Gedanken gemacht, was denn eigentlich in eine Schultüte gehören sollte oder was besser nicht. Vorweg: natürlich landen in einer Schultüte immer auch einige Süßigkeiten. Schließlich soll das Leben auch Spaß machen *lach*.
Dazu hat das Schulmädchen ein Kette mit einem Schmetterlingsanhänger bekommen, eine CD mit lauter Liedern zum Schulanfang, die lang ersehnte Büchereikarte mit einem Pixibuch über die Bücherei und einen Schutzengelanhänger, um ihr weiter Mut zuspenden.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Alles notwendige an Schreibmaterialien hatte sie schon im Vorfeld bekommen. Elektronische Medien gehören für uns in keine Schultüte und ein Buch zum Lesen hätte sie nur überfordert. (Das erste Buch gibt es hier meist zum Nikolaus, dann können die Kinder schon ein wenig lesen und es spornt sie dann an. Zumindest nach unseren Erfahrungen mit unseren beiden Schulkindern.)

Das Kind ist gewachsen, über Nacht

Und dann ist etwas komisches passiert. Am Freitag morgen ist unser I-Männchen aufgestanden und fröhlich zur Schule geradelt. Hat dem Papa am Anfang des Schulhofes nur noch ein schnelles Tschüss zu gerufen und ist beim ersten Klingeln schnell ins Schulgebäude verschwunden. Mittags freudestrahlend herausgekommen und mindestens fünf Zentimenter zwischendurch gewachsen.
Sie sah so viel größer und reifer aus als noch tags zuvor. Was so ein Meistern einer Herausforderung wie die Einschulung doch bewirken kann. Wir sind zuversichtlich für die Schulzeit. Viel Spaß du großes Mädchen (klein darf man dich hier nicht mehr nennen, jetzt wo du in der Schule bist, da beschwerst du dich direkt – gut so!).

 

Advertisements

5 Gedanken zu “Heute komme ich in die Schule

  1. Es ist wirklich Wahnsinn, wie schnell die Kinder auf einmal groß geworden sind! Und ruckzuck sind sie aus dem Haus 😉
    Nein, keine Angst. Dauert bei euch noch ein bisschen!
    Viel Spaß am 1. Schultag!
    LG
    Sabienes

    Gefällt mir

  2. Pingback: 12 aus 2016 – Wir in Sockenbergen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s