[Machen, nicht pinnen] Indianergeburtstag

Endlich mal wieder Geburtstag feiern. Leider ist der Geburtstag der kleinen großen Tochter an ihrem Tag etwas ins Wasser gefallen. Die Verwandtschaft war allesamt im Urlaub oder waren anderweitig verplant. Wir Erwachsenen können das verkraften, aber für die kleine Große war es schwer. Sie hatte sich so auf ihren Geburtstag gefreut und für sie war es total wichtig den sechsten Geburtstag zu feiern, schließlich ist sie dann endlich alt genug für die Schule. Die Trauer der Tochter war dementsprechend riesengroß. Kurzerhand haben wir Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt und es organisiert bekommen und sind  zu meinen Geschwister gefahren. Dort haben wir einen kleinen abgespeckten Geburtstag gefeiert und ihr gleichzeitig versprochen etwas ganz Besonders uns für den Kindergeburtstag zu überlegen.

Indianer, ein Indianergeburtstag sollte es sein. Ihre Vorstellungen waren auch relativ eindeutig. Indianerschmuck, ein Pferd und abends Stockbrot und Lagerfeuer. Um aber dennoch einige weitere Ideen zusammeln und uns über die Umsetzung klar zu werden, haben wir ein Pinterestboard angelegt und fleißig gestöbert.

Wir haben Einladungskarten als Indianerzelt gebastelt, allerdings fehlt uns leider dazu das passende Foto. Aber war ja klar, dass ich nicht an einen Blogbeitrag gedacht habe. Hier steht halt doch immer noch das Leben 1.0 im Vordergrund *lach*

Zusehen gibt es aber dennoch etwas. Für die erste Stärkung gab es kleine Indianderköpfe und Muffins mit Materpfahl aus Heidelbeeren oder Johannisbeeren. Das war ganz einfach: Schaumküsse kaufen, einen 1 – 2 cm dicken Streifen Tonpapier zuschneiden, um den „Kopf“ legen und Maß nehmen. Dann habe ich die Streifenenden aneinander getackert (kleben hielt nicht so gut) und dazu noch eine Feder daran getackert. Aufgesetzt. Fertig.

indianergeburtstag-kleine-indianerkusse

Für jeden kleinen  Indianer haben wir dann die passende Ausstattung für den Geburtstagsnachmittag gebastelt. Zuerst für jeden ein individueller Kopfschmuck. Wieder aus eine Tonkartonstreifen, den wir individuell an die Kopfform angepasst haben, dann getackert und dann mit dem Tacker noch Feder daran befestigt haben.

Wer kein gemusterten Tonkarton hat, kann natürlich die ca. 4 cm breiten Streifen mit Filz- oder Buntstiften schön gestalten.

indiandergeburtstag-kopfschmuck

Nach dem Geschenke auspacken und begutachten und vielen Ahhhs und Ohhhs, durfte jedes Kind sich ein eigenes Pferd basteln. Dazu haben wir Rundstäbe besorgt, in unserer Sockenkiste gewühlt, dazu noch ein paar Filz- und Wollreste herausgesucht. Füllwatte war auch noch in unserem Bastelschrank vorhanden, welch ein Glück.

indianergeburtstag-pferde-mussen-her

Die Socke mit Füllwatte gut ausstopfen, dann mit etwas Holzleim und Wolle am Rundstab befestigen. Danach aus den Filzresten Ohren und Augen ausschneiden. Die Augen haben wir aufgeklebt und die Pupille mit Edding ergänzt. Die Ohren habe ich mit einigen wenigen Stichen angenäht, genauso wie die Mähne. Für die Mähne haben wir aus Wolle eine Quaste gebunden, dabei eine Seite etwas länger gelassen und die andere kürzer, angenäht und fertig war das eigene Pferd. Zufrieden war die kleinen Künstler dann noch nicht und so haben einige mit dem Edding noch schwarze Punkte auf die „Haut“ gemalt ähnlich wie es der kleine Onkel von Pippi Langstrumpf hat.

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Und dann wilder Galopp durch einen kleinen Parcour im Garten. Yiha!
Traditionelle Spiele wie Topfschlagen waren auch wieder der Renner, aber am liebsten haben sie mit ihren Steckenpferden gespielt und waren total glücklich und brauchten keine weitere Bespaßung. So mag ich das.

indianergeburtstag-pferdegalopp

Zum Ausklang haben wir dann noch Stockbrot und kleine Nürnberger Rostbratwürstchen über dem Lagerfeuer gegrillt. Es war wohl so einladend, dass die Kinder nicht direkt von ihren Eltern wieder mitgenommen wurden, sondern sie sich dazu gesetzt haben und wir noch nette Gespräche geführt haben. Die Kinder hatten ihre helle Freude und meine kleine große Tochter war etwas versöhnt mit ihrem 6. Geburtstag. Welch Glück.

indianergeburtstag-lagerfeuer

Da wir wieder einige Ideen von Pinterest umgesetzt haben, verlinke und verweise ich gerne auf die Machen, nicht pinnen Aktion der Geschwistergezwitscher Anne und Eva.

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5 Gedanken zu “[Machen, nicht pinnen] Indianergeburtstag

  1. Wie schön, dass sie doch noch einen schönen Tag bekommen hat. Manchmal ist es mir schleierhaft, wie alle verplant sein können, wenn das Datum für so einen Geburtstag doch jedes Jahr das Gleiche ist. Aber manchmal lässt es sich leider nicht vermeiden.
    Sieht auf jeden Fall nach einer gelungenen Feier aus.

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    1. Ja mir ist das auch ein Rätsel. Aber es kommt wohl einfach auch sehr auf die Prioritätensetzung an und da ist sie auf jeden Fall eine andere wie sie es bei uns ist. So langsam plane ich mit diesem Teil der Familie nicht mehr, denn es ist leider nichts neues.Schade nur, dass sich niemand bei ihr meldet und sagt: Hey, ich bin nicht da, aber sollen wir einen anderen Termin zum Feiern finden? – so würde ich es machen oder habe es schon gemacht. naja.

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