12 aus 2016

Der obligatorische Jahresrückblick steht an und auch wie in den letzten Jahren habe ich wieder 12 Bilder herausgesucht, die für das Jahr 2016 bei uns in Sockenbergen stehen. Etwas mulmig war mir schon vor diesem Rückblick, war es doch ein sehr trauriges Jahr für uns. Ereignisreich, traurig, erdrückend und doch kehrt langsam die Sonne zurück und die dicken dunklen Wolken verziehen sich. Denn auch 2016 gab es schöne, sehr schöne Momente.

sturmischer-anfang

Das Jahr hat stürmisch und ungewiss angefangen. Ich habe mich so auf meine Lernzeit im Februar gefreut und war bis kurz vor noch fest der Meinung, dass ich die Klausur im März schreiben und bestehen würde. Doch leider kam es anders. Aus dem Lernwochenende ist ein Organisations- und Informationswochenende geworden rund um Vermögensvollmachten, Betreuungsvollmachten und mehr. Mit vielen Telefonaten in die Heimat. Der Nebel hat sich etwas verzogen. Vieles konnten wir regeln. Es war eine gut investierte Zeit, auch wenn das Studium letztendlich komplett ausgefallen ist 2016. Es gab einfach wichtigeres.

trauer-im-april

Trauer im April. Selbst die Tulpen neigten ihre Köpfe und der Himmel weinte bitterlich. wir mussten uns verabschieden von meinem Vater, dem Opa meiner Kinder. Friedlich eingeschlafen ist er schließlich, die schlimmsten Qualen sind ihm erspart geblieben. Mit 58 Jahren war es einfach zu früh. Jetzt lernen wir Tag für Tag damit umzugehen.Immer noch.

familienfeiern-2016

Doch da wo ein Ende ist, ist auch irgendwo wieder ein Anfang. So gab es 2016 noch diverse Feierlichkeiten. Die erste heilige Kommunion des Sohnes, die Petersilienhochzeit von uns, der 30. Geburtstag von meinem Cousin, Familiengrillen in der Heimat, Familiengrillen mit der Schwiegerfamilie.
Wie wunderbar ist es, Familie zu haben.

munsterbloggerstammtisch

Aber auch Freunde zu haben ist ganz wunderbar. Bekanntlich sind Bloggerfreunde die besten Freunde – oder zumindest ist es ganz toll sie zu kennen. Der monatliche Bloggerstammtisch ist zum monatlichen Ritual für mich geworden. Wir haben so viele tolle Stunden 2016 verbracht. Ihr habt mir tröstende Worte geschenkt, aber auch mich zum Lachen gebracht. Immer gab es etwas Leckeres zu essen, egal ob in der Eckkneipe, der Burgerbutze oder bei Melanie zuhause. Der Strickabend bei Sandra ist mir in bleibender Erinnerung geblieben und hat sich gleich mal in meine Weihnachtsgeschenkeproduktion verewigt. Unglaublich, aber ich bekomme die Maschen endlich auf die Nadel. Merci.
Und auch bei Instagram bin ich gerne unterwegs und einige von euch teilen mit mir nahezu täglich ihr Mittagessen unter  #mittagsaufmtisch . Danke dafür.

karl-otto

Im Sommer hatten wir einen ganz besonderen Freund. Darf ich vorstellen: das ist Karl Otto, unsere Hauswespe 😀 Der Sommer war schön. Wir haben viel draußen gesessen. Das Planschbecken aufgebaut und darin gebadet, gelesen und auch ordentlich mit Wasser gespritzt. Der ein oder andere Grillabend wurde veranstaltet und das Besondere: im Sommer 2016 gab es sehr sehr wenige Wespen bei uns. Eigentlich war meist nur diese eine da, die dann wann auch von den Kindern liebevoll Karl Otto getauft wurde. Und mit dem Namen verschwand die Angst und das Geschrei, wenn Karl Otto auftauchte. Da wurde fast schon liebevoll gesagt: Bitte Karl Otto lass uns schnell noch eben in Ruhe essen, dann lassen wir dir etwas übrig. Dafür lässt du uns in Ruhe, nicht?

urlaub-2016

Ziemlich spontan sind wir sogar noch in den Urlaub gefahren. Wir mussten hier raus. Etwas anderes sehen, den Wind um die Nase pusten lassen und einfach mal sich nur um uns fünf kümmern können. Ende Juli sind wir also auf Richtung Norden und wurden ganz wunderbar in Niebüll von Ute Kirchner auf dem Hof Hilligenbohl empfangen. Wir hatten wunderbare fünf Tage dort und durften dazu noch den Clara von Tastesheriff und ihre Familie kennenlernen. Danke für diese unkomplizierte Art, mit der ihr uns eine so tolle Auszeit beschert habt.

diy-2016-teich

Was wäre ein Jahr in Sockenbergen ohne DIY? Es wäre kein Jahr sage ich euch und so blicke ich auf einige wenige DIYs zurück. Zugegeben haben wir weniger gebastelt, gewerkelt, gemalert als sonst die Jahre und doch ist zumindest diese kleine Oase aka Teich entstanden (und die Pergola, die ich aber immer noch nicht verbloggt habe). Manchmal ist eben nicht die Zeit zum Werkeln. Im Winter ist dann noch die tolle Adventskalenderkrippe für meine Mama entstanden. Darauf bin ich ja schon ein wenig stolz *hüstel* *sorry*

nahutensilo-innenansicht

Genäht habe ich 2016 auch und vieles war mir mal wieder gar nicht so bewusst. Erst dass durch die Fotos klicken des vergangenen Jahres, zeigt mir das doch so einige tolle Sachen entstanden sind. Dieses und noch weitere drei Utensilos mit verschiedenen Bestimmungen sind zum Beispiel entstanden. Mittlerweile sind die Nähte auch deutlich gerader *augenzu*
Ich habe meine allererste Charliebag genäht und im Gegenzug eine aus Neuseeland bekommen. Noch immer bin ich ganz verliebt in sie und der Geschichte, die dahinter steckt. Ganz viel Kleidung ist für unsere Kinder entstanden und für die Kinder meiner Cousine sowie für die Neffen und Nichten. Nähen ist schon etwas Tolles.

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Lecker Kirschen und noch besser sind sie, wenn sie aus dem eigenen Garten kommen. 2016 haben wir richtig viele von ihnen ernten können und neben einem Kirschkuchen noch ganz viele naschen dürfen. Ansonsten war es eher ein durchwachsenes Ernte- und Gartenjahr. Die Tomaten waren ok, aber brauchten ziemlich lange zum reifen. Die eingepflanzten Kartoffeln wurden nie geerntet. Ob man das jetzt noch machen kann?
Es gab Erdbeeren, Johannisbeeren und einige wenige Himbeeren. Richtig gut hat uns die Minigurkenpflanze beglückt, ganz im Gegensatz zur Aubergine und dem Kürbis. Naja, es kann ja auch nicht alles klappen. Zum Gärtnern blieb leider wenig Zeit und/oder häufig fehlte einfach die Lust und Kraft, um im Garten zu werkeln. Das muss 2017 wieder besser werden, wo ich doch so eine Freude daran habe den Pflanzen beim Wachsen zu zusehen und frisches Gemüse zu ernten.

einschulung

Im Juni hieß es Abschied nehmen von der Kindergartenzeit, nicht nur für das kleine Mädchen, sondern auch für uns. Denn ab Ende August sind nun alle Kinder in der Schule. Kindergarten ade. Wirklich traurig bin ich nicht drum. Neun Jahre sind eine lange Zeit und ich freue mich stets auf etwas Neues. Das Kind hat sich sehr gut an das Schulleben gewöhnt. Sie überflügelt ihre Geschwister problemlos und liest seit den Herbstferien recht flüssig. Ich kann das ja kaum fassen, aber das erste Buch hat sie bereits durch.
Wir machen uns derweil Gedanken um den Sohn, der nächsten Sommer auf die weiterführende Schule wechseln wird. Das ist keine leichte Entscheidung und eigentlich will ich mir das auch noch nicht vorstellen, aber die Zeit lässt sich einfach nicht zurückdrehen. Genieße ich es bei der Kleinen, dass sie endlich in der Schule ist, so sehr macht mir der Schulwechsel beim Sohn dann doch Kopfzerbrechen.

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Dieses Bild steht für ein ganz besonders Wochenende. Das Naehcamp in Neuharlingersiel im November 2016. Angemeldet ohne zu wissen was mich erwartet, habe ich wohl das große Los gezogen. Ich durfte zehn nähverrückte und total liebenswerte Mädels kennenlernen, die mir die Lust am Nähen wiedergegeben habe. Nach diesem Wochenende sind bis heute so viele tolle Sachen entstanden. So viel genäht, habe ich noch nie.
Und es ist noch mehr. Diese kleine Auszeit nur für mich, gepaart mit den tollen Mädels, hat für mich unendlich viel Bedeutung. Nach diesem doch eher doofen Jahr, war es ein toller Jahresabschluss für mich. Ein versöhnender mit dem Jahr 2016.
(und 2017 werden wir uns wiedersehen, die Zimmer sind schon gebucht, und bis dahin treffen wir uns nahezu täglich bei WhatsApp).

ein-privileg-dabei-zu-sein

Meine Familie!
Ich möchte keinen von euch missen und freue mich täglich darüber euch begleiten zu dürfen. Es ist toll zu wissen, dass man einen Partner an der Seite hat, auch wenn ich mir manches Male mehr Unterstützung gewünscht hätte. Gemeinsam sind wir stark und gemeinsam können wir noch viel erreichen.

Mein Fazit

Was für ein Jahr.
Es war sehr bewegt und emotional. Viel Arbeit habe ich leisten müssen, dabei ist so vieles auf der Strecke geblieben. Jetzt heißt es nach vorne schauen. Neue Wege gehen und nicht so viel in der Vergangenheit denken.

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Ein Gedanke zu “12 aus 2016

  1. Stephie

    Ich mag Jahresrückblicke! Und deiner ist wirklich umfangreich. Ja, das Jahr 2016 hatte einiges in petto…
    Mal schauen, was das neue Jahr bringt. Ich hab‘ ja immer ziemlich Schiss vor radikalen Veränderungen und vor allem vor Todesfällen – aber nun, die Realität macht da keinen Halt und Eltern werden nunmehr älter – die Angst bleibt.
    Zurück zum Positiven: ich lese jedenfalls sehr gerne hier bei dir und freue mich sehr über die Inspirationen z.B. zum Mittagessen 😋
    Ich wünsche dir und deiner Familie einen Rutsch nach eurem Geschmack und ein gutes neues Jahr 2017!!

    Gefällt 1 Person

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