WMDEDGT 5. April

WMDEDGT – Hä, was?
= Was machst du eigentlich den ganzen Tag
= Tagebuchbloggen für Fortgeschrittene von Frau Brüllen

5:05 Uhr Ich werde wach und statte dem Bad einen Besuch ab. Dermann ist noch nicht aufgestanden, tut es aber fünf Minuten später. Ich lege mich noch eine Runde hin, denn mir ist es einfach zu früh, gerade jetzt in der „Sommerzeit“.

5:35 Uhr Ich höre ein Geräusch und mache die Augen auf. Der Sohn gesteht vor meinem Bett und drückt mir das Nutella-Glas in die Hand mit den Worten: „Mama, dass ist mir gerade heruntergefallen. Es ist kaputt!“ Da realisiere ich erst WAS er mir gesagt hat. Also raus aus dem Bett. Mit dem gesplitterten Nutellaglas und dem Sohn die Treppe herunter in die Küche. Glas in den Mülleimer. Dem Sohn erklären, dass das nicht tragisch ist und es heute aber kein Nutella gibt. Staubsauger holen und erst einmal die Scherben aus der Küche entfernen. 

6:00 Uhr Wir gehen zusammen nach oben. Der Sohn hatte sich natürlich noch nicht angezogen. Ich schicke ihn ins Bad, wo der Mann gerade aus der Dusche kommt – was hat der denn jetzt so lange gemacht? Ich kann jetzt nichts ausrichten, also lege ich mich noch ne Runde ins warme Bett. Schlimm, oder? Aber alles vor sieben ist eben Folter und der Tag wird lang.

6:20 Uhr Der Mann ist aus dem Haus und ich gehe die Mädels wecken. Die Kleine will gar nicht wach werden. Sie darf also noch etwas schlummern, während ich die Große wecke. Die ist auch noch ziemlich müde. Wer abends Fußball am Netradio hört, der ist morgens müde. Tja, kann ich leider nicht ändern. Die Schule ruft dennoch.

6:40 Uhr Der Sohn besetzt immer noch die Toilette. Los jetzt! Die Kleine müsste auch mal. Morgendliche Routine hier. Keiner hat Lust nach unten ins Bad zu gehen, also alle nacheinander.

7:10 Uhr Endlich alle angezogen. Ich bin mit den beiden Kleinen schon unten am Frühstückstisch. Es gibt Joghurt, Kakao und Frühstückscerealien.

7:20 Uhr Die Große rufen, die mal wieder herumtrödelt und noch nicht unten ist.

7:30 Uhr Schuhe anziehen. Jacken anziehen. Bitte. Bitte. Der Ton wird strenger. Mein Fahrrad ist platt, also müssen wir das Auto nehmen. Die Große schafft es auch nicht mehr mit dem Rad. Also auch ins Auto.

7:38 Uhr: Wir sitzen endlich im Auto. Unglaublich. Ich fahre los. Da fällt der Großen ein: „Mama, ich habe das Netbook vergessen mit der Präsentation.“ Jetzt ist es aber zu spät, um umzukehren. Wir vereinbaren, dass ich es ihr in der Pause bringe und dann in der nächsten wieder abhole, denn ich will nicht, dass sie es in der ganzen Zeit in der Schule hat.

7:44 Uhr Die Große pünktlich am Gymnasium abgeliefert, wo lustige Menschen herumlaufen. Abimottowoche halt.

7:52 Uhr Die beiden Kleinen auch pünktlich an der Grundschule abgeliefert.

8:05 Uhr Ich sitze am Schreibtisch und organisiere erstmal den Tag. Dann schnell die Kursunterlagen für den nachmittäglichen Smartphonekurs aktualiseren. Handouts für die Teilnehmer ausdrucken. Zwischenzeitlich via WhatsApp der Schwiegermutter zum Geburtstag gratulieren und ihrer Zwillingsschwester auch gleich. Tasche für den Kurs packen. Das Passwort des Netbooks ändern, damit die Tochter nachher auch daran kann. Einkaufsliste schreiben

9:15 Uhr Netbook einpacken, Einkaufstaschen und Korb einpacken. Ab ins Auto und der Tochter ihre Präsentation bringen.

9:30 Uhr Zuerst zur Post. Dann Einkaufen in der Stadt. Ein Geburtstagsgeschenk für den Freund der Tochter muss noch her, der am Samstag seinen Geburtstag feiert. Besuch der Drogerie. Lohnt es sich noch nach Hause zu fahren? Ich beschließe ja und nehme mir noch ein Brötchen beim Bäcker mit.

10:55 Uhr Zuhause angekommen gibt es einen Tee und das Brötchen. Endlich Frühstück 😉

11:25 Uhr Wieder ins Auto die Kleine abholen. Ich warte bis 11:45 Uhr an der Schule, aber keine Tochter zusehen. Also aussteigen und zur 8 bis 1 Betreuung gehen, um zu gucken, ob sie da ist. Tatsächlich klettert sie auf dem Spielgerüst aufm Spielplatz herum. Sie hatte vergessen, dass ich sie schon abholen sollte.

11:45 Uhr Abstecher zur Apotheke, um Zahnpasta ohne Fluorid für die Kleine zu kaufen.

11:55 Uhr Endlich zuhause. Pfannkuchenteig schon mal anrühren. Mit der Kleinen einige Worte wechseln, bevor es dann um

12:25 Uhr wieder ins Auto geht den Sohn abholen.

12:45 Uhr Pfannkuchen schon mal für die Kleinen backen. Zwischenzeitlich die Küche aufräumen. Die beiden haben sie Tablet und Handy geschnappt und „entspannen“ etwas. Finde ich ja gar nicht gut, aber mir fehlt gerade etwas die Zeit. Ihre Pfannkuchen sind fertig. Ich rufe sie, muss aber schon wieder los die Große abholen.

13:18 Uhr Endlich an der Schule. Die Tochter wartet schon. Ich bin spät (aber irgendwie auch kein Wunder heute).

13:25 Uhr Die Kinder endlich am Mittagstisch vereint. Ich backe die restlichen Pfannkuchen. Esse selbst einen zwischendurch und eröffne dabei, dass es in der Karwoche kein Tablet und Smartphone gibt. Ausnahme: wer daran etwas Wichtiges erledigen muss wie z. B. studieren 😉 Nennt mich spiesig, aber so geht das hier nicht.

13:50 Uhr Fertig mit den Essen. Kurze Lagebesprechung. Die Kinder wollen der Oma zum Geburtstag noch jeder ein Bild malen. Also räumen wir schnell den Wohnzimmertisch frei und holen Blätter, Wasserfarben, Pastellkreide und Stifte heraus. Ich verabschiede mich unter die Dusche.

14:45 Uhr Der Sohn ist mittlerweile mit einem Freund draußen spielen. Die Mädels sind in ihre Kunstwerke vertieft. Ich bin immer wieder erstaunt über ihre Kreativität und Ausdauer. Dann verabschiede ich mich, denn ich muss los.

15:35 Uhr Über Umwege endlich an der VHS in Nordhorn angekommen. Jetzt ist Kurszeit angesagt. Ich freue mich auf neun Senioren und Seniorinnen, mit denen ich der Welt der Smartphones erkunden kann.

19:10 Uhr Alle Kursteilnehmer verabschiedet. Leider waren drei nicht gekommen, da muss ich morgen mal nachhaken. Jetzt alles aufräumen. Kurs das Smartphone und meine Nachrichten checken. Leila schreibt wir sollen unser Mails nachsehen. Kann ich noch warten? Nee kann ich natürlich nicht. Also schnell noch die Mails vom Blog checken => boah wie cool. Das ist echt der Hammer! Aber leider darf ich euch noch nichts verraten. Morgen erfahrt ihr bei Leila und Hanna mehr. Noch ein kurzes Telefonat mit dem Mann, zum Abklären was wir noch einkauft haben müssen.

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19:48 Uhr Ich stehe vorm Supermarkt. Unsere Getränke sind leer und die Kühlschrank auch fast, ein neues Nutella habe ich dem Sohn auch versprochen. Heute morgen hatte ich das leider nicht mehr geschafft, also jetzt einkaufen.

20:18 Uhr Endlich zuhause. Einkäufe hereintragen. Dann aber erst eine Runde Gute Nacht Sagen bei den Kindern und mir noch anhören wie ihr restlicher Tag bei der Oma war. Schön, aber irgendwie finde ich das gerade echt anstrengend (lass ich mir aber nicht anmerken, schließlich sollen die Kinder schlafen.)

20:43 Uhr Ich will gerade die Einkäufe verstauen, da klopft es an der Haustür. Der Nachbar kommt noch auf einen kurzen Plausch vorbei. Erzählt wie wohl er sich hier wieder fühlt und von seinem neuen Hund. Hach, schön so was.

21:45 Uhr Ab aufs Sofa. Füße hoch. Abendessen fällt aus, jetzt ein paar Nüsse und Nachrichten. Der Mann geht danach ins Bett, ich lasse mich noch etwas berieseln vom Fernsehprogramm und schlafe fast auf dem Sofa ein.

22:55 Uhr Ab ins Bett. 8

Fazit: Wie gut, dass nicht jeder Tag aus so viel Autofahrerei besteht. Der Mann repariert hoffentlich das Rad schnell, damit wir damit wiederfahren können. Mehr WMDEDGT findet ihr bei Frau Brüllen.

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2 Gedanken zu “WMDEDGT 5. April

  1. Oh da!
    Wenn ich zig mal los muss und mir der Tag dadurch so unter den Händen zerrint, das mag ich auch gar nicht. Aber gut, wenn man mal alles notiert, irgendwie findet man dann eher nochmal die schönen Details und sieht wo die ganzen STunden überhaupt hin sind, oder?
    Viele Grüße zu Euch,
    Nike

    Gefällt 1 Person

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