#WmdedgT 5.10.2017

6:15 Uhr Der Wecker klingelt. Ich höre den Mann im Bad. Der Sohn ist schon wach und fragt, ob er aufstehen darf. Klar! Ab ins Bad, dann anziehen und etwas essen. Schulsachen packen nicht vergessen. Ich bleibe noch liegen.

6:45 Uhr Ups, bin ich wohl doch nochmal eingeschlafen. Der Mann holt Brötchen und hat die Mädels geweckt. Ich bin so arg müde. Mist.

7:00 Uhr Der Mann wird von seinem Vater abgeholt. Die Kleine muss noch kurz „Hallo, Opa.“ sagen und ich schaffe es endlich aus dem warmen, gemütlichen Bett. Immer noch müde. Warum nur kann nicht alles eine Stunde später beginnen? Es ist einfach nicht meine Zeit und ich mag gar nicht an die Uhrumstellung am Ende des Monats denken.

7:10 Uhr Na klar sind die Schulsachen des Sohnes noch nicht gepackt, stattdessen hat er sein Smartphone in der Hand (argh, ich bin enttäuscht. Hatten wir doch gestern Abend noch lange darüber gesprochen. Was soll’s? Shit happens.) Also weiter. Ich packe seine sieben Sachen zusammen, damit das heute noch fertig wird und mache eine Notiz: direkt nach den Hausaufgaben es mit ihm zu erledigen.

7:20 Uhr Endlich unten. Schnell noch die Sachen der kleinen Tochter eingesammelt. Brotdosen bestücken und Getränke einpacken. Den Sohn animieren endlich seine Schuhe anzuziehen und seine Tablette zunehmen.

7:30 Uhr Die Große ist auch unten angekommen. Jacken anziehen, Haare noch kämmen. Alles nochmal checken. Dem Sohn sagen, dass er die Schuhe im Auto zumachen kann. Ihm sein Hemd hinhalten und die Jacke.

7:35 Uhr Alle im Auto?
Es stürmt und regnet, da gibt es Taxi Mama heute. Dafür muss die Kleine auch am Mittag erst noch in die Betreuung. Ab zur Schule.

8:00 Uhr Wieder zuhause. Nachrichten im Auto hören. Dann Frühstück für mich machen, alle Sachen zusammen suchen und ab an den Computer. Ich bin immer noch müde und muss erstmal wach werden. Dafür eignet sich ganz gut eine Runde Blogs lesen und den eigenen etwas aufräumen. Übersichtlichkeit schaffen und Kategorien umbenennen. Findet ihr noch, was ihr suchen würdet? Fehlt euch noch etwas?

9:00 Uhr Noch schnell Facebook checken und die Emails. Dann viele Dinge mal wieder für meine Mama regeln. Noch aber muss ich auf einen Rückruf seitens des Notars warten, um endlich hoffentlich eine erste Lösung zu finden bzw. zu erzielen. Teilerfolg dann hoffentlich. Dann noch Ablage … gibt es etwas schöneres? Mit dem umgestalteten Schrank geht es schnell. Endlich alles griffbereit, nur viel mehr darf es dann auch nicht mehr werden oder ich muss anbauen.

10:30 Uhr Unterlagen für die Freilichtspiele Bad Bentheim sichten und bearbeiten. Werbekommissionsaufgaben neu sortieren und datieren. Ordner anlegen. Dateien und Unterlagen abheften bzw. ablegen.

11:30 Uhr Anruf vom Notar. Das Rad wieder rückwärts drehen bitte. Also wieder von vorn. Ich kann nicht mehr. Meine Nerven liegen blank. Ich könnte heulen. Kann das endlich ein Ende nehmen?
Anruf beim Sozialamt. Ähm ja, nichts genaues weiß man.
Anruf beim Geldinstitut. Keiner da. Also gleich nochmal.

Anruf beim Betreuungsgericht. Keiner da. Warum haben die keine Email-Adresse? Ans Telefon gehen sie nicht und der Briefwechsel dauert immer….

12:00 Uhr bemerken, dass der grüne Zaun der Nachbarn dem Wind nicht standgehalten hat. Da müssen wir wohl heute noch handeln und irgendwie auch eine Lösung finden. (ist ja nichts neues, Lösungen liegen schließlich so auf der Straße *ironieaus*)
Ich gehe dann mal Essen kochen.

12:15 Uhr Telefonat mit dem Bankmensch. Ob das wirklich klappen wird? Meine Hoffnung schwindet. Tränen suchen sich ihren Weg. Wenn es alles nicht so belastend wäre. Aber wen kann man Fragen? Wer könnte monetär unterstützen? Wär würde es tun?

Immerhin ist der Milchreis fast fertig.

12:50 Uhr Kinder abholen. Wie gut, dass ich heute ein Auto habe. Ganz schön stürmisch und gefährlich draußen.

13:45 Uhr Alle satt. Jetzt Hausaufgaben. Das Telefon klingelt. Das Geldinstitut. Die Sache wird immer komplizierter und langwieriger. Meine Hoffnungen schwinden. Meine Kraft auch. Wer hat sich das ausgedacht? Wer macht Erben, Verkaufen, Übernehmen, Altwerden und Pflegebedürftigkeit so unendlich schwer?

14:25 Uhr Am Rande des Zusammenklappens. Durchatmen. Einmal laut schreien. Alles ordentlich notieren. Gesprächsnotizen sind wichtig. Körbchen richten. Weitermachen. Betreuungsgericht informieren bzw versuchen, aber der Rechtspfleger ist mal wieder nicht erreichbar. Immerhin habe ich endlich eine Email-Adresse. Ich schreibe ihm mal, auch wenn er keine Emails mag. Kann ja nicht den ganzen Tag hinterher telefonieren und die Portokosten bezahlt mir auch niemand. Sache mal wenigstens etwas vereinfachen.

14:30 Uhr Hausaufgaben kontrollieren. Hilfestellungen geben. Heute sind die zwei recht selbstständig. Ob sie merken, dass es mir mal wieder die Kraft für Sie fehlt?

Versuch des Umbaus des Bettes der Kleinsten. Eigentlich wollte ich nur die Türen umsetzen, da der Hamsterkäfig zu groß ist und sie die Türen kaum noch aufbekommt. Doch das ist ein größeres Projekt. Wir warten dann doch auf den Mann des Hauses. Beim Aufstehen dann noch ordentlich den Kopf stoßen. Aua!

15:30 Uhr Die Große von der Schule abholen. Mama Taxi hat halt auch Nachteile. Aber so bleibt mir etwas Zeit für mich zum Durchatmen. Also kurz. Und ein ganz tolles Gespräch mit der Teenie-Tochter geführt. Gemeinsam Pläne für den Blog geschmiedet. Leben kann also doch noch schön sein.

Zuhause quatschen wir noch etwas weiter. Über die Mathearbeit. Über das kommende Wochenende. Über die Schule und die nächsten Aktivitäten.

Jetzt etwas Qualitytime mit dem kleinen Tochter. Irgendwann schnappe ich mir die Kamera und versuche den Herbst und seine Zeichen im Garten einzufangen. Den Fokus auf die kleinen Dinge richten tut gut.

17:15 Uhr Der Mann kommt nach Hause. Wir treffen uns im Garten. Sehen uns den Sturmschäden an. Ich erzähle ihm die neuesten Entwicklungen. Und dann bauen wir die Türen am Schrank des Kindes um und nehmen dabei das halbe Bett auseinander.

18:30 Uhr Der Mann holt schnell Brötchen, während ich die letzten Schrauben festziehe.

19:00 Uhr Abendessen und Abendprogramm. Abschalten. Zwischendurch Gespräche mit den Geschwistern via WhatsApp führen und nach Lösungen suche . Ergebnislos.

19:50 Uhr Die Große Kommt wieder von der DRK Ortsjugendgruppe. Sie erzählt. Ich höre zu. Der Mann bringt die beiden anderen ins Bett. Ich Räume den Tisch noch ab.

Der Tag wird vermutlich auf dem Sofa enden. Mein Akku ist leer. Die To-Do-Liste lang leider. Einiges müsste eigentlich noch heute erledigt werden, aber die Konzentration ist weg. Während des Fußballspiels werde ich mich noch auf den Frühstückstermin morgen früh vorbereiten. Das wird ein langes arbeitsreiches Wochenende.

 

Mehr Tagebucheinträge findet ihr bei Frau Brüllen.

 

 

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Ein Gedanke zu “#WmdedgT 5.10.2017

  1. Bei Dir ist aber auch immer einiges los. Sachen für andere Regeln und dann noch mit Behörden kann sehr nervenaufreibend sein. Ich habe selbst meine Oma 10 Jahre gepflegt, fühle da mit Dir.
    Ich dusselige Kuh habe den #wmdedgt im Oktober völlig verpasst. Dabei mag ich das Tagebuchbloggen so gerne. Im November muss ich unbedingt daran denken. Aber so schaue ich mir eben mal an, was andere am 5.10. gemacht haben und lerne so wieder neue Blogs kennen. Dein #wmdedgt gefällt mir wirklich gut. Werde noch etwas auf deinem Blog stöbern. Ich habe am Wochenende eine etwas andere Blogaktion gestartet vielleicht hast Du Lust dabei zu sein?
    Es geht um meinen Wandermole. Du kannst selbst ein Teil von Mole werden ….
    https://dieplaudertasche.com/2017/10/07/freyas-wandermole-die-idee/
    Würde mich sehr freuen, wenn Du Lust auf die Aktion hast, darfst es auch gerne weitersagen 😉
    Wünsche Dir einen schönen Tag
    Liebe Grüße
    Freya

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