Ein Haustier für Kinder – ja oder nein?

Viele Kinder wünschen sich ein Haustier zum Geburtstag oder zu Weihnachten. Doch welche ist das richtige Tier für mein Kind? Kann mein Kind diese Verantwortung übernehmen? Will ich das als Eltern eigentlich auch?

Wir standen als Eltern jetzt schon häufiger vor dieser Fragen und vieles schien uns einfach nicht möglich. Bis zum Einzug in unser Haus vor 6 Jahren war ein Haustier undenkbar – wenn wir jetzt mal das Aquarium und die darin befindlichen Fische außen vorlassen (Aussage der Kinder: Mit denen kann man ja nichts machen!). Es scheiterte schon am Platzproblem. Fünf Personen in einer kleinen Dachgeschosswohnung und zusätzlich noch eine Katze, ein Hund oder gar Kaninchen waren nicht vorstellbar.

Wünsche der Kinder – welches Tier soll es sein?

Theoretisch hätten wir jetzt Platz dafür, aber welches Tier soll es sein und schaffen wir das als Familie? Die Große wünschte sich schon immer Kaninchen, der Sohn einen Vogel seitdem wir im Tierpark Nordhorn waren und die Kleine einen Hamster. Hund und Katze sind immer ein Wunsch, aber leider nicht mit der Frau im Haus vereinbar. Sorry, da muss ich passen.

Hamster

Die Kinder bekamen die Aufgabe sich zu informieren. Sie haben alle einen Büchereiausweis und es gibt dort tolle erste Einstiegsbücher für ihre Wunschtiere. Dieser Aufforderung kam nur die Kleine nach und hat sich prompt drei Tage später drei Bücher über Hamster ausgeliehen. Und nicht nur das, sie hat sie förmlich studiert und konnte anschließend uns ein Vortrag über die richtige Haltung von Hamstern halten. Und als ich bei meiner Cousine in Lörrach zu Besuch war, kamen wir auch auf das Thema Haustiere. Sie hatte noch ihren alten Hamsterkäfig mit Einrichtung und Außengehege. Einige Wochen später hatten wir dann einen Käfig für den Hamster. Nur eben noch keinen Hamster.

Teddy

Ein Hamster zieht ein

Einen Freitag nachmittag ging es dann zum Händler und die Tochter hat sich einen weiblichen Teddyhamster ausgesucht, den sie prompt Teddy taufte. Teddy durfte in den Käfig, den wir mit Streu und dem mitgeschenkten Einrichtungsgegenständen ausgestattet haben, einziehen. Doch wir waren mit der Wahl nicht ganz glücklich, denn zum einen haben sich die Zeiten geändert und heute wird deutlich tiergerechter eingerichtet und zum anderen war der Käfig für einen Zwerghamster ausgelegt und nicht für einen etwas größeren Teddyhamster. Das mitgeschenkte Laufrad viel zu klein.

Teddy und Tochter

Im Badezimmer stand noch das alte leere Aquarium. Im Carport fanden wir noch ein altes Regalbrett und Kaninchendraht. Zusammen mit dem Aufsatz des „alten“ Käfigs hat der Mann mit der Tochter einen neuen, geräumigeren Käfig gebaut. Und durch die Glasscheiben kann man Teddy nun abends und manchmal auch noch morgens toll beobachten. Die Gitterstäbe des alten Käfigs sorgen für ausreichend Luft und Teddy klettert auch gerne daran. Ein größeres Laufrad wurde besorgt und selbst zum Geburtstag hat sich die Kleine Dinge für den Käfig und eine Transportbox für Teddy gewünscht. Es ist Hamsterliebe.

Viel Verantwortung, aber sie trägt diese gerne

In den vergangenen vier Monaten ist Teddy zu einem neuen Familienmitglied geworden. Der Käfig steht bei der kleinen Tochter im Zimmer. Jeden Abend wird noch immer ans Füttern gedacht und eine Runde kuscheln mit Teddy sitzt immer drin. Wir haben die Entscheidung nicht bereut und die Kleine hat uns auch nicht enttäuscht. Mittlerweile hängt neben dem Käfig eine Liste mit Regeln, damit auch Besucherkinder und der kleinen Tochter klar ist wie sie mit Teddy umgehen müssen. Dort steht zum Beispiel, dass man die Hamsterdame nicht wecken soll und dann direkt rausnehmen. Es dürfen nicht mehr als 3 Kinder im Zimmer sein und die Zimmertür ist immer zu schließen, wenn man den Hamster herausnimmt.

An manchen Tag nimmt die Tochter den Hamster mit nach draußen. Er darf etwas frische Luft schnappen. Das Außengehege wird aufgebaut oder wie am Montag einfach sich die große Schwester geschnappt und auf den Rasen gesetzt. Die Tochter ist wirklich sehr fürsorglich und kümmert sich auch immer um jemanden, der sich Teddy füttert, wenn wir mal übers Wochenende bei der Tante und dem Onkel sind. Nur das mit dem nicht wecken, dass muss sie noch lernen. Der Hamster ist ein super liebes Tier, welches bisher sich fast alles gefallen gelassen hat. Wir versuchen darauf zu achten, dass die Kleine den Hamster nicht überfordert und ermahnen sie auch immer Mal wieder den Hamster in den Käfig zu setzen und ihm eine Pause zu können. Ein Hamster ist ein nachtaktives Tier. Dieses stört das Kind aber nachts nicht. Mit ihren sieben Jahren ist sie eine sehr fürsorgliche „Hamster-Adoptivmama“. Beim Käfig sauber machen hilft der Papa und manchmal auch der Bruder. Alleine soll sie es noch nicht machen.

Teddy mümmelt

Eure Kinder wollen auch ein Haustier haben?
Ihr spielt mit dem Gedanken dem Kind ein Haustier zu schenken?

Wir empfehlen euch zuerst zu prüfen wie interessiert das Kind wirklich an einem Haustier ist. Dazu hat sich die Tochter Bücher aus der Bücherei zum Thema Haustiere und Hamster ausgeliehen.

Abwarten und schauen, ob das Kind öfter von einem bestimmten Haustier spricht. Nachdem die Tochter nach drei Monaten immer noch von einem Hamster als Haustier sprach und mittlerweile schon einen Plan für einen Käfig aufgemalt hatte, war uns bewusst, dass das Interesse groß war. Bei den beiden anderen waren es eher sekundäre Wünsche, die kaum noch zur Sprache kamen.

Welches Tier passt zu uns?
Das könnt nur ihr allein entscheiden. Zu uns passt zum Beispiel kein Hund oder eine Katze, weil ich persönlich da eine gewisse Abneigung gegen verspüre. Ich mag es nicht, wenn ein Tier so mir nichts dir nichts durch mein Haus läuft. Als Teddy eines Nachts mal aus dem Käfig ausgebüxst war, war ich diejenige, die sie hörte. Den Mann weckte, der dann den Hamster zurück brachte. Die Nacht war für mich ziemlich gelaufen.

Haben wir genug Platz?
Jedes Tier hat besondere Ansprüche an den Platz. Artgerechte Haltung ist total wichtig, deshalb messt vorher nach, ob ein Käfig auch wirklich auf den Schrank zum Beispiel passt.

Sind wir als Eltern bereit das Kind zu unterstützen?
Die meisten Kinder verlieren mit der Zeit das Interesse. Oder das Kind ist auf Klassenfahrt oder Ferienfreizeit, dann muss sich jemand alternativ um das Haustier kümmern. Im Zweifelsfall sind das meist Mama oder/und Papa. Seid ihr bereit als Eltern das zu leisten und könnt es auch?

Können wir uns das Tier auch leisten?
Ein Haustier kostet Geld. Zum einen in der Anschaffung, zum anderen für die Ausstattung und zum weiteren bei Futter und Verbrauchsmaterialien, eventuell noch Tierarztkosten; bei Hunden sogar noch die Hundesteuer und eine Versicherung. Im Vorfeld deshalb unbedingt die monatlichen/wöchentlichen Kosten sowie die einmaligen Kosten ermitteln.

Die Entscheidung für oder gegen ein Haustier ist auf jeden Fall eine besondere. 

Mehr von Teddy, dem quirligen kleinen Teddyhamster, der sich nur ungerne fotografieren lässt, könnte ihr auf seinem eigenen Instagram-Kanal sehen: sockenbergenshamster

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