Herbstblick

Für mich ist der Herbst die schönste Jahreszeit. Es herrscht eine so tolle Stimmung, egal ob es regnet und stürmt oder die Sonne scheint. Bei Regen verziehe ich mich gerne ins Haus. Backe und koche, bastle und lese. Ein Tag ohne schlechtes Gewissen auf dem Sofa verbringen und die Seele baumeln lassen. Scheint hingegen die Sonne geht es nach draußen. Die Herbstsonne zaubert gerade in den frühen Morgenstunden oder den Nachmittagsstunden so ein tolles Licht und lässt die Welt ganz siecht und warm erscheinen. Alles ist irgendwie friedlicher und schmeichelt ebenso die Seele.

Herbstblätter

Ich brauche den Herbst, um abschalten zu können. Zur Ruhe kommen und das Jahr langsam ausklingen lassen. Die Sonnentagen spenden Kraft und Energie. Viel Zeit verbringen wir dann meist noch im Garten, um diesen winterfest zu machen. Dabei fällt mir immer wieder diese Anmut auf. Das leuchten der Blätter, die nochmal signalisieren möchten: Hey, ich bin noch da und komme wieder. Vergiss mich nicht in den grauen und dunklen Tagen des Winters. Gleichzeitig erinnert es an lustige, entspannte und fröhliche Sommertage, die wir im Garten so genossen haben.

herbstlicher Teich

Langsam wird es Zeit die Gartensachen winterfest zu machen. Die Blätter fallen von den Bäumen. Es gilt abzuschalten. Beinahe täglich fische ich nun Blätter aus dem Teich, damit dieser nicht völlig zur Laubgrube wird. Es hat etwas sinnliches. Vielleicht möchte uns der Herbst sagen: Hey, vergiss nicht alles mal wieder zu sortieren. Schaue zurück auf den vergangenen Frühling und Sommer. Was hast du erlebt? Welche Entscheidungen wurden getroffen? Welche Erinnerungen willst du bewahren. Halte sie fest, denn alles ist vergänglich. Genau wie die Blätter, die nun fallen. Sie sind vergänglich.

Kastanie im Herbst

Aber nichts ist vergebens. Denn die fallenden Blätter werden zu Kompost und zu toller Erde, wenn man die Natur nur machen lässt. Später sind sie der Nährboden für neues Leben. Jedes Leben hat einen Anfang und ein Ende. Bei uns Menschen sind diese gekennzeichnet durch die Geburt und den Tod. Es ist wohl nicht ganz zufällig, das in den Herbst die Feiertage des Totengedenkens fallen. Gerade am Ende des Herbstes merkt man eine unweigerliche Schwere. Die Tage werden dunkler, grauer, meist nasser und kälter. Wir ziehen uns zurück. Meine Gedanken sind in diesen Wochen häufig bei geliebten Verstorbenen. Wir schmücken ihre Gräber und denken an sie.

Hagebutte

Doch am Anfang des Herbstes heißt es vorher noch die Früchte des Sommers einsammeln. Es ist Erntezeit! Wir müssen für uns sorgen, damit wir den Winter überstehen. Ok, so dramatisch ist es heute nicht mehr. Der Supermarkt hat alles für uns auch im Winter bereit, aber vor gar nicht allzu langer Zeit war das noch anders. Da wurden im Herbst die Früchte der harten Feld- und Gartenarbeit geerntet. Es wurde eingemacht, eingekocht, eingelegt und im Keller gelagert. Auch heute sollten wir noch daran denken und die Lebensmittel nicht verschwenden. Vergesst nicht die Mühen, die sie uns machen, wenn wir sie einsähen, hegen und pflegen, ernten und konservieren. Ich empfehle jedem Mal selbst dieses mit den eigenen Händen zu tun. Dann kommt wieder diese Erfurcht und Dankbarkeit, die wir im Herbst durch die Natur spüren können. Dann wenn sie uns mit ihren schönsten Farben dankt für unsere Aufmerksamkeit ihr gegenüber.

Tagetes

Und wer im nächsten Jahr sich wieder dieser Pracht erfreuen möchte, der sollte jetzt die Früchte der Natur sammeln. Viele Pflanzen, egal ob Blume oder Baum, Nutz- oder Zierpflanze sorgt mit ihren Samen für ihre Arterhaltung. Im Herbst, aber auch im Laufe des Sommers, sammle ich bereits Samen für das nächste Jahr. Es ist so viel nachhaltiger und auch deutlich günstiger. Klar kann ich viele Samen im nächsten Jahr im Gartenfachmarkt kaufen, aber warum Geld ausgeben, wenn uns Mutter Natur alles bereitstellt? Wir müssen nur zugreifen.

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Urlaub im Münsterland

Urlaub im Münsterland oder einfach nur Urlaub zu Hause. Unseren Jahresurlaub haben wir in diesem Jahr nicht weit weg verbracht, sondern bei uns zuhause im schönen Münsterland. Die Vorteile liegen auf der Hand.

Sehr kurze Anreisewege.
Schlafen im eigenen Bett.
Kein Grämen, wenn es nur regnet und man sich doch so auf den Urlaub gefreut hat. Immer alle Spiele parat, die auch bei schlechtem Wetter oder eigener Krankheit den Haussegen gerade hängenlassen.
Allen schmeckt das Essen.

Doch im Vorfeld hatte ich die große Sorge, dass wir nicht zum entspannen kommen und letztlich durch Haushalt und Alltag so sehr gefangen sind und das Urlauben vergessen. Deshalb haben wir uns im Vorfeld zusammen gesetzt zum Familienrat und uns viele tolle Ausflugsziele herausgesucht. Unsere Liste:

  • Biotopwildpark Anholter Schweiz
  • Dörenther Klippen bei Ibbenbüren
  • Shoppingtrip nach Rheine
  • Geester Speicherbecken
  • Freilichtbühne Bad Bentheim

Das sind nur wenige Ausflugsziele. Das Münsterland, die Grafschaft Bentheim und das angrenzende Emsland haben noch viele weitere Ausflugsziele, doch wir wollten nicht in Freizeitstress verfallen. Weitere Ausflugsziele, die wir bereits erkundet haben oder noch erkunden wollen, sind:

  • Haddorfer See
  • Dreiländersee
  • „Wasserfall“ in Lingen
  • Baumberge
  • Münster mit Aasee, Zoo, Naturkundemuseum

Nach und nach wird diese Liste erweitert. Habt ihr noch tolle Ausflugstipps für uns?
Habt ihr schon mal Urlaub Zuhause gemacht und wie war das?

Es gibt für mich auch Nachteile beim Urlaub zuhause:

Kein Tapetenwechsel. Zumindest nicht für mich, da ich ja (fast) immer zuhause arbeite und nicht außer Haus wie der Mann.
Der Haushalt und der Alltag bleiben irgendwie immer präsent.
Ich bin geleitet doch schnell das ein oder andere am PC für die Arbeit und fürs Studium zu erledigen.

Aber Vor- und Nachteile gibt es ja eigentlich immer. Im Nachhinein kann ich sagen, dass wir uns durch geschicktes Planen der Ausflüge mit gleichzeitiger Abwechslung zu einfach mal nur „chillen“ und ein Buch lesen und dem Abschließen des Projektes „Carport aufräumen und Stauraum schaffen“ doch recht gut entspannen konnten in unserem Urlaub Zuhause im Münsterland.
Wir waren in Bergen klettern, Inliner fahren ums Speicherbecken, Schwimmen im Freibad und eine Radtour haben wir auch gemacht. Sogar das obligatorische Shoppen im Urlaub konnten wir den Kindern realisieren und der Mann hat sich eine neue Brille ausgesucht. Es war in diesem Sommer perfekt für uns, im nächsten würde ich dann aber doch endlich mal wieder etwas anderes sehen. Bis dahin erkunden wir einfach weiter unsere Heimat und genießen es hier im schönen Münsterland, dem Emsland und der Grafschaft Bentheim.

 

Ein Haustier für Kinder – ja oder nein?

Viele Kinder wünschen sich ein Haustier zum Geburtstag oder zu Weihnachten. Doch welche ist das richtige Tier für mein Kind? Kann mein Kind diese Verantwortung übernehmen? Will ich das als Eltern eigentlich auch?

Wir standen als Eltern jetzt schon häufiger vor dieser Fragen und vieles schien uns einfach nicht möglich. Bis zum Einzug in unser Haus vor 6 Jahren war ein Haustier undenkbar – wenn wir jetzt mal das Aquarium und die darin befindlichen Fische außen vorlassen (Aussage der Kinder: Mit denen kann man ja nichts machen!). Es scheiterte schon am Platzproblem. Fünf Personen in einer kleinen Dachgeschosswohnung und zusätzlich noch eine Katze, ein Hund oder gar Kaninchen waren nicht vorstellbar.

Wünsche der Kinder – welches Tier soll es sein?

Theoretisch hätten wir jetzt Platz dafür, aber welches Tier soll es sein und schaffen wir das als Familie? Die Große wünschte sich schon immer Kaninchen, der Sohn einen Vogel seitdem wir im Tierpark Nordhorn waren und die Kleine einen Hamster. Hund und Katze sind immer ein Wunsch, aber leider nicht mit der Frau im Haus vereinbar. Sorry, da muss ich passen.

Hamster

Die Kinder bekamen die Aufgabe sich zu informieren. Sie haben alle einen Büchereiausweis und es gibt dort tolle erste Einstiegsbücher für ihre Wunschtiere. Dieser Aufforderung kam nur die Kleine nach und hat sich prompt drei Tage später drei Bücher über Hamster ausgeliehen. Und nicht nur das, sie hat sie förmlich studiert und konnte anschließend uns ein Vortrag über die richtige Haltung von Hamstern halten. Und als ich bei meiner Cousine in Lörrach zu Besuch war, kamen wir auch auf das Thema Haustiere. Sie hatte noch ihren alten Hamsterkäfig mit Einrichtung und Außengehege. Einige Wochen später hatten wir dann einen Käfig für den Hamster. Nur eben noch keinen Hamster.

Teddy

Ein Hamster zieht ein

Einen Freitag nachmittag ging es dann zum Händler und die Tochter hat sich einen weiblichen Teddyhamster ausgesucht, den sie prompt Teddy taufte. Teddy durfte in den Käfig, den wir mit Streu und dem mitgeschenkten Einrichtungsgegenständen ausgestattet haben, einziehen. Doch wir waren mit der Wahl nicht ganz glücklich, denn zum einen haben sich die Zeiten geändert und heute wird deutlich tiergerechter eingerichtet und zum anderen war der Käfig für einen Zwerghamster ausgelegt und nicht für einen etwas größeren Teddyhamster. Das mitgeschenkte Laufrad viel zu klein.

Teddy und Tochter

Im Badezimmer stand noch das alte leere Aquarium. Im Carport fanden wir noch ein altes Regalbrett und Kaninchendraht. Zusammen mit dem Aufsatz des „alten“ Käfigs hat der Mann mit der Tochter einen neuen, geräumigeren Käfig gebaut. Und durch die Glasscheiben kann man Teddy nun abends und manchmal auch noch morgens toll beobachten. Die Gitterstäbe des alten Käfigs sorgen für ausreichend Luft und Teddy klettert auch gerne daran. Ein größeres Laufrad wurde besorgt und selbst zum Geburtstag hat sich die Kleine Dinge für den Käfig und eine Transportbox für Teddy gewünscht. Es ist Hamsterliebe.

Viel Verantwortung, aber sie trägt diese gerne

In den vergangenen vier Monaten ist Teddy zu einem neuen Familienmitglied geworden. Der Käfig steht bei der kleinen Tochter im Zimmer. Jeden Abend wird noch immer ans Füttern gedacht und eine Runde kuscheln mit Teddy sitzt immer drin. Wir haben die Entscheidung nicht bereut und die Kleine hat uns auch nicht enttäuscht. Mittlerweile hängt neben dem Käfig eine Liste mit Regeln, damit auch Besucherkinder und der kleinen Tochter klar ist wie sie mit Teddy umgehen müssen. Dort steht zum Beispiel, dass man die Hamsterdame nicht wecken soll und dann direkt rausnehmen. Es dürfen nicht mehr als 3 Kinder im Zimmer sein und die Zimmertür ist immer zu schließen, wenn man den Hamster herausnimmt.

An manchen Tag nimmt die Tochter den Hamster mit nach draußen. Er darf etwas frische Luft schnappen. Das Außengehege wird aufgebaut oder wie am Montag einfach sich die große Schwester geschnappt und auf den Rasen gesetzt. Die Tochter ist wirklich sehr fürsorglich und kümmert sich auch immer um jemanden, der sich Teddy füttert, wenn wir mal übers Wochenende bei der Tante und dem Onkel sind. Nur das mit dem nicht wecken, dass muss sie noch lernen. Der Hamster ist ein super liebes Tier, welches bisher sich fast alles gefallen gelassen hat. Wir versuchen darauf zu achten, dass die Kleine den Hamster nicht überfordert und ermahnen sie auch immer Mal wieder den Hamster in den Käfig zu setzen und ihm eine Pause zu können. Ein Hamster ist ein nachtaktives Tier. Dieses stört das Kind aber nachts nicht. Mit ihren sieben Jahren ist sie eine sehr fürsorgliche „Hamster-Adoptivmama“. Beim Käfig sauber machen hilft der Papa und manchmal auch der Bruder. Alleine soll sie es noch nicht machen.

Teddy mümmelt

Eure Kinder wollen auch ein Haustier haben?
Ihr spielt mit dem Gedanken dem Kind ein Haustier zu schenken?

Wir empfehlen euch zuerst zu prüfen wie interessiert das Kind wirklich an einem Haustier ist. Dazu hat sich die Tochter Bücher aus der Bücherei zum Thema Haustiere und Hamster ausgeliehen.

Abwarten und schauen, ob das Kind öfter von einem bestimmten Haustier spricht. Nachdem die Tochter nach drei Monaten immer noch von einem Hamster als Haustier sprach und mittlerweile schon einen Plan für einen Käfig aufgemalt hatte, war uns bewusst, dass das Interesse groß war. Bei den beiden anderen waren es eher sekundäre Wünsche, die kaum noch zur Sprache kamen.

Welches Tier passt zu uns?
Das könnt nur ihr allein entscheiden. Zu uns passt zum Beispiel kein Hund oder eine Katze, weil ich persönlich da eine gewisse Abneigung gegen verspüre. Ich mag es nicht, wenn ein Tier so mir nichts dir nichts durch mein Haus läuft. Als Teddy eines Nachts mal aus dem Käfig ausgebüxst war, war ich diejenige, die sie hörte. Den Mann weckte, der dann den Hamster zurück brachte. Die Nacht war für mich ziemlich gelaufen.

Haben wir genug Platz?
Jedes Tier hat besondere Ansprüche an den Platz. Artgerechte Haltung ist total wichtig, deshalb messt vorher nach, ob ein Käfig auch wirklich auf den Schrank zum Beispiel passt.

Sind wir als Eltern bereit das Kind zu unterstützen?
Die meisten Kinder verlieren mit der Zeit das Interesse. Oder das Kind ist auf Klassenfahrt oder Ferienfreizeit, dann muss sich jemand alternativ um das Haustier kümmern. Im Zweifelsfall sind das meist Mama oder/und Papa. Seid ihr bereit als Eltern das zu leisten und könnt es auch?

Können wir uns das Tier auch leisten?
Ein Haustier kostet Geld. Zum einen in der Anschaffung, zum anderen für die Ausstattung und zum weiteren bei Futter und Verbrauchsmaterialien, eventuell noch Tierarztkosten; bei Hunden sogar noch die Hundesteuer und eine Versicherung. Im Vorfeld deshalb unbedingt die monatlichen/wöchentlichen Kosten sowie die einmaligen Kosten ermitteln.

Die Entscheidung für oder gegen ein Haustier ist auf jeden Fall eine besondere. 

Mehr von Teddy, dem quirligen kleinen Teddyhamster, der sich nur ungerne fotografieren lässt, könnte ihr auf seinem eigenen Instagram-Kanal sehen: sockenbergenshamster

[Mmi] Kindergeburtstag in der Boulderhalle

Indoorspielplatz, Soccerhalle, Schwimmbad sind beliebte Ziele für Kindergeburtstage, wenn man sie nicht zuhause feiern mag. Bisher haben wir keines dieser Ziele angesteuert und tatsächlich zuhause ein Programm auf die Beine gestellt. Im letzten Jahr mussten wir den Kindergeburtstag des Sohnes leider ausfallen. Er war krank geworden. Dann kamen die langen Sommerferien und es passte irgendwie nicht mehr. Deshalb sollte es in diesem Jahr etwas Besonderes sein. Er wurde nullte zum ersten Mal und wurde 10! Ein Grund zum Feiern!

Boulderhalle Enschede

Ich erinnerte mich, dass Nele mal etwas über das Bouldern erzählt hatte. Das hörte sich verdammt spannend an und wie gemacht für den Sohn. Aber wie das so ist, denkt man müssen wir unbedingt mal ausprobieren, aber macht es dann doch nicht. Bouldern ist vereinfacht gesagt klettern ohne zusätzliche Sicherung in einer Boulderhalle, die mit dicken Matten ausgestattet ist, die einen beim Abgang oder Absturz weich auffangen.

Suche nach einer Boulderhalle

Die Informationen im Netz waren okay. Zuerst suchte ich die Boulderhalle in Münster. Wir telefonierten miteinander. Leider stimmten die Preise auf der Homepage nicht mehr und wir fanden es dann doch recht teuer. Gab es noch eine Alternative? Auch hier konnte Nele weiterhelfen, denn sie war auch schon in Enschede in der Boulderhalle.

Boulderhalle Enschede I

Kontakte herausgesucht, wie gut, dass es das Internet gibt. Wird das mit der Kommunikation klappen? Wir sprechen leider kein Niederländisch, auch wenn wir hier in direkter Nachbarschaft zueinander wohnen. Die Ausgangssituation war perfekt. Kurzer Weg. Wir durften die Verpflegung selbst mitnehmen und es reichte, wenn die Jungs ihre Hallenschuhe mitnahmen.

Die Boulderhalle in Enschede

Einladen geschrieben. Der Kindergeburtstag kann kommen. Die Jungs wussten nichts von unserem Vorhaben. Es sollte eine Überraschung sein und die ist uns gelungen. Nach dem hier die Geschenke ausgepackt wurde, sind wir ins Auto und los nach Enschede. Die Boulderhalle ist gut zu erreichen mit dem Auto. Parkmöglichkeiten gibt es oben auf dem Gebäude.Es hat einen tollen Industriecharme. Die Boulderhalle befindet sich mit vielen anderen Sportareas in einem alten Fabrikgebäude. Neben Bouldern könnt ihr dort einen Fitnessraum besuchen, eine riesige Trampolinanlage und ein Skaterparcours bieten Freizeitmöglichkeiten. Dazu kommt noch ein Badmitonbereich und Tennisbereich. Das Sportlerherz schlägt Purzelbäume. Einziger Nachteil: Durch die hohen Decken und der Abtrennung durch Rigipswände, ist es nicht sehr schallgeschützt und dementsprechend etwas lauter.

Boulderhalle

Sprachprobleme?

Wir wurden sehr freundlich begrüßt. Der junge Mann entschuldigte sich schon vorab für seine rudimentären Deutschkenntnisse und wir verabredeten uns auf Englisch zu kommunizieren. Ich bin ja immer wieder überrascht, dass die Niederländer sich entschuldigen, wenn sie kein Deutsch können. Schließlich bin ich zu Gast in ihrem Land und sollte mich entschuldigen, wenn ich kein niederländisch spreche. Ich zumindest erwarte nicht, dass sie deutsch sprechen. Englisch ist da doch immer eine gute Wahl.

Es geht los!

Ein Tisch war schon für uns vorbereitet. Alle stellten ihre sieben Sachen ab und zogen ihre Hallenschuhe an. So ist auch sichergestellt, dass es nicht zu dreckig wird in der Halle und die Jungs einen guten Halt an den Klettergriffen haben.
Zuerst gab es eine Einweisung. Der junge Mann erklärte es den Jungs mit Leidenschaft und in einer sehr ruhigen angenehmen Art auf Englisch und wir übersetzten es ihnen auf deutsch, auch wenn es meist gar nicht nötig war. Alle hörten gespannt und interessiert zu, was ja nicht immer eine Selbstverständlichkeit ist. Regeln gehören gerade beim Bouldern aber dazu zur Sicherheit aller. Sie sind aber denkbar einfach:

  • Niemals unter einem Kletterer herlaufen.
  • Nicht auf den Matten laufen, sondern immer auf dem Hallenboden davor.
  • Langsam klettern und erst weiter hinauf, wenn man einen guten Halt hat.
  • Und richtig abrollen: Kinn auf die Brust und nach hinten abrollen.

Boulderhalle Loungebereich

Zusammen mit dem Coach durften nun alle das Bouldern zuerst einmal ausprobieren. Immer zwei nebeneinander. Wer es sich beim ersten Mal nicht traute: kein Problem. Alle ist ein Kann und kein Muss. Die meisten hatten es schnell raus und kletterten wild durch die Gegend. Manchmal musste man sie ermahnen daran zu denken nicht unter anderen herumzulaufen und die Matte zu verlassen. Ansonsten war es ein tolles Erlebnis. Irgendwann packte es auch unsere Kleine und den Mann. Sie liehen sich Boulderschuhe aus.

Über sich hinauswachsen

Es war spannend zusehen wie die Jungs teils über sich hinauswuchsen und sicher immer höher trauten oder an eine schwierigere Route. Besonders beeindruckt hat mich ihr Zusammenhalt. Einer der Jungs traute sich am Anfang fast gar nicht. Alle ermunterten ihn immer wieder und nach 2 Stunden war er dann tatsächlich bis oben gekommen (ca. 4m). Alle jubelten im zu. Klasse, dass er sich getraut hat. Stolz wie Bolle und mit einem Lächeln auf dem Gesicht verließ er und wir alle die Boulderhalle.

Bouldern

Ich kann euch nur ermuntern, dass abseits der allgemein bekannten Kindergeburtstagsideen zuschauen und etwas zu wagen. Es war ein Risiko, aber im Nachhinein die beste Idee für unseren Sohn und seine Kumpels. Die Kontaktdaten haben wir schon an viele Eltern weitergegeben und jetzt nach dem Umbau der Boulderhalle in Enschede werden auch wir bald mal wieder hinfahren.

Die Fakten im Überblick

  • Boulderhalle Enschede
  • Parkmöglichkeiten vorhanden
  • Kosten für 2 Stunden für 8 Kinder: 80 €
  • Schuhausleihe: 2,50 €
  • Essen und Trinken kann mitgenommen werden

Kindergeburtstag

Wie feiert ihr Kindergeburtstag?

Lieber zuhause oder doch woanders?
Für uns war es super entspannt in der Boulderhalle und doch würde ich nicht jedes Mal solch ein Event anbieten. Die Kosten war in diesem Fall für uns gerade noch im Rahmen, allerdings auch nur unter dem Aspekt, dass im letzten Jahr kein Kindergeburtstag gefeiert wurde. Doch die Kinder werden älter und wollen nicht mehr Topfschlagen und Co. spielen 😉 . Ich kann das ja gut verstehen. Deshalb her mit euren Tipps! Der nächste Kindergeburtstag steht bald wieder vor der Tür.
Und weil heute Mittwoch ist und ich unbedingt mit euch unser Erlebnis in der Boulderhalle Enschede teilen wollte, verlinke ich es bei Mittwochs mag ich von Frollein Pfau. Schaut mal dort vorbei, es gibt wieder viele tolle Blogartikel.

#WmdedgT 5.10.2017

6:15 Uhr Der Wecker klingelt. Ich höre den Mann im Bad. Der Sohn ist schon wach und fragt, ob er aufstehen darf. Klar! Ab ins Bad, dann anziehen und etwas essen. Schulsachen packen nicht vergessen. Ich bleibe noch liegen.

6:45 Uhr Ups, bin ich wohl doch nochmal eingeschlafen. Der Mann holt Brötchen und hat die Mädels geweckt. Ich bin so arg müde. Mist.

7:00 Uhr Der Mann wird von seinem Vater abgeholt. Die Kleine muss noch kurz „Hallo, Opa.“ sagen und ich schaffe es endlich aus dem warmen, gemütlichen Bett. Immer noch müde. Warum nur kann nicht alles eine Stunde später beginnen? Es ist einfach nicht meine Zeit und ich mag gar nicht an die Uhrumstellung am Ende des Monats denken.

7:10 Uhr Na klar sind die Schulsachen des Sohnes noch nicht gepackt, stattdessen hat er sein Smartphone in der Hand (argh, ich bin enttäuscht. Hatten wir doch gestern Abend noch lange darüber gesprochen. Was soll’s? Shit happens.) Also weiter. Ich packe seine sieben Sachen zusammen, damit das heute noch fertig wird und mache eine Notiz: direkt nach den Hausaufgaben es mit ihm zu erledigen.

7:20 Uhr Endlich unten. Schnell noch die Sachen der kleinen Tochter eingesammelt. Brotdosen bestücken und Getränke einpacken. Den Sohn animieren endlich seine Schuhe anzuziehen und seine Tablette zunehmen.

7:30 Uhr Die Große ist auch unten angekommen. Jacken anziehen, Haare noch kämmen. Alles nochmal checken. Dem Sohn sagen, dass er die Schuhe im Auto zumachen kann. Ihm sein Hemd hinhalten und die Jacke.

7:35 Uhr Alle im Auto?
Es stürmt und regnet, da gibt es Taxi Mama heute. Dafür muss die Kleine auch am Mittag erst noch in die Betreuung. Ab zur Schule.

8:00 Uhr Wieder zuhause. Nachrichten im Auto hören. Dann Frühstück für mich machen, alle Sachen zusammen suchen und ab an den Computer. Ich bin immer noch müde und muss erstmal wach werden. Dafür eignet sich ganz gut eine Runde Blogs lesen und den eigenen etwas aufräumen. Übersichtlichkeit schaffen und Kategorien umbenennen. Findet ihr noch, was ihr suchen würdet? Fehlt euch noch etwas?

9:00 Uhr Noch schnell Facebook checken und die Emails. Dann viele Dinge mal wieder für meine Mama regeln. Noch aber muss ich auf einen Rückruf seitens des Notars warten, um endlich hoffentlich eine erste Lösung zu finden bzw. zu erzielen. Teilerfolg dann hoffentlich. Dann noch Ablage … gibt es etwas schöneres? Mit dem umgestalteten Schrank geht es schnell. Endlich alles griffbereit, nur viel mehr darf es dann auch nicht mehr werden oder ich muss anbauen.

10:30 Uhr Unterlagen für die Freilichtspiele Bad Bentheim sichten und bearbeiten. Werbekommissionsaufgaben neu sortieren und datieren. Ordner anlegen. Dateien und Unterlagen abheften bzw. ablegen.

11:30 Uhr Anruf vom Notar. Das Rad wieder rückwärts drehen bitte. Also wieder von vorn. Ich kann nicht mehr. Meine Nerven liegen blank. Ich könnte heulen. Kann das endlich ein Ende nehmen?
Anruf beim Sozialamt. Ähm ja, nichts genaues weiß man.
Anruf beim Geldinstitut. Keiner da. Also gleich nochmal.

Anruf beim Betreuungsgericht. Keiner da. Warum haben die keine Email-Adresse? Ans Telefon gehen sie nicht und der Briefwechsel dauert immer….

12:00 Uhr bemerken, dass der grüne Zaun der Nachbarn dem Wind nicht standgehalten hat. Da müssen wir wohl heute noch handeln und irgendwie auch eine Lösung finden. (ist ja nichts neues, Lösungen liegen schließlich so auf der Straße *ironieaus*)
Ich gehe dann mal Essen kochen.

12:15 Uhr Telefonat mit dem Bankmensch. Ob das wirklich klappen wird? Meine Hoffnung schwindet. Tränen suchen sich ihren Weg. Wenn es alles nicht so belastend wäre. Aber wen kann man Fragen? Wer könnte monetär unterstützen? Wär würde es tun?

Immerhin ist der Milchreis fast fertig.

12:50 Uhr Kinder abholen. Wie gut, dass ich heute ein Auto habe. Ganz schön stürmisch und gefährlich draußen.

13:45 Uhr Alle satt. Jetzt Hausaufgaben. Das Telefon klingelt. Das Geldinstitut. Die Sache wird immer komplizierter und langwieriger. Meine Hoffnungen schwinden. Meine Kraft auch. Wer hat sich das ausgedacht? Wer macht Erben, Verkaufen, Übernehmen, Altwerden und Pflegebedürftigkeit so unendlich schwer?

14:25 Uhr Am Rande des Zusammenklappens. Durchatmen. Einmal laut schreien. Alles ordentlich notieren. Gesprächsnotizen sind wichtig. Körbchen richten. Weitermachen. Betreuungsgericht informieren bzw versuchen, aber der Rechtspfleger ist mal wieder nicht erreichbar. Immerhin habe ich endlich eine Email-Adresse. Ich schreibe ihm mal, auch wenn er keine Emails mag. Kann ja nicht den ganzen Tag hinterher telefonieren und die Portokosten bezahlt mir auch niemand. Sache mal wenigstens etwas vereinfachen.

14:30 Uhr Hausaufgaben kontrollieren. Hilfestellungen geben. Heute sind die zwei recht selbstständig. Ob sie merken, dass es mir mal wieder die Kraft für Sie fehlt?

Versuch des Umbaus des Bettes der Kleinsten. Eigentlich wollte ich nur die Türen umsetzen, da der Hamsterkäfig zu groß ist und sie die Türen kaum noch aufbekommt. Doch das ist ein größeres Projekt. Wir warten dann doch auf den Mann des Hauses. Beim Aufstehen dann noch ordentlich den Kopf stoßen. Aua!

15:30 Uhr Die Große von der Schule abholen. Mama Taxi hat halt auch Nachteile. Aber so bleibt mir etwas Zeit für mich zum Durchatmen. Also kurz. Und ein ganz tolles Gespräch mit der Teenie-Tochter geführt. Gemeinsam Pläne für den Blog geschmiedet. Leben kann also doch noch schön sein.

Zuhause quatschen wir noch etwas weiter. Über die Mathearbeit. Über das kommende Wochenende. Über die Schule und die nächsten Aktivitäten.

Jetzt etwas Qualitytime mit dem kleinen Tochter. Irgendwann schnappe ich mir die Kamera und versuche den Herbst und seine Zeichen im Garten einzufangen. Den Fokus auf die kleinen Dinge richten tut gut.

17:15 Uhr Der Mann kommt nach Hause. Wir treffen uns im Garten. Sehen uns den Sturmschäden an. Ich erzähle ihm die neuesten Entwicklungen. Und dann bauen wir die Türen am Schrank des Kindes um und nehmen dabei das halbe Bett auseinander.

18:30 Uhr Der Mann holt schnell Brötchen, während ich die letzten Schrauben festziehe.

19:00 Uhr Abendessen und Abendprogramm. Abschalten. Zwischendurch Gespräche mit den Geschwistern via WhatsApp führen und nach Lösungen suche . Ergebnislos.

19:50 Uhr Die Große Kommt wieder von der DRK Ortsjugendgruppe. Sie erzählt. Ich höre zu. Der Mann bringt die beiden anderen ins Bett. Ich Räume den Tisch noch ab.

Der Tag wird vermutlich auf dem Sofa enden. Mein Akku ist leer. Die To-Do-Liste lang leider. Einiges müsste eigentlich noch heute erledigt werden, aber die Konzentration ist weg. Während des Fußballspiels werde ich mich noch auf den Frühstückstermin morgen früh vorbereiten. Das wird ein langes arbeitsreiches Wochenende.

 

Mehr Tagebucheinträge findet ihr bei Frau Brüllen.

 

 

Vereinbarkeit mit dem Leben

Vereinbarkeit von was eigentlich? Familie und Arbeit? Familie und Studium? Arbeit und Studium? Familie und dem Älterwerden der eigenen Eltern?
Alle reden über Vereinbarkeit, aber was genau bedeutet das eigentlich? Zuallerst geht ist für mich/uns um die Vereinbarkeit von unserem Familienalltag mit dem Leben. Das Leben ist kompliziert und bietet immer wieder neue Herausforderungen, Stolpersteine und ungeahnte Windungen. Das ist nicht einfach, aber wir sehen das als Herausforderung an uns selbst. Vorrangig geht es um die Vereinbarkeit von Familie und Arbeit.

Vereinbarkeit von Familienleben und Arbeit

Als ich vor 13 Jahren zum ersten Mal Mama wurde, war ziemlich schnell für uns klar,  Weiterlesen „Vereinbarkeit mit dem Leben“

[12von12] Tage, die keiner braucht

Gestern war wieder der 12. eines Monats. Frau DraussennurKaennchen ruft zur Dokumentation des Tages mit 12 Bildern auf. Gerne.

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Start in den Tag mit Augentropfen und Augensalbe. Das braucht doch keiner. Mittlerweile sind es 5 Herpesbläschen rund ums linke Auge am Lid. Gestern morgen war ich beim Hausarzt, der mich direkt ohne Umweg und mit dem Hinweis „Bloß nicht abwimmeln lassen. Sie müssen heute einen Termin bekommen!“ zum Augenarzt geschickt hatte. Jetzt heißt es behandeln und hoffen, dass es sich nicht ins Auge verlagert.  Weiterlesen „[12von12] Tage, die keiner braucht“