Mein Kind ist anders – die Elternperspektive

Über die sonstige Aufmerksamkeitsstörung, ähnlich ADS/ADHS, unseres Kindes habe ich bereits berichtet. Aber wie ist das eigentlich als Elternteil? Denn nicht nur für das Kind ist eine Andersartigkeit, wie auch immer sie ist, eine Belastung, sondern es kann auch schnell zur Belastung der Eltern und gar der kompletten Familie führen.

Bei Beeinträchtigungen und Störungen wie ADS, ADHS, Autismus, Asperger Syndrom, Hochsensibilität und einige andere ist die Beeinträchtigung nicht von Geburt an klar und deutlich erkennbar. Zudem gibt es zahlreiche Unterformen, Überschneidungen und Spektren besagter Krankheiten. Ja, es sind Krankheiten, ähnlich einer Sehschwäche, nur das sie andere Auswirkungen haben und meist nicht durch das Tragen einer Brille bzw. das Einnehmen eines Medikamentes verbessert oder geheilt werden können.

Mein Kind verhält sich anders

Irgendwann merkt man als Eltern das etwas mit dem eigenen Kind anders ist. Es verhält sich vielleicht ‚komisch‘. Es ist anders wie gleichaltrige Kinder. Bei uns war es zum Beispiel so, dass unser Kind immer sehr langsam in seinen Ausführungen war. Wir hatten ein Gefühl, das uns sagte: das Kind ist anders, ohne das wir es spezifizieren konnten. Wir planten mehr Zeit ein und übten uns in Geduld. Irgendwann sind wir dann doch mit dem Kind zum Arzt. Die ganze Geschichte könnt ihr hier nachlesen.

Motivationstag 1

Was tun, wenn ich einen Verdacht habe

Was ist zu tun, wenn man als Elternteil bemerkt, das das eigene Kind sich anders verhält als die gleichaltrigen Spielkameraden? Der erste Weg sollte zum Kinderarzt führen.  Im Idealfall kennt dieser euer Kind schon von Geburt an und nimmt sich Zeit für einen Gesprächstermin.

Und dann wird es meist schwierig und langwierig. Kind und Eltern brauchen einen langen Atem und gutes Durchhaltevermögen. Nicht jegliche Andersartigkeit, Langsamkeit oder Hibbeligkeit hat eine krankhafte Ursache. Ihr könnt im Vorfeld schon einmal selbst euch und euren Alltag reflektieren:

  • Wie ist unser Tagesverlauf strukturiert?
  • Haben wir klare Regeln im Alltag?
  • Zeigte mein Kind schon immer diese Auffälligkeit oder gab es einen bestimmten Zeitpunkt für die Veränderung?
  • Gibt es bestimmte Situationen, in denen mein Kind anders reagiert?
  • Woran mache ich die Andersartigkeit fest? Könnte es vielleicht auch einfach ein Charakterzug sein? Eine Phase des Älterwerdens?
  • Gibt es ähnliche Verhaltensweisen bei nahen Verwandten?

Die Fachärzte wie Kinder- und Jugendpsychologen und -psychiater und auch die sozialpsychologischen Zentren (SPZ) sind leider sehr überlaufen und man muss sich auf längere Wartezeiten einstellen. Toll ist es, wenn sich dann beim Ersttermin der Arzt Zeit nimmt und viele Fragen stellt, aber auch den Eltern und besonders dem Kind Raum gibt selbst zu erzählen. Ich fande es damals sehr gut, dass der zuständige Psychologe schon beim ersten Termin sagte: „Ich werde sie heute nicht mit einer Dignose nach Hause schicken, sondern wir werden in umfangreichen Diagnostikterminen erst einmal ihr Kind kennenlernen.“

Diagnostik ist wichtig, eine Diagnose nicht immer eindeutig

Natürlich will man als Eltern wissen was mit seinem Kind ist, aber nur eine langsame und gründliche Diagnostik führt in dem großen Feld der psychischen Störungen zu einem (Teil-)Ergebnis. Und wenn ihr Pech habt wie wir, dann bekommt man eben keine eindeutige Diagnose, weil es eben nicht eindeutig ist. Die Problematik besteht dann allerdings darin, dass den Schulen und anderen Institutionen begreiflich zu machen und diese etwas uneindeutige Diagnose dennoch anzuerkennen.

Nach der Diagnose geht der Marathon erst recht los. Die Diagnose alleine macht das Kind nämlich nicht zu einem anderen Kind. Unser ruhiges, verträumtes Kind wird nicht durch ein Medikament oder durch eine Therapie nun zu einem aufbrausenden, lebhaften Rabauken und andersherum eben auch nicht. Die Diagnose erleichtert das Therapieverfahren.

Was fehlt ist Unterstützung ohne langes Betteln

Was mir persönlich wirklich fehlt ist Unterstützung im Alltag.  Momentan sehen wir den zuständigen Psychologen alle 6 Monate zu einem kurzen Gespräch. Mehr nicht. Leider müssen wir uns als Eltern engagieren, wenn wir Hilfe oder weitere Therapien für unser Kind möchten. Niemand zeigt einem dort ist eine Selbsthilfegruppe, hier können sie eine Kur beantragen, dort können sie Hilfe im Alltag beantragen oder die einfache Frage nach einer Unterstützung im Alltag durch z. B. weitere Ergotherapie oder eine Möglichkeit einer Auszeit für die Familie vom Alltag.

Häufig stoßen wir als Familie im Alltag an unsere Grenzen. Ein Kind mit einer psychischen Störung in der Familie zu haben und zu betreuen, ist eine Belastung für die komplette Familie. Es betrifft eben nicht nur das Kind selbst, sondern auch uns Eltern und auch die Geschwisterkinder. Für mich bleibt wenig Zeit im Alltag selbst. Unser Kind braucht eine Betreuung bei seinen Hausaufgaben, die durch sein verlangsamtes Arbeitstempo länger als gewöhnlich dauern. Ein strukturierter Tagesablauf mit festen Regeln ist unabdingbar. Leider aber gar nicht so einfach umsetzbar, denn mit drei Kindern ist ja doch immer etwas anderes Unvorhersehbares. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen, die viel Kraft erfordern. Natürlich sind Auseinandersetzungen mit Kindern normal und doch ist das hier so manches Male eine ganz andere Dimension. Ich denke da auch an andere Störungen und Situationen, die für alle Beteiligten schnell zur Überforderung führen. Konsequenzen soll das Fehlverhalten haben, aber wie diese umsetzen und immer wieder die Frage: Hat das Kind in diesem Moment bewusst gehandelt oder sich von inneren Impulsen steuern lassen?

Schmetterling entdeckt

Unterstützung und Verständns, zwei Wünsche meinerseits

Dann sitzt man da und weiß nicht weiter. Was ist zu tun? Wie kommen wir aus der Situation heraus? Wer kann uns helfen? Fragen, die ich so nicht beantworten kann, denn es geht ja nicht nur uns so, sondern vielen mit Kindern mit Besonderheit und es ist sehr individuell. Doch ist es eben nicht so offensichtlich für andere zusehen, dass Hilfe benötigt wird. Ein gebrochenes Bein ist da viel sichtbarer und auch zeitlich begrenzter. Als betroffenes Elternteil wünsche ich mir Unterstützung und Verständnis für mich als Mutter/Vater, aber auch für mein besonderes Kind und seine Geschwister. Ganzheitliche Therapieansätze seitens des Gesundheitssystem sowie klar erkennbare Unterstützungs- und Hilfemöglichkeiten für uns als Familie. Seitens der Gesellschaft wünsche ich mir Verständnis, Zeit und mal ein hast du Lust auf einen Kaffee, denn sich mal den Frust von der Seele reden tut häufig schon ganz gut.

Gebt als Eltern besonderer Kinder nicht auf. Holt euch Hilfe, wenn ihr sie benötigt. Bleibt hartnäckig bei Ärzten und Therapeuten und fragt gezielt nach, denn ansonsten bekommt man nicht immer die Informationen, die so hilfreich wären.

Als Tante, Onkel, Oma, Opa, Freund oder Freundin bietet eure Hilfe an. Unternehmt vielleicht mal etwas mit dem besonderen Kind, damit die Eltern exklusive Zeit für das/die Geschwisterkind/er haben oder einfach nur durchatmen können. Ladet zum Kaffee ein oder zum gemeinsamen Spaziergang und habt ein offenes Ohr. Seid verständnisvoll und nicht allzu kritisch mit den Eltern, denn das sind auch nur Menschen, die vielfach sich am Rande ihres Leistungsvermögens befinden.

 

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Ein Haustier für Kinder – ja oder nein?

Viele Kinder wünschen sich ein Haustier zum Geburtstag oder zu Weihnachten. Doch welche ist das richtige Tier für mein Kind? Kann mein Kind diese Verantwortung übernehmen? Will ich das als Eltern eigentlich auch?

Wir standen als Eltern jetzt schon häufiger vor dieser Fragen und vieles schien uns einfach nicht möglich. Bis zum Einzug in unser Haus vor 6 Jahren war ein Haustier undenkbar – wenn wir jetzt mal das Aquarium und die darin befindlichen Fische außen vorlassen (Aussage der Kinder: Mit denen kann man ja nichts machen!). Es scheiterte schon am Platzproblem. Fünf Personen in einer kleinen Dachgeschosswohnung und zusätzlich noch eine Katze, ein Hund oder gar Kaninchen waren nicht vorstellbar.

Wünsche der Kinder – welches Tier soll es sein?

Theoretisch hätten wir jetzt Platz dafür, aber welches Tier soll es sein und schaffen wir das als Familie? Die Große wünschte sich schon immer Kaninchen, der Sohn einen Vogel seitdem wir im Tierpark Nordhorn waren und die Kleine einen Hamster. Hund und Katze sind immer ein Wunsch, aber leider nicht mit der Frau im Haus vereinbar. Sorry, da muss ich passen.

Hamster

Die Kinder bekamen die Aufgabe sich zu informieren. Sie haben alle einen Büchereiausweis und es gibt dort tolle erste Einstiegsbücher für ihre Wunschtiere. Dieser Aufforderung kam nur die Kleine nach und hat sich prompt drei Tage später drei Bücher über Hamster ausgeliehen. Und nicht nur das, sie hat sie förmlich studiert und konnte anschließend uns ein Vortrag über die richtige Haltung von Hamstern halten. Und als ich bei meiner Cousine in Lörrach zu Besuch war, kamen wir auch auf das Thema Haustiere. Sie hatte noch ihren alten Hamsterkäfig mit Einrichtung und Außengehege. Einige Wochen später hatten wir dann einen Käfig für den Hamster. Nur eben noch keinen Hamster.

Teddy

Ein Hamster zieht ein

Einen Freitag nachmittag ging es dann zum Händler und die Tochter hat sich einen weiblichen Teddyhamster ausgesucht, den sie prompt Teddy taufte. Teddy durfte in den Käfig, den wir mit Streu und dem mitgeschenkten Einrichtungsgegenständen ausgestattet haben, einziehen. Doch wir waren mit der Wahl nicht ganz glücklich, denn zum einen haben sich die Zeiten geändert und heute wird deutlich tiergerechter eingerichtet und zum anderen war der Käfig für einen Zwerghamster ausgelegt und nicht für einen etwas größeren Teddyhamster. Das mitgeschenkte Laufrad viel zu klein.

Teddy und Tochter

Im Badezimmer stand noch das alte leere Aquarium. Im Carport fanden wir noch ein altes Regalbrett und Kaninchendraht. Zusammen mit dem Aufsatz des „alten“ Käfigs hat der Mann mit der Tochter einen neuen, geräumigeren Käfig gebaut. Und durch die Glasscheiben kann man Teddy nun abends und manchmal auch noch morgens toll beobachten. Die Gitterstäbe des alten Käfigs sorgen für ausreichend Luft und Teddy klettert auch gerne daran. Ein größeres Laufrad wurde besorgt und selbst zum Geburtstag hat sich die Kleine Dinge für den Käfig und eine Transportbox für Teddy gewünscht. Es ist Hamsterliebe.

Viel Verantwortung, aber sie trägt diese gerne

In den vergangenen vier Monaten ist Teddy zu einem neuen Familienmitglied geworden. Der Käfig steht bei der kleinen Tochter im Zimmer. Jeden Abend wird noch immer ans Füttern gedacht und eine Runde kuscheln mit Teddy sitzt immer drin. Wir haben die Entscheidung nicht bereut und die Kleine hat uns auch nicht enttäuscht. Mittlerweile hängt neben dem Käfig eine Liste mit Regeln, damit auch Besucherkinder und der kleinen Tochter klar ist wie sie mit Teddy umgehen müssen. Dort steht zum Beispiel, dass man die Hamsterdame nicht wecken soll und dann direkt rausnehmen. Es dürfen nicht mehr als 3 Kinder im Zimmer sein und die Zimmertür ist immer zu schließen, wenn man den Hamster herausnimmt.

An manchen Tag nimmt die Tochter den Hamster mit nach draußen. Er darf etwas frische Luft schnappen. Das Außengehege wird aufgebaut oder wie am Montag einfach sich die große Schwester geschnappt und auf den Rasen gesetzt. Die Tochter ist wirklich sehr fürsorglich und kümmert sich auch immer um jemanden, der sich Teddy füttert, wenn wir mal übers Wochenende bei der Tante und dem Onkel sind. Nur das mit dem nicht wecken, dass muss sie noch lernen. Der Hamster ist ein super liebes Tier, welches bisher sich fast alles gefallen gelassen hat. Wir versuchen darauf zu achten, dass die Kleine den Hamster nicht überfordert und ermahnen sie auch immer Mal wieder den Hamster in den Käfig zu setzen und ihm eine Pause zu können. Ein Hamster ist ein nachtaktives Tier. Dieses stört das Kind aber nachts nicht. Mit ihren sieben Jahren ist sie eine sehr fürsorgliche „Hamster-Adoptivmama“. Beim Käfig sauber machen hilft der Papa und manchmal auch der Bruder. Alleine soll sie es noch nicht machen.

Teddy mümmelt

Eure Kinder wollen auch ein Haustier haben?
Ihr spielt mit dem Gedanken dem Kind ein Haustier zu schenken?

Wir empfehlen euch zuerst zu prüfen wie interessiert das Kind wirklich an einem Haustier ist. Dazu hat sich die Tochter Bücher aus der Bücherei zum Thema Haustiere und Hamster ausgeliehen.

Abwarten und schauen, ob das Kind öfter von einem bestimmten Haustier spricht. Nachdem die Tochter nach drei Monaten immer noch von einem Hamster als Haustier sprach und mittlerweile schon einen Plan für einen Käfig aufgemalt hatte, war uns bewusst, dass das Interesse groß war. Bei den beiden anderen waren es eher sekundäre Wünsche, die kaum noch zur Sprache kamen.

Welches Tier passt zu uns?
Das könnt nur ihr allein entscheiden. Zu uns passt zum Beispiel kein Hund oder eine Katze, weil ich persönlich da eine gewisse Abneigung gegen verspüre. Ich mag es nicht, wenn ein Tier so mir nichts dir nichts durch mein Haus läuft. Als Teddy eines Nachts mal aus dem Käfig ausgebüxst war, war ich diejenige, die sie hörte. Den Mann weckte, der dann den Hamster zurück brachte. Die Nacht war für mich ziemlich gelaufen.

Haben wir genug Platz?
Jedes Tier hat besondere Ansprüche an den Platz. Artgerechte Haltung ist total wichtig, deshalb messt vorher nach, ob ein Käfig auch wirklich auf den Schrank zum Beispiel passt.

Sind wir als Eltern bereit das Kind zu unterstützen?
Die meisten Kinder verlieren mit der Zeit das Interesse. Oder das Kind ist auf Klassenfahrt oder Ferienfreizeit, dann muss sich jemand alternativ um das Haustier kümmern. Im Zweifelsfall sind das meist Mama oder/und Papa. Seid ihr bereit als Eltern das zu leisten und könnt es auch?

Können wir uns das Tier auch leisten?
Ein Haustier kostet Geld. Zum einen in der Anschaffung, zum anderen für die Ausstattung und zum weiteren bei Futter und Verbrauchsmaterialien, eventuell noch Tierarztkosten; bei Hunden sogar noch die Hundesteuer und eine Versicherung. Im Vorfeld deshalb unbedingt die monatlichen/wöchentlichen Kosten sowie die einmaligen Kosten ermitteln.

Die Entscheidung für oder gegen ein Haustier ist auf jeden Fall eine besondere. 

Mehr von Teddy, dem quirligen kleinen Teddyhamster, der sich nur ungerne fotografieren lässt, könnte ihr auf seinem eigenen Instagram-Kanal sehen: sockenbergenshamster

[Mmi] Kindergeburtstag in der Boulderhalle

Indoorspielplatz, Soccerhalle, Schwimmbad sind beliebte Ziele für Kindergeburtstage, wenn man sie nicht zuhause feiern mag. Bisher haben wir keines dieser Ziele angesteuert und tatsächlich zuhause ein Programm auf die Beine gestellt. Im letzten Jahr mussten wir den Kindergeburtstag des Sohnes leider ausfallen. Er war krank geworden. Dann kamen die langen Sommerferien und es passte irgendwie nicht mehr. Deshalb sollte es in diesem Jahr etwas Besonderes sein. Er wurde nullte zum ersten Mal und wurde 10! Ein Grund zum Feiern!

Boulderhalle Enschede

Ich erinnerte mich, dass Nele mal etwas über das Bouldern erzählt hatte. Das hörte sich verdammt spannend an und wie gemacht für den Sohn. Aber wie das so ist, denkt man müssen wir unbedingt mal ausprobieren, aber macht es dann doch nicht. Bouldern ist vereinfacht gesagt klettern ohne zusätzliche Sicherung in einer Boulderhalle, die mit dicken Matten ausgestattet ist, die einen beim Abgang oder Absturz weich auffangen.

Suche nach einer Boulderhalle

Die Informationen im Netz waren okay. Zuerst suchte ich die Boulderhalle in Münster. Wir telefonierten miteinander. Leider stimmten die Preise auf der Homepage nicht mehr und wir fanden es dann doch recht teuer. Gab es noch eine Alternative? Auch hier konnte Nele weiterhelfen, denn sie war auch schon in Enschede in der Boulderhalle.

Boulderhalle Enschede I

Kontakte herausgesucht, wie gut, dass es das Internet gibt. Wird das mit der Kommunikation klappen? Wir sprechen leider kein Niederländisch, auch wenn wir hier in direkter Nachbarschaft zueinander wohnen. Die Ausgangssituation war perfekt. Kurzer Weg. Wir durften die Verpflegung selbst mitnehmen und es reichte, wenn die Jungs ihre Hallenschuhe mitnahmen.

Die Boulderhalle in Enschede

Einladen geschrieben. Der Kindergeburtstag kann kommen. Die Jungs wussten nichts von unserem Vorhaben. Es sollte eine Überraschung sein und die ist uns gelungen. Nach dem hier die Geschenke ausgepackt wurde, sind wir ins Auto und los nach Enschede. Die Boulderhalle ist gut zu erreichen mit dem Auto. Parkmöglichkeiten gibt es oben auf dem Gebäude.Es hat einen tollen Industriecharme. Die Boulderhalle befindet sich mit vielen anderen Sportareas in einem alten Fabrikgebäude. Neben Bouldern könnt ihr dort einen Fitnessraum besuchen, eine riesige Trampolinanlage und ein Skaterparcours bieten Freizeitmöglichkeiten. Dazu kommt noch ein Badmitonbereich und Tennisbereich. Das Sportlerherz schlägt Purzelbäume. Einziger Nachteil: Durch die hohen Decken und der Abtrennung durch Rigipswände, ist es nicht sehr schallgeschützt und dementsprechend etwas lauter.

Boulderhalle

Sprachprobleme?

Wir wurden sehr freundlich begrüßt. Der junge Mann entschuldigte sich schon vorab für seine rudimentären Deutschkenntnisse und wir verabredeten uns auf Englisch zu kommunizieren. Ich bin ja immer wieder überrascht, dass die Niederländer sich entschuldigen, wenn sie kein Deutsch können. Schließlich bin ich zu Gast in ihrem Land und sollte mich entschuldigen, wenn ich kein niederländisch spreche. Ich zumindest erwarte nicht, dass sie deutsch sprechen. Englisch ist da doch immer eine gute Wahl.

Es geht los!

Ein Tisch war schon für uns vorbereitet. Alle stellten ihre sieben Sachen ab und zogen ihre Hallenschuhe an. So ist auch sichergestellt, dass es nicht zu dreckig wird in der Halle und die Jungs einen guten Halt an den Klettergriffen haben.
Zuerst gab es eine Einweisung. Der junge Mann erklärte es den Jungs mit Leidenschaft und in einer sehr ruhigen angenehmen Art auf Englisch und wir übersetzten es ihnen auf deutsch, auch wenn es meist gar nicht nötig war. Alle hörten gespannt und interessiert zu, was ja nicht immer eine Selbstverständlichkeit ist. Regeln gehören gerade beim Bouldern aber dazu zur Sicherheit aller. Sie sind aber denkbar einfach:

  • Niemals unter einem Kletterer herlaufen.
  • Nicht auf den Matten laufen, sondern immer auf dem Hallenboden davor.
  • Langsam klettern und erst weiter hinauf, wenn man einen guten Halt hat.
  • Und richtig abrollen: Kinn auf die Brust und nach hinten abrollen.

Boulderhalle Loungebereich

Zusammen mit dem Coach durften nun alle das Bouldern zuerst einmal ausprobieren. Immer zwei nebeneinander. Wer es sich beim ersten Mal nicht traute: kein Problem. Alle ist ein Kann und kein Muss. Die meisten hatten es schnell raus und kletterten wild durch die Gegend. Manchmal musste man sie ermahnen daran zu denken nicht unter anderen herumzulaufen und die Matte zu verlassen. Ansonsten war es ein tolles Erlebnis. Irgendwann packte es auch unsere Kleine und den Mann. Sie liehen sich Boulderschuhe aus.

Über sich hinauswachsen

Es war spannend zusehen wie die Jungs teils über sich hinauswuchsen und sicher immer höher trauten oder an eine schwierigere Route. Besonders beeindruckt hat mich ihr Zusammenhalt. Einer der Jungs traute sich am Anfang fast gar nicht. Alle ermunterten ihn immer wieder und nach 2 Stunden war er dann tatsächlich bis oben gekommen (ca. 4m). Alle jubelten im zu. Klasse, dass er sich getraut hat. Stolz wie Bolle und mit einem Lächeln auf dem Gesicht verließ er und wir alle die Boulderhalle.

Bouldern

Ich kann euch nur ermuntern, dass abseits der allgemein bekannten Kindergeburtstagsideen zuschauen und etwas zu wagen. Es war ein Risiko, aber im Nachhinein die beste Idee für unseren Sohn und seine Kumpels. Die Kontaktdaten haben wir schon an viele Eltern weitergegeben und jetzt nach dem Umbau der Boulderhalle in Enschede werden auch wir bald mal wieder hinfahren.

Die Fakten im Überblick

  • Boulderhalle Enschede
  • Parkmöglichkeiten vorhanden
  • Kosten für 2 Stunden für 8 Kinder: 80 €
  • Schuhausleihe: 2,50 €
  • Essen und Trinken kann mitgenommen werden

Kindergeburtstag

Wie feiert ihr Kindergeburtstag?

Lieber zuhause oder doch woanders?
Für uns war es super entspannt in der Boulderhalle und doch würde ich nicht jedes Mal solch ein Event anbieten. Die Kosten war in diesem Fall für uns gerade noch im Rahmen, allerdings auch nur unter dem Aspekt, dass im letzten Jahr kein Kindergeburtstag gefeiert wurde. Doch die Kinder werden älter und wollen nicht mehr Topfschlagen und Co. spielen 😉 . Ich kann das ja gut verstehen. Deshalb her mit euren Tipps! Der nächste Kindergeburtstag steht bald wieder vor der Tür.
Und weil heute Mittwoch ist und ich unbedingt mit euch unser Erlebnis in der Boulderhalle Enschede teilen wollte, verlinke ich es bei Mittwochs mag ich von Frollein Pfau. Schaut mal dort vorbei, es gibt wieder viele tolle Blogartikel.

Schulstart: Smartphone ja oder nein?

Die Schule hat hier in NRW gerade wieder begonnen. In einigen Schultüten befinden sich Smartphone für die Schulstarter. Und als Mutter eines Fünftklässlers frage ich mich auch: Smartphone ja oder nein?

Smartphone in die Schultüte?

Im Grundschulbereich war für uns Eltern klar: kein eigenes Smartphone für die Kinder. Sie dürfen und durften unsere Smartphones begrenzt nutzen und auch das vorhandene Tablet, aber eben kein eigenes Smartphone. Warum nicht? Weiterlesen „Schulstart: Smartphone ja oder nein?“

[ADS] Unser Kind hat eine Aufmerksamkeitsstörung – die Grundschule

Und dann stand die Einschulung vor der Tür. Puh, dass war irgendwie gar nicht so einfach. Wie wird die Grundschule reagieren? Wird es weitere Therapien geben und vor allem auch: was sagt das persönliche/familiäre Umfeld? Das lest ihr im zweiten Teil unser kleinen Serie zur Aufmerksamkeitsstörung unseres Kindes.

Einschulungsuntersuchung und Erstgespräch

Die Einschulungsuntersuchung war die letzte motorische Untersuchung in einer Reihe von diesen. Es kam zum Übungseffekt und die Dame vom Jugendamt konnte keine Auffälligkeiten feststellen. Der Junge ist schulreif wie es so schön heißt.
Dann kam das Erstgespräch mit der Grundschule. Wir sprachen die Problematik des Einnässens und der Langsamkeit an und baten um eine geduldige Lehrkraft.  Weiterlesen „[ADS] Unser Kind hat eine Aufmerksamkeitsstörung – die Grundschule“

Urlaub in Nordfriesland

Herrlich dieses Gefühl mal alles stehen und liegen zu lassen. Einfach die Seele streicheln und Kraft zu tanken. Wo geht das besser als am Meer in Nordfriesland?

Kraft tanken, Seele baumeln lassen und endlich dem Alltag im Rückspiegel erblicken, das haben wir im letzten Sommer getan. Anfang des Jahres 2016 konnten wir keine Urlaubsplanung vornehmen, weil uns vieles zu unsicher erschien. Deshalb mussten wir kurzfristig planen. Irgendwann wuchs uns alles über den Kopf und wir brauchten alle fünf eine Auszeit. Zu viel war passiert, zu viel schwirrte herum, einfach alles zu viel. Kurz entschlossen haben wir das Internet nach einer netten, bezahlbaren Unterkunft durchforstet.  Weiterlesen „Urlaub in Nordfriesland“

WmdedgT Juli 2017

In unregelmäßigen Abständen dokumentiere ich meinen bzw. unseren Familienalltag hier auf dem Blog. Zum einen um es mir selbst klar zu machen, was wir eigentlich so den ganzen Tag machen und zum anderen ist es im nachhinein immer total interessant wie sich der Alltag verändert mit dem Alter der Kinder und den äußeren Umständen sowie veränderten Arbeitsbedingungen und Co. Hilfreich ist die Aktion „Tagebuchbloggen“ von Frau Brüllen, die jeden 5. eines Monates stattfindet unter dem Hashtag #wmdedgt.

Der 5. Juli 2017 fing an wie jeder andere Schultag um 6:15 Uhr klingelt der erste Wecker. Huch wer liegt denn da neben mir? Der Sohn ist am frühen Morgen nochmal in unser Bett gekrochen und schläft noch friedlich. Herrlich, denn sonst ist er oft schon sehr früh wach und macht nur Unsinn wie Nutellagläser leeren oder das Fernsehen an.  Weiterlesen „WmdedgT Juli 2017“