Ein kleines Mädchen und ihr Grill – die Taschengeldfrage

Beim letzten Baumarktbesuch war das kleine Mädchen mit. Eigentlich nichts besonders, denn sie geht gerne mit uns in den Baumarkt. Meist gibt es noch ein Blümchen für ihren Garten, doch dieses Mal wollte sie keine Blume. Viel mehr hatte sie sich anderweitig verliebt.

Grill zusammenbauen

Beim Durchschlendern durch den Baumarkt und der Aussicht auf eine neue Clematis für unsere Sitzecke und Pflanzenstützen für Pfingstrosen und Astern, kamen wir auch an der Abteilung für den Sommer vorbei. Sitzecken, Sonnenschirme, Auflagen und Grills standen dort zum Verkaufen. Da kann der Mann unmöglich weitergehen ohne einen kurzen Blick auf die neuesten Angebote und Entwicklungen zuschauen. Die Kleine war nicht etwa gelangweilt. Nein im Gegenteil hoch interessiert fachsimpelte die 6 Jährige über Holzkohle und Gas. Außerdem hielt betrachtete sie jeden Grill genauestens und dann: „Papa, diesen hier will ich haben. Dann kann ich selber grillen.“  Weiterlesen „Ein kleines Mädchen und ihr Grill – die Taschengeldfrage“

Ein Rucksack, eine Erinnerung und ein Versprechen

Alles hat seine Zeit und im traurigsten Moment kommt da doch ein Sonnenstrahl hervor. Wenig tröstlich im konkreten Augenblick der Trauer, aber mache ruhig die Augen auf und vertraue darauf, dass es gut wird.

Vor einem Jahr ist mein Vater verstorben. Ein einschneidendes Ereignis voll Trauer und Traurigkeit. Alles war ungewohnt. Vieles zu organisieren. Kaum blieb Zeit durchzuatmen. Am Tag der Beerdigung war auch meine Lieblingscousine gekommen. Sie hatte sich extra den weiten Weg von der schweizerischen Grenze bis zu uns ins Münsterland aufgemacht, um uns bei zustehen. Welche eine tolle Geste.  Weiterlesen „Ein Rucksack, eine Erinnerung und ein Versprechen“

Drei Kinder – nicht immer einfach, aber einfach schön

Ein Vater. Eine Mutter. Drei Kinder.
Ein Mann. Eine Frau. Zwei Mädchen. Ein Junge.
Aber auf jeden Fall: eine Familie!

Doch ehrlich: einfach ist das nicht immer. Es sind halt auch 5 ganz unterschiedliche Menschen, mit einigen Gemeinsamkeiten. Gerade jetzt in diesen für uns sehr turbulenten Zeiten, fällt es mir immer wieder auf. Als Eltern sind wir verantwortlich für diese drei wunderbaren Wesen, denen wir dieses Leben geschenkt haben. Dieses eine Leben. Sie fordern uns jeden Tag aufs Neue heraus.

Mit der Großen haben wir schon so oft mitgelitten als sich Selbstzweifel ankündigten, das Selbstbewusstsein kaum noch vorhanden war. Was tun? Das ist so schwer als Mutter oder Vater. Was tun? Wie kann ich meinem Kind helfen wieder zu mehr Selbstbewusstsein zukommen? Es galt sie zu stärken. Ihr zu zeigen, dass sie so viele verborgene Talente hat – auch wenn es keine sportlichen Aktivitäten sind. Wenn stört das? Müssen alle Menschen wie wild Sport machen – nein mein Kind, dass musst du nicht. Du kannst singen, du kannst schauspielern, du kannst so wunderbar nähen und bist unheimlich kreativ. Mache etwas daraus! Mittlerweile spielt sie in ihrer zweiten Saison bei den Freilichtspielen Bad Bentheim, hat ihren ganz eigenen Kleidungsstil gefunden und meistert die Tücken der Pubertät mal mehr und mal weniger gut. Aber das ist eine Herausforderung für uns alle und dieses nicht Fisch nicht Fleisch sein ist eine Zeit des Lernens fürs Kind, aber auch für uns Eltern. Und etwas Sport ist in dein Leben auch getreten: deine entdeckte Liebe zum BvB. Schwarzgelb ist eben nie verkehrt!

Der Herr, der Sonnenschein. Ein so besonderes Kind. So viel musstest auch du schon durchmachen. Eine OP mit gerade mal 8 Wochen. Tapfer wie du bist, hast du es super gemeistert. Du forderst uns jeden Tag aufs Neue heraus. Wir machen uns auf, einen neuen Weg zu gehen. Trotz deiner Besonderheit aka Aufmerksamkeitsschwäche hast du die Grundschule hervorragend gemeistert und bald geht es auf die weiterführende. Boah, was haben wir Eltern hin- und herüberlegt. Welche Schule ist die richtige? Welche Schule wird dich in deinem Weg weiter so gut unterstützen wie es die Grundschule tat? Wir haben in den letzten Wochen zahlreiche Gespräche mit deinen Lehrern, deinen potentiellen zukünftigen Lehrern und den Psychologen, die dich seit Jahren begleiten, geführt. Ob wir am Ende die richtige Entscheidung getroffen haben – ach, dass kann ich dir nicht beantworten. Wir werden es gemeinsam versuchen. Der neue Weg momentan heißt: Medikation (dazu später mal mehr, noch ist es eine zaghafter Versuch).
Aber wir wollen dich gar nicht auf deine Besonderheit reduzieren. Das wäre nicht fair. Nach dem Fußball, spielst du nun total leidenschaftlich Basketball. Jeder Freund ist dir hier willkommen und ein größeres Herz als deines, gibt es wohl nicht. Herausfordernd, kraftzehrend, aber dafür werden wir doppelt und dreifach belohnt. Du bist der Junge mit dem angeborenen Sixpack (wofür dich deine Schwester absolut beneidet) und dem breitesten Grinsen. Herr Sonnenschein.

Und unsere Kleinste. Sie rockt gerade die Schule. Ist allseits beliebt.Fürchtet sich aber vor der kleinen, sehr zutraulichen Katze, die gerade die Nachbarschaft unsicher macht. Unser kleiner, großer Wirbelwind. Momentan forderst auch du uns heraus, weil wir einfach zu wenig Zeit für dich haben. Du läufst so mit und willst doch einfach mehr. Auf deine charmante Art bringst du nicht nur deinen Bruder zur Weißglut, sondern auch gelegentlich deine Eltern. Den größten Dickkopf hast eindeutig du, aber das ist ok. Du bist noch auf der Suche, lernst die Welt gerade erst kennen. Sport? Musik? Freunde? Schule?  – alles neu und unbekannt. Entdeckungstour ist angesagt. Die Bücherliebe teilst du mit deiner großen Schwester, powervoll wie dein Bruder und doch auf deine Art ganz einzigartig. Es kommen auch wieder Zeiten, in denen du im Mittelpunkt stehst. Ganz bestimmt.

Drei Kinder. Jedes einzigartig. Im Laufe der Jahre haben wir als Eltern gelernt, dass es immer wieder Zeiten gibt, in denen eines mehr Aufmerksamkeit und Kraft von uns benötigt. Das muss man als Eltern aber erst einmal akzeptieren können und damit umgehen lernen. Das war ein langer Prozess. Ein Kind fordert mehr an Aufmerksamkeit ein? Dann stellen wir uns die Frage, ob es recht haben könnte oder welche Ursache es sonst haben könnte. Wir versuchen dann wieder ein Gleichgewicht herzustellen. Das heißt nun nicht: wir holen die Stoppuhr heraus. Im Gegenteil, meist ist Entschleunigung und mehr gemeinsame Familienzeit dann wichtig, um allen dreien Aufmerksamkeit schenken zu können ohne sich als Eltern zu zerreißen. Andererseits lernen unsere Kinder so auch, dass wir uns gegenseitig unterstützen müssen. Immer häufiger merkt man dann, dass sie sich gegenseitig unterstützen und helfen, kleine Aufgaben übernehmen und uns als Eltern damit auch ein Stück weit entlasten. Hat die Kleine ihre Hausaufgaben schon fertig, der Sohn braucht aber noch meine Unterstützung, so nimmt die Große ihre kleine Schwester schon mal mit zu sich ins Zimmer und sich suchen gemeinsam nach Beschäftigungsmöglichkeiten, z. B. die Kleine malt ein Bild und die Große macht ihre Hausaufgaben. So sind wir alle etwas entspannter. Oder der Sohn erklärt seiner großen Schwester ihre Matheaufgaben, wenn mir die passenden Worte fehlen (er hatte nämlich verstanden, was ich der Großen versucht habe zu erklären *lach*).

Es ist nicht immer einfach als Eltern sich in seine Rolle einzufinden und sie auszufüllen, aber gemeinsam kann man viel schaffen. Wir haben uns entschlossen die Kinder einzubeziehen. Jeder übernimmt seine Aufgaben, hat aber auch ein Auge darauf, wenn es bei einem gerade mal nicht so läuft und hilft ihm dann. Egal ob Geschwister oder einem Elternteil. Nicht immer und nicht bei allem, aber immer im Rahmen seiner Möglichkeiten und täglich lernen wir gemeinsam dazu.

Weniger Müll, mehr Lebensqualität

Heute möchte ich von Maria erzählen. Sie ist eine sehr symphatische ,junge Frau, die im wunderschönen Münster wohnt. Maria ist mir zuerst auf Instagram begegnet, wo sie von ihrem müllfreien Leben unter @zerowaste_munster berichet. Das hat mich neugierig gemacht und ich wollte gerne die Person dahinter kennenlernen. Nur wie mache ich das am besten? Allen Mut zusammen fassen und nach einem Interview fragen – das wäre mein erstes. Im Oktober war es dann soweit.

Wie alles begann

9:00 Uhr im „natürlich unverpackt“ an der Warendorfer Straße in Münster. Eine junge Frau mit Fahrrad kommt auf mich zu. Das muss sie sein. Kurze Zeit später sitzen wir bei einem Cappuccino beieinander. Maria erzählt wie alles im Juni 2016 anfing. Eine Autorenlesung von Bea Johnson im natürlich unverpackt. Es faszinierte Maria und ihre Neugier war geweckt. Der Umzug aus der WG in die eigene Wohnung war das perfekte Timing, um sich von allem zutrennen, dass sie nicht zum Leben brauchte. Dabei schmiss sie die Dinge nicht in den Müll, sondern verschenkte bzw. spendete sie. Denn vieles was man selbst nicht mehr braucht, kann aber noch jemand anderes brauchen. Auf diese Weise muss nichts Neues produziert werden und es werden keine weiteren Rohstoffe benötigt, Verpackungsmüll und Energiekosten entfallen ebenso. Hört sich klasse an! So verwundert es auch nicht, dass sich in ihrer Wohnung keine neuen Dinge befinden: Alles hat sie entweder schon länger oder auf dem Flohmarkt oder bei ebay gefunden.

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zerowaste & plasticfree

Doch Maria geht noch einen Schritt weiter. Sie will auch möglichst plastikfrei leben. Es ist gar nicht so schwer, denn die Plastikschüssel lässt sich durch eine Glas- oder Edelstahlschüssel ersetzen. Ihre Lebensmittel und Hygieneartikel findet sie im natürlich unverpackt. Für den Einkauf hat sie Gläser gesammelt, in denen sich nun Linsen, Popcornmais, Mehl, Nudeln und mehr transportiert und aufbewahrt. Sie hat eine Gemüsekiste abonniert bei einem örtlichen Bauern, die ihr wöchentlich neues Obst und Gemüse ins Haus bringt. Ganz ohne Plastik und dazu noch in Bioqualität und regional angebaut. Für Maria ist das praktisch, denn auf den Markt geht sie nur selten und so probiert sie sich durch für sie unbekannte Sorten und muss Neues ausprobieren. Wenn mal etwas übrig bleibt, wird es am nächsten Tag verwertet.

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Die Wurmkiste

Und auch für den Bioabfall hat sie eine Alternative zur Biomülltonne gefunden: eine Wurmkiste. Diese steht bei Maria in der Wohnung und ist somit auch für Städter ohne Garten und Kompost eine gute Alternative. Die zerkleinerten Bioabfälle werden darin gelagert und von den Würmern zu allerfeinsten Kompost zersetzt. Etwas Probleme bereiten Maria die Fruchtfliegen, sie ist noch am ausprobieren wie sie diese am besten in den Griff bekommt.

Kleidung

In Punkto Kleidung näht sie entweder selber oder kauft fairtrade ein. Es ist ihr wichtig, dass die Kleidung fair produziert wurde egal ob in Deutschland oder andernorts, so lange wie die Arbeiter von ihrer Arbeit leben können und unter fairen Bedingungen arbeiten und die Kleidung anfertigen.

Vorleben, nicht belehren

Wird deine Lebenseinstellung eigentlich von allen akzeptiert oder bekommst du häufig Gegenwehr aus dem Freundes- und Bekanntenkreis?
Maria will nicht andere belehren und meint auch keinesfalls, dass ihr Weg der beste sei. Sie ist nicht immer direkt in Freundschaften und berichtet von ihrer Lebensweise, aber wer tut das auch? Die Akzeptanz anderer Meinungen ist das A und O. So war sie mit einem alten Freund im Urlaub. Am ersten Tag waren sie gemeinsam im Supermarkt einkaufen. Total selbstverständlich nahm der Freund eine Plastiktüte zum Verstauen und Transport der Einkäufe mit. Maria wollte ihren Freund nicht einnehmen mit ihrer Lebensweise. Die lange Zeit, die sie sich nicht gesehen hatten, hat sie verändert, doch mit der Tür ins Haus fallen? Nein, das ist nicht ihre Art.
Bei den folgenden Einkäufen im Supermarkt, am Obststand und auch für belegte Brote beim Bäcker hatte Maria ihre Stoffbeutel mit und packte die Einkäufe dort hinein. Sie hat ihren Freund keinesfalls auf die Nase gebunden, dass sie Müll und Plastik meidet, viel mehr hat sie es ihm vorgelebt. Ihr Freund hat es gesehen, nachgefragt, nachgedacht und am Ende mitgemacht. So kam es, dass Maria ihrem Freund eine ihrer Stoffbeutel schenkte am Ende des Urlaubs. Es macht mir Mut, dass es geht und auch von anderen akzeptiert wird.

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Gibt es auch Nachteile?
Maria sagt nein oder nur wenige. Man muss selbst etwas planen und organisieren. Der größte Nachteil ist wohl, dass man schnell überall Plastik sieht. Es wird einem viel bewusster, zum Beispiel das Biogemüse im Biosupermarkt, welches alles zusätzlich in Plastik eingepackt ist. Ein weiterer Nachteil ist, dass man gar nicht direkt merkt, was man da macht. Denn nicht anfallender Müll, ist ja auch nicht sichtbar. Mittlerweile hat sie eine Liste, in der sie notiert wann sie Müll und Plastik vermieden hat.

Mein Fazit

Maria ist eine tolle Frau. Müllvermeidung und zerowast-Leben geht, doch ob ich das auch mit Familie hinbekomme? Doch Maria sagt: Nimm den Druck raus. Probiert es aus und fangt klein an. Wichtig ist, dass ihr neugierig bleibt.
Als erstes werden wir wohl eine Liste anfertigen, denn dann wird alles greifbarer für uns und besonders für die Kinder, denen das alles manchmal etwas suspekt vorkommt. Und an Dinge wie Batterievermeidung und Wurmkiste hätte ich wohl ohne Maria und das Interview nie gedacht.

Und mein Tipp an euch:
Regelmäßig findet im natürlich unverpackt in Münster an der Warendorfer Straße Treffen statt, wenn ihr also Interesse habt, dann informiert euch bei Maria oder im natürlich unverpackt direkt.

Eure Chance

Wer es bis hier her geschafft: Respekt!
Mich interessiert wie ihr eure Einkäufe nach Hause transportiert? Habt ihr immer einen Stoffbeutel dabei oder einen Korb im Auto stehen oder doch gelegentlich die Plastiktüte?
Gerne möchte ich den Prozess der Vermeidung von Plastiktüten für den Einkauf entgegenwirken und deshalb habt ihr die Chance einen Einkaufsbeutel zu gewinnen (von mir genäht). Dazu lasst ihr mir hier einen Kommentar mit einem Hinweis wie ihr eure Einkäufe transportiert und wie man weiteren Müll vermeiden kann bis zum 17.02.2017 23:59 Uhr hier.

Teilnahmebedingungen

Um am Gewinnspiel teilzunehmen musst du mindestens 18 Jahre alt sein und einen Wohnsitz in Deutschland haben. Bitte hinterlasse eine gültige Email Adresse im Feld Email, damit ich dich kontaktieren kann. Diese wird nicht veröffentlicht. Du erklärst dich einverstanden, mir im Falle des Gewinnes deine Adresse zu senden. Die Adresse wird nur für den Versand des Gewinnes genutzt und danach gelöscht.
Jeder darf nur einmal an dem Gewinnspiel teilnehmen und sollte dem Blog folgen.
Kommentare, die bis zum 17.02.2017 um 23.59 Uhr hinterlassen werden landen im Lostopf.
Der Gewinner wird von meiner Losfee ausgelost und per Email benachrichtigt. Wenn ich drei Tage nach Gewinnbenachrichtigung keine Antwort erhalte, ziehe ich einen neuen Gewinner.
Der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

[Mmi] Miniweekender oder eine Schwimmtasche

Am heutigen Mittwoch möchte ich euch endlich den Miniweekender aus dem Buch „Meine Tasche, mein Design“ zeigen. Ich habe sie für die Nichte zum Geburtstag genäht, denn die kleine Dame mit ihren nun 7 Jahren hatte keine wirklichen Wünsche. Ist ja auch schwierig so direkt nach Weihnachten. Doch dann hat mir ihre Mama den Tipp gegeben, dass die Nichte jetzt im Februar einen Schwimmkurs besuchen wird.

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Im Stoffladen des Vertrauens habe ich erstmal nach geeigneten Stoffen gesucht, bevor ich dann tatsächlich ein Schnittmuster herausgesucht hatte. Der Außenstoff sollte fest sein, damit die Tasche robust genug für eine Siebenjährige ist. Ich habe mich für einen rotgemusterten Cordstoff und den hellblauen Canvas mit Schwanmuster entschieden. Die Innenseite sollte dem Anlass entsprechend sein und deshalb habe ich mich für buntgemusterten Wachstuchstoff entschieden.

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Genäht auf den letzten Drücker natürlich. Mit einigen Sonderwünschen für die Nichte, die Diabetikerin ist und deshalb einige Extrataschen brauchte für Scanner und Traubenzucker. Außerdem habe ich innen noch zwei Fächer für Shampoo, Duschgel und Haarbürste eingesetzt. Geschlossen habe ich die Tasche nicht mit einem Reißverschluss, da der gekaufte dann leider etwas zu kurz war. Passiert, wenn man ohne Schnittmuster im Kopf spontan einkaufen geht. Aber zwei farblich passende KamSnaps tun es ja auch und sind sogar noch einfacher zu handhaben.

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Ich mag die Tasche total gerne. Sie ist echt geräumig und robust geworden. Verstärkt habe ich die Tasche übrigens mit einer Bügelvliesauflage für das Bügelbrett, es war mal wieder nichts anderes im Haus. Improvisation ist beim Nähen eben alles.

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Und weil ich mal wieder erst auf den letzten Drücker fertig war, reichte es auch nur noch für Fotos von der kompletten Tasche. Zumindest finden sich keine weiteren Fotos auf meinem Rechner, dabei war ich doch sicher auch Fotos von der Innenansicht gemacht zu haben.

Doch dann gibt es wenigstens einen Grund mir eine ähnliche Tasche zu nähen. Ich finde die Größe super praktisch für meine Kursunterlagen oder mal einen Kurzausflug zu meiner Schwester oder anders wohin. Und auch sonst kann frau ja eine geräumige Tasche immer gebrauchen.

Ich möchte euch heute am Mittwoch noch die Liste von Frollein Pfau ans Herz legen. Geht mal stöbern durch die Blogartikel, die lauter Mittwochslieblinge euch zeigen. Meine kleine Auszeit am Mittwoch und vielleicht backe ich uns gleich noch die Apfel-Minigughupfe.

 

Plastikfrei oder müllfrei leben als Familie?

In der Bloggerwelt, aber auch in den Medien können wir hin und wieder lesen, dass wir viel zu viel Müll produzieren. Unsere Plastikabfälle vermüllen zunehmend die Meere und gefährden die Tierwelt und letztlich uns selber. Bei uns kam deshalb die Frage auf: Können wir als Familie es schaffen müllfrei und plastikfrei zu leben?

Ist-Situation

Momentan kommen wir auf 2 – 3 gelbe Säcke alle zwei Wochen, die Restmülltonne und die Papiertonne sind alle 4 Wochen gut gefüllt und auch die Biomülltonne ist häufig alle 2 Wochen gut gefüllt. Das ist ganz schön viel Müll und sicher lässt sich davon eine Menge vermeiden.

Voraussetzungen

Fünfköpfige Familie, wohnhaft in einer Kleinstadt im Münsterland, schmales Budget mit ca 220 € wöchentlich für Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung und Co., kleiner Garten und einem kleinen Marktangebot im Ort.

Inspirationsgeber

Es gibt wunderbare Beispiele im Netz, die zeigen, dass weitestgehend müll- und plastikfrei zu leben möglich ist. Gerade auf Instagram folge ich drei ambitionierten, tollen Frauen, die es tagtäglich schaffen. Um mir selbst ein Bild davon zu machen, habe ich Maria von @zerowaste_munster im Oktober 2016 getroffen. Den Bericht zum Treffen mit ihr lest ihr schon bald hier. Die liebe Nadine von @gottalove.zerowaste werde ich jetzt im Januar treffen und dann euch auch gerne von diesem Treffen berichten. Die dritte im Bund ist @ms101things, die mich durch ihre Konsequenz echt beeindruckt.

Familientauglich?

Und doch bleibt die Frage, ob das alles auch als Familie machbar ist und dazu noch hier aufm platten Land. Denn alle drei wohnen in größeren Städten, die zum Teil einen gut sortierten Markt haben oder/und einen erreichbaren Einkaufsladen, in dem man verpackungsfrei einkaufen kann, haben. Diese Voraussetzung habe ich hier nicht. Doch so schnell will ich gar nicht aufgeben. Zumindest unseren Müll zu reduzieren und Alternativen zu finden, das soll doch möglich sein.

Wer kennt tolle Alternativen?
Wer hat Tipps für uns?
Was sollen wir auf jeden Fall ausprobieren?

[12von12] Ein Tag im Dezember

Der Tag startet wie jeder Wochentag um 6:15 Uhr. Behutsam die Mädels wecken, die momentan kaum wach zu bekommen sind und schauen wo sich der Sohn herumtreibt, der bestimmt schon längst wach ist. Immerhin habe ich ihn heute Nacht um 4:30 Uhr nochmal zum Schlafen bewegen können. Ist ja schon mal ein Anfang ….
Klamotten für die beiden Kleinen heraussuchen und dann alle zur Schule bringen. Heute nehmen wir das Auto, was sich später als sehr vorteilhaft herausgestellt hat. Danach geht es an den Schreibtisch, Kochbuch herauskramen und Inspirationen für den Wochenessensplan bei Instagram #mittagsaufmtisch holen. Frühstück.

Halb zehn in Ochtrup und nein ich esse kein Knoppers, sondern begebe mich in die Stadt. Sie haben mal wieder versucht die Innenstadt etwas weihnachtlich zu gestalten. Naja, richtig überzeugt bin ich von diesen einfach an die Laternenpfähle gebundenen Tannenbäumchen nicht wirklich und dabei sind das noch einige schöne Exemplare, die mir heute begegnet sind. Ochtrup das geht doch bestimmt auch besser!
Doch ich hatte eigentlich eine ganz andere Mission: ich brauchte noch Stoff und Antje macht ihren Laden (@cadoo.gluecksstoffe) pünktlich um halb zehn auf. Mit der perfekten Beratung sind dann auch wieder einige tolle Stoffe in die Charliebag vom Naehcamp gewandert und mein Portmonnaie war um einiges leichter. Dafür hat der Sohn  hoffentlich bald neue Pullover im Schrank. Danach schnell wieder an den Schreibtisch. Die Vorlesung zur Sozialpsychologie nutze ich dann noch um für die Weihnachtsaktion mit den Maltesern kleine 3D-Sterne zu kleben.

„Das beste Essen der Welt miteinander vereint. Geil.“ Hach, da geht das Mutterherz auf, wenn die Tochter das Mittagessen so sehr lobt. Alles richtig gemacht, dabei war es „nur“ eine Resteverwertung. Und dann klingelte auch noch der Postbote und brachte den langersehnten BVB-Pullover, den sie sich selbst bestellt hatte. Das war wohl ihr Tag!
Und was macht man Montags sonst noch so? Na klar: Hausaufgaben. Während also die Kinder ihre Hausaufgaben machten, habe ich das Geschenk für meine Mutter weitergestrickt. Da bin ich wohl dem Strickfieber verfallen – gedachte hätte ich das ja nie.

Selbsteinschätzung wie man sein Kind gerade schulisch und außerschulisch sieht. Eigentlich schon fast Routine bei uns und doch finde ich es jedes Mal beim Sohn so unheimlich schwierig. Vieles ist einfach Tagesform abhängig und gar nicht so pauschal beantwortbar. Leider kann ich auch gar nicht sagen, ob die Ablenkbarkeit zum Beispiel überwiegt oder doch das konzentrierte Arbeiten. Wir stehen hier noch vor einem Rätsel auf welche Schule er am besten aufgehoben ist. Eine erste Annäherung hat es schon gegeben mit möglichen Schulen (wobei man sagen muss, dass es gar nicht viele Auswahlmöglichkeiten gibt, sondern eigentlich von jeder Schulform nur eine mit Ausnahme der Gesamtschule), eine weitere gibt es am Donnerstag und dann stehen auch die Empfehlungsgespräche mit den Grundschullehrerinnen an. Mal sehen, wie die die Situation einschätzen, bisher waren sie sich nämlich auch unsicher.

Dann habe ich noch für einen lieben Menschen ein Geburtstagspaket gepackt. Vermutlich kommt es verspätet an, aber es wird eine absolute Überraschung sein (hoffe ich zumindest). Es hat viel Spaß gemacht und ich freue mich immer so sehr, wenn ich anderen eine Freude bereiten kann (denn nicht immer konnte ich das so wie ich das wollte, weil das Geld einfach zu knapp war, um Pakete zu versenden).

Und dann wollte die Kleinste noch unbedingt mit den Kreidemalern, die wir schon lange haben, etwas auf ihr Fenster malen. Lemming eben. Alle in der Familie. Und so ist noch ein Tannebaum entstanden. Das geht wirklich einfach und schnell. Solch ein Projekt liebe ich ja, denn es passt perfekt in unseren Alltag, der leider viel zu wenig Zeit lässt, um ausgiebig mit den Kindern kreativ zu werden.

Dies ist eine Aktion von Draußennurkännchen und dort findet ihr auch noch weitere tolle Blogbeiträge zum 12. Dezember 2016. Ich freue mich auf ein weiteres Jahr mit den 12 von 12, denn es hat mir in diesem Jahr sehr viel Freude bereitet und diese Art der Dokumentation eines Tages im Monat ist einfach auch im Rückblick immer wieder schön anzusehen. Klickt euch mal rüber und vielleicht macht ja auch ihr im nächsten Jahr mit.