[Werbung] Näh dir deine eigenen Kleidung

Gemeinsam mit der Großen testen wir das Buch „Näh dir deinen Style“ von Anna Stallmeyer von einfach nähen. Schon beim ersten Durchblättern war die Große Feuer und Flamme. Am liebsten hätte sie direkt alles ausprobiert. Wir haben uns dann doch zuerst auf EIN Projekt geeinigt: den Sommerponcho.

Leicht und luftig sollte es werden. Weiterlesen „[Werbung] Näh dir deine eigenen Kleidung“

[Mmi] Miniweekender oder eine Schwimmtasche

Am heutigen Mittwoch möchte ich euch endlich den Miniweekender aus dem Buch „Meine Tasche, mein Design“ zeigen. Ich habe sie für die Nichte zum Geburtstag genäht, denn die kleine Dame mit ihren nun 7 Jahren hatte keine wirklichen Wünsche. Ist ja auch schwierig so direkt nach Weihnachten. Doch dann hat mir ihre Mama den Tipp gegeben, dass die Nichte jetzt im Februar einen Schwimmkurs besuchen wird.

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Im Stoffladen des Vertrauens habe ich erstmal nach geeigneten Stoffen gesucht, bevor ich dann tatsächlich ein Schnittmuster herausgesucht hatte. Der Außenstoff sollte fest sein, damit die Tasche robust genug für eine Siebenjährige ist. Ich habe mich für einen rotgemusterten Cordstoff und den hellblauen Canvas mit Schwanmuster entschieden. Die Innenseite sollte dem Anlass entsprechend sein und deshalb habe ich mich für buntgemusterten Wachstuchstoff entschieden.

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Genäht auf den letzten Drücker natürlich. Mit einigen Sonderwünschen für die Nichte, die Diabetikerin ist und deshalb einige Extrataschen brauchte für Scanner und Traubenzucker. Außerdem habe ich innen noch zwei Fächer für Shampoo, Duschgel und Haarbürste eingesetzt. Geschlossen habe ich die Tasche nicht mit einem Reißverschluss, da der gekaufte dann leider etwas zu kurz war. Passiert, wenn man ohne Schnittmuster im Kopf spontan einkaufen geht. Aber zwei farblich passende KamSnaps tun es ja auch und sind sogar noch einfacher zu handhaben.

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Ich mag die Tasche total gerne. Sie ist echt geräumig und robust geworden. Verstärkt habe ich die Tasche übrigens mit einer Bügelvliesauflage für das Bügelbrett, es war mal wieder nichts anderes im Haus. Improvisation ist beim Nähen eben alles.

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Und weil ich mal wieder erst auf den letzten Drücker fertig war, reichte es auch nur noch für Fotos von der kompletten Tasche. Zumindest finden sich keine weiteren Fotos auf meinem Rechner, dabei war ich doch sicher auch Fotos von der Innenansicht gemacht zu haben.

Doch dann gibt es wenigstens einen Grund mir eine ähnliche Tasche zu nähen. Ich finde die Größe super praktisch für meine Kursunterlagen oder mal einen Kurzausflug zu meiner Schwester oder anders wohin. Und auch sonst kann frau ja eine geräumige Tasche immer gebrauchen.

Ich möchte euch heute am Mittwoch noch die Liste von Frollein Pfau ans Herz legen. Geht mal stöbern durch die Blogartikel, die lauter Mittwochslieblinge euch zeigen. Meine kleine Auszeit am Mittwoch und vielleicht backe ich uns gleich noch die Apfel-Minigughupfe.

 

Herbstkind sew along – die Sweatjacke

Finale, ohoho, Finale.
Endlich fertig mit der Sweatjacke für das Herbstkind und passenderweise kommt der Herbst nun auch endlich zu uns. Mit viel Wind, da kommt eine kuschelige Sweatjacke dem jungen Mann ganz recht. Tagelang hat er schon gefragt, wann er denn endlich seine neue Jacke anziehen könnte. Etwas vertröstet habe ich ihn noch, da ja zuerst noch die Reparaturarbeit anstand. Mit euren Tipps bin ich dann wieder zu Antje, der Stoffdealerin meines Vertrauens gewandert und habe auch sie nochmal nach einer Idee gefragt, wie ich am geschicktesten die Naht am Reißverschluss hinbekomme. Sie hat mir ein doppelseitiges Klebeband extra fürs Nähen empfohlen (ich glaube es war von farbenmix).

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Und was soll ich sagen? Es hat ganz prima geklappt. Naja, ok immerhin sind die Taschen nun ziemlich gleich und nicht mit drei/vier Zentimeter Unterschied wie vorher angenäht. Diese doch sehr krummen und schiefen Nähte einfach nicht beachten. Ich hatte einfach nicht mehr den Nerv es noch einmal aufzutrennen. Außerdem stand mir der junge Mann im Nacken, der endlich seine neue Sweatjacke anziehen wollte. War es doch in den letzten Tagen hier noch recht kühl am Morgen, dafür Nachmittags aber noch ordentlich war. Da bot sich die Kombi Tshirt und Strickjacke für die Schule auch einfach an.

Etwas gewartet hat er dann noch auf das Fotoshooting.

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Ich musste ihn dann auch nicht lange bitten. Schnell sind einige Fotos von der fertigen Jacke entstanden. Wir beide sind zufrieden mit dem Werk. Und die Kapuze gefällt uns beiden sehr. Auch wenn es einige Hindernisse beim Nähen waren, so bin ich doch nun um eine Erfahrung reicher und danke euch anderen Mädels vom Herbstkind sew along und besonders der lieben Bea als Initiatorin sehr für dieses tolle Projekt. Schaut doch mal, welch wunderbare Jacken die anderen Teilnehmerinnen gezaubert haben.

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Jacken nähen ist zwar kein Hexenwerk, aber doch relativ anstrengend und deshalb ist wie in meinem Hinterkopf geplant dann keine zweite und dritte für die Mädels entstanden. Noch einmal wollte ich mir diesen Stress mit dem Reißverschluss nicht antun. Wir beide sind nicht so die besten Freunde. Aber besonders das kleine Mädchen braucht noch dringend so einiges für ihre Herbstgarderobe. Angefangen bin ich dann mit einem Kapuzenpullover. Dazu habe ich das Schnittmuster der oben zusehenden Jacke genommen und dann einfach anstatt zwei Vorderteile, dass Vorderteil als ein Teil ausgeschnitten.

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Ein Mädchentraum ist entstanden. Und mir gefällt er noch besser als die Jacke, auch wenn hier ebenso viele Teile vernäht werden mussten. Ich habe dieses Mal die Kapuze doppelt genäht. Zum einen weil ich dünneren Jersey genommen hatte und zum anderen um es einfach mal auszutesten. Am Übergang zum Halsausschnitt fehlt mir allerdings nun etwas das Bündchen, aber erstmal lasse ich das so. (Nicht irritieren lassen. Das Kind hatte keine Lust Fotos zu machen. Und wollte den Pulli über ihrem Kleid einfach anlassen.) Ändern kann ich das ja jederzeit.

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Ich überlege ja gerade, ob ich demnächst bei Antje nicht doch mal einen Nähkurs belege. So ganz zufrieden bin ich noch nicht. Das autodidaktische Lernen ist zwar voll meines, aber leider nicht immer zielführend.

Herbstkind sew along – eigentlich

Ja eigentlich wäre ich schon fertig mit der einen Sweatjacke für den Sohn und hätte die zweite für die Große schon angefangen. Eigentlich. Alles war relativ fix zugeschnitten. Die ersten Vorbereitungen zum Nähen getroffen. Dann kam ein vollgepacktes Wochenende mit einer Geburtstagsfeier auswärts, einem ganz tollen Elternbloggertreffen mit der lieben Münstermama und Hanna von familiert und einigem Orgakram. Dann doch noch an die Nähmaschine gesetzt und dann kam das dabei heraus:

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Tja da haben sich irgendwie 3 cm Unterschied hereingeschlichen. Ahhh. Wie kann das? Alles andere gefällt mir gut. Die Jacke passt dem Sohn super und schlackert nicht so herum wie es viele gekaufte tun, weil er so schmal und lang ist. Doch so kann ich das nicht lassen.

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Aber was tun?

Zuerst einmal zur Seite lehen. Nachdenken und dann mal die Nähdealerin des Vertrauens befragen, was ich wohl falsch gemacht haben könnte. Antje hat mir nun ein Fixierband empfohlen. Heute habe ich dann das völlig verunglückte Stück vom Reißverschluss aufgetrennt und werde morgen oder am Wochenende mich erneut daransetzen und hoffen, dass es sich nicht erneut so verzieht. Drückt ihr mir die Daumen oder habt ihr noch einen ultimativen Tipp?

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Und nun schaue ich mal wie weit die anderen Mitstreiterinnen sind, kommt doch mit zu Bea und den anderen.

[Machen, nicht pinnen] Indianergeburtstag

Endlich mal wieder Geburtstag feiern. Leider ist der Geburtstag der kleinen großen Tochter an ihrem Tag etwas ins Wasser gefallen. Die Verwandtschaft war allesamt im Urlaub oder waren anderweitig verplant. Wir Erwachsenen können das verkraften, aber für die kleine Große war es schwer. Sie hatte sich so auf ihren Geburtstag gefreut und für sie war es total wichtig den sechsten Geburtstag zu feiern, schließlich ist sie dann endlich alt genug für die Schule. Die Trauer der Tochter war dementsprechend riesengroß. Kurzerhand haben wir Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt und es organisiert bekommen und sind  zu meinen Geschwister gefahren. Dort haben wir einen kleinen abgespeckten Geburtstag gefeiert und ihr gleichzeitig versprochen etwas ganz Besonders uns für den Kindergeburtstag zu überlegen.

Indianer, ein Indianergeburtstag sollte es sein. Ihre Vorstellungen waren auch relativ eindeutig. Indianerschmuck, ein Pferd und abends Stockbrot und Lagerfeuer. Um aber dennoch einige weitere Ideen zusammeln und uns über die Umsetzung klar zu werden, haben wir ein Pinterestboard angelegt und fleißig gestöbert.

Wir haben Einladungskarten als Indianerzelt gebastelt, allerdings fehlt uns leider dazu das passende Foto. Aber war ja klar, dass ich nicht an einen Blogbeitrag gedacht habe. Hier steht halt doch immer noch das Leben 1.0 im Vordergrund *lach*

Zusehen gibt es aber dennoch etwas. Für die erste Stärkung gab es kleine Indianderköpfe und Muffins mit Materpfahl aus Heidelbeeren oder Johannisbeeren. Das war ganz einfach: Schaumküsse kaufen, einen 1 – 2 cm dicken Streifen Tonpapier zuschneiden, um den „Kopf“ legen und Maß nehmen. Dann habe ich die Streifenenden aneinander getackert (kleben hielt nicht so gut) und dazu noch eine Feder daran getackert. Aufgesetzt. Fertig.

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Für jeden kleinen  Indianer haben wir dann die passende Ausstattung für den Geburtstagsnachmittag gebastelt. Zuerst für jeden ein individueller Kopfschmuck. Wieder aus eine Tonkartonstreifen, den wir individuell an die Kopfform angepasst haben, dann getackert und dann mit dem Tacker noch Feder daran befestigt haben.

Wer kein gemusterten Tonkarton hat, kann natürlich die ca. 4 cm breiten Streifen mit Filz- oder Buntstiften schön gestalten.

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Nach dem Geschenke auspacken und begutachten und vielen Ahhhs und Ohhhs, durfte jedes Kind sich ein eigenes Pferd basteln. Dazu haben wir Rundstäbe besorgt, in unserer Sockenkiste gewühlt, dazu noch ein paar Filz- und Wollreste herausgesucht. Füllwatte war auch noch in unserem Bastelschrank vorhanden, welch ein Glück.

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Die Socke mit Füllwatte gut ausstopfen, dann mit etwas Holzleim und Wolle am Rundstab befestigen. Danach aus den Filzresten Ohren und Augen ausschneiden. Die Augen haben wir aufgeklebt und die Pupille mit Edding ergänzt. Die Ohren habe ich mit einigen wenigen Stichen angenäht, genauso wie die Mähne. Für die Mähne haben wir aus Wolle eine Quaste gebunden, dabei eine Seite etwas länger gelassen und die andere kürzer, angenäht und fertig war das eigene Pferd. Zufrieden war die kleinen Künstler dann noch nicht und so haben einige mit dem Edding noch schwarze Punkte auf die „Haut“ gemalt ähnlich wie es der kleine Onkel von Pippi Langstrumpf hat.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und dann wilder Galopp durch einen kleinen Parcour im Garten. Yiha!
Traditionelle Spiele wie Topfschlagen waren auch wieder der Renner, aber am liebsten haben sie mit ihren Steckenpferden gespielt und waren total glücklich und brauchten keine weitere Bespaßung. So mag ich das.

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Zum Ausklang haben wir dann noch Stockbrot und kleine Nürnberger Rostbratwürstchen über dem Lagerfeuer gegrillt. Es war wohl so einladend, dass die Kinder nicht direkt von ihren Eltern wieder mitgenommen wurden, sondern sie sich dazu gesetzt haben und wir noch nette Gespräche geführt haben. Die Kinder hatten ihre helle Freude und meine kleine große Tochter war etwas versöhnt mit ihrem 6. Geburtstag. Welch Glück.

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Da wir wieder einige Ideen von Pinterest umgesetzt haben, verlinke und verweise ich gerne auf die Machen, nicht pinnen Aktion der Geschwistergezwitscher Anne und Eva.

[sew along] Mein Herbstkind bekommt eine Sweatjacke

War klar, oder?
Den ersten Termin zur Veröffentlichung meiner Ideen zum Herbstkind sew along von Bea habe ich letzte Woche direkt mal verpasst. Darum aber jetzt einige Einblicke. Am Anfang stand die Idee der Großen eine Sweatjacke zunähen. Sie hatte diesen Wunsch bereits vor kurzem geäußert, weil ihre Strickjacken alle zu klein geworden sind. Letzten Freitag haben sich vier Mädels auf den Weg zum Stoffladen gemacht. Meine kleine Nichte war auch ´mit dabei. Ihr haben wir zum Geburtstag einen Besuch bei uns geschenk inklusive Stoff aussuchen für einen Pullover für sie. Reine in die wunderbare Welt der Stoffe. Schnell haben die beiden Jüngeren „ihren“ Stoff für einen Pullover und eine neue Tasche gefunden. Nur die Große tat sich schwer und war gar nicht mehr davon überzeugt, dass wir ihr eine Jacke nähen sollten. Nutzt nichts:

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Kurzerhand landete dunkelblauer Jersey und ein Sternesweat in die Einkaufstasche. Dazu noch ein knalliggrüner Reißverschluss für den Kontrasteffekt. Zu langweilig ist ja auch nix, ne? Die Maße haben wir bei der Tochter genommen. Denn trotz drei Jahren Unterschied, sind die beiden fast gleich groß.

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Qual der Wahl

Die Qual der Wahl  hatte ich dann bei einem passenden Schnittmuster. Schon im Vorfeld hatte ich meine alten Ottobre-Zeitschriften herausgesucht. Dazu noch ein Pinterestboard erstellt mit Ideen, die mir auf selbigen Portal über den Weg liefen. Neben Jackenideen für die Kinder landeten dort aber auch schon Ideen für mich. Ich kann es halt nicht lassen, stöbern bei Pinterest ist einfach so verlockend. Doch wie sollte ich nur einen passenden Schnitt finden. Eigentlich wollte ich ja nett in die Runde der Mitstreiterinnen fragen, aber ohne Beitrag geht das schlecht. Also Butter bei die Fische:  ein Schnitt musste her, wo ich doch nun schon Stoffe habe.

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Vom Mädchenschnitt zum Jungenschnitt

Gefunden habe ich dann einen in einer älteren Ottobre (4/2007). Eine Kapuzenjacke, allerdings für Mädchen geschnitten. Mmmhhh. Grummel. Egal. Der Sohn ist eh rank und schlank wie eine Bohnenstange und die üblichen Jungsschnitte aus den Ottobre Zeitschriften sind ihm alle zu weit geschnitten. Passt also mit dem Mädchenschnitt. Zumindest von der Breite her. Wie immer habe ich für ihn eine Nummer kleiner gewählt und dann den Schnitt verlängert. Dazu dann noch die Kapuze und der Ärmelschnitt des Kapuzensweaters zwei Nummern davor aus der gleichen Ausgabe. Gekräuselte Puffärmelchen und gekräuselte Kapuze mag der Herr nicht so und ich kann ihn verstehen 😉
Der Schnitt ist ähnlich einem Hoodie, nur als Sweatjacke eben. mit Känguruhtaschen, die unterbrochen sind vom durchgängigen Reißverschluss.

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Und nun? Ordnung muss sein

Schnell noch eine Liste erstellt, damit ich direkt vom Schnittmuster nichts vergesse und noch zuordnen kann, welches Schnittteil von welchem Schnitt ist und wie oft ich alles später brauche. Ich bin da ja etwas verpeilt und schneide gerne schon mal den Ärmel falsch zu oder vergesse die vordere Tasche. Deshalb beschränke ich mich auch meist auf maximal 5 Schnittteile. Doch ich wollte die Herausforderung und nun ist sie da! Tadada.

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Und wie kombiniere ich nun die Stoffe? Was meint ihr?

Gedacht hatte ich eigentlich den dunkelblauen Sweatstoff für die Arme, die Kapuzenaußenseite und die Taschen. Den Sternenstoff dann als Kapuzeninnenseite und als Vorder- und Rückseite der Jacke selbst. Jetzt bin ich mir gar nicht so sicher, ob das passt oder die Stoffe genau andersherum kombiniere.
Der Sohn ist mir leider auch keine große Hilfe dabei, weil im beides gefällt. Da stehe ich wieder vor der Qual der Wahl. Doch dieses Mal vertage ich sie auf das Wochenende und freue mich derweil auf eure Meinungen und gucke nun noch bei allen Teilnehmer vorbei wie weit sie denn nun schon sind.