[MMI] Am Aschermittwoch mag ich Struwen

Traditionell werden die kleinen Hefepfannkuchen hier im Münsterland am Karfreitag gegessen. Mal mit Puderzucker, Zimtzucker oder Apfelmus oder herzhaft mit Kartoffelsalat oder Heringssalat. Aber eigentlich sind sie viel zu schade, um sie nur an einem Tag im Jahr zu essen. So haben wir uns vor einigen Jahren dazu entschlossen sie auch an Aschermittwoch zu essen. Wir lassen die Fastenzeit mit Struwen anfangen und enden dann Karfreitag wieder mit ihnen. Und versprochen sie sind ganz einfach herzustellen, nur etwas Zeit für das Gehen des Hefeteiges sollte man einplanen.

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Erwärmt 330ml Milch oder Mandelmilch und löst darin mit einem Spritzer Honig einen Würfel Hefe auf. Dann kommen 500g Dinkelmehl in eine große Schüssel mit einer Prise Salz, einem Ei und 30g Butter. Die Hefemilch hinzufügen und alles ca. 5 Minuten gut durchkneten mit den Knethacken der Küchenmaschine oder des Handmixers. Wer mag fügt noch 100g Rosinen oder Cranberries hinzu (aber das mögen die Kinder hier nicht).
Dann darf der Teig an einem warmen Ort für mindestens 1 Stunde gehen.

In eine beschichtete Pfanne etwas Öl oder noch lieber Butter geben und den Teig nun portionsweise ausbacken. Dabei die Struwen einmal wenden. Am besten heiß genießen. Wir bevorzugen Puderzucker und Apfelmus.

Was mögt ihr so am Mittwoch? Zumindest gibt es bei Frollein Pfau wieder so einiges zu lesen und für euch hier das Rezept als PDF-Datei: struwen

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[Sonntagsglück] Nudelauflauf

Nichts Spektakuläres.
Resteverwertung.
Aber so ist das Familienleben eben. Hier wird das Essen nicht weggeschmissen und spektakulär und revolutionär ist das Alltagsessen eben auch nicht. Sondern es ist praktisch und dem Geschmack der Kinder zumeist angepasst. Ein Nudelauflauf ist ganz typisch für unser Mittagessen unter der Woche. Denn zum einen kann ich ihn wunderbar vorbereiten, was unheimlich viel Zeit spart und an Arbeitstagen eine enorme Hilfe ist und zum anderen kann man so den Kindern auch mal ungeliebtes Gemüse untermischen. Als Mutter muss man ja kreativ sein.

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Nudelauflauf

Man nehme in diesem Fall gekochte Nudeln vom Vortag. Schnippel fünf Möhren in dünne Scheiben, dazu noch eine Zwiebel würfeln. Brate nun 250 g Rinderhack mit den Zwiebelwürfeln im Topf an, gebe die Möhrenscheiben und lasse alles ca. 5 Minuten braten. Dann noch eine Packung passierte Tomaten hinzugeben, etwas Wasser und alles mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver edelsüß würzen.

Die Nudeln in eine Auflaufform geben und mit der Soße übergießen. Alles noch mit geriebenen Gouda bestreuen und dann für ca. 30 Minuten bei 180°C im Ofen brutzeln lassen. Schon sind alle am Tisch glücklich.

Und was gab es sonst so zu Mittag?

Am Sonntag wie angekündigt: Bratwurst mit Wirsing-Möhren-Gemüse, Reis und süßsaurer Soße.
Montag: Reste vom Sonntag und Nudeln mit Ketchup
Dienstag: Nudelauflauf
Mittwoch: Gnocchi mit TK-Rahmgemüse
Donnerstag: Butternut mit Camenbert aus dem Ofen und Laugenbrezel
Freitag: Pfannkuchen (oder BvB-Pfannkuchen mit Nutella und Honig)
Samstag: Kunterbuntes vom Grill
Sonntag: Pizza von der großen Tochter gemacht, so ist zumindest der Plan.

Macht mit!

Was gibt es oder gab es bei euch?
Wer hat einen tollen Tipp für unser #mittagsaufmtisch für uns oder bei #mittagbeimir?
Und wer mag noch mitmachen und taggt bei Instagram mit uns sein Mittagessen?
Ihr seid alle herzlich eingeladen!

Pfannkuchenfreitag

Pfannkuchentisch

Seit geraumer Zeit oder genauer gesagt seit den Sommerferien haben wir den Pfannkuchenfreitag. Jeden Freitag gibt es bei uns Pfannkuchen zu essen. Passend dazu isst die Kleinste hier auch zu Mittag, was sie sonst im Kindergarten tut und der Herr des Hauses darf häufig auch schon früher als an den anderen Tagen die Stifte fallen lassen und das Wochenende einläuten. Für mich ist es toll, weil ich mir zumindest an einem Tag in der Woche keine Gedanken machen muss was es denn zu Mittag geben soll / kann. Das ist eine echte Erleichterung. Das wichtigste aber: es meckert auch keiner, denn Pfannkuchen lieben hier alle. Und doch nicht alle gleich:

Pfannkuchen - Schoko und Banane
Schoko-Bananen-Pfannkuchen

Wir variieren und experimentieren gerne, wobei es meisten süße Pfannkuchen gibt. Früher habe ich sie bei meiner Mama auch herzhaft gegessen: mit Spinat oder mit Kohlrabi. Doch irgendwie hat sich das hier nie durchgesetzt. Die Große ist so oder so totaler Experimenteverweigerer und isst ihren grundsätzlich mit Zimt und Zucker.

Pfannkuchen mit Rhabarber
Rhabarberpfannkuchen

Für alle anderen darf es dann auch mal etwas anderes sein. Im Frühjahr haben wir Rhabarber ausprobiert. Klitzeklein geschnitten und dann mit in den Teig und wir waren sehr positiv überrascht. Im nächsten Jahr gibt es diese dann öfter.

Apfelpfannkuchen gehört zum Standardrepetoire. Dick mit Zimt und Zucker bestreut und am liebsten mit Äpfeln aus Opas Garten. Aber auch „normale “ Pfannkuchen mit frischem noch warmen Apfelmus gehen hier immer und sind schnell gemacht.

Pfannkuchen mit Birne
Birnenpfannkuchen

Dazu kommen dann je nach Jahreszeit und nach Stand im Obstkorb: Birnenpfannkuchen und Pflaumenpfannkuchen. Für letzteren bin ich ja genau wie mein Papa immer zu haben. Es kann ihn gar nicht oft genug geben. Nur dieses lästige Pflaumen putzen gefällt mir gar nicht. Und bevor jetzt jemand schimpft: ja ich weiß, dass man diese ovaleren Zwetschgen nennt. Doch hier im Münsterland sagt eigentlich jeder dazu: PFLAUMEN. Mit Mirabellen schmecken die Pfannkuchen auch sehr lecker.

Pfannkuchen mit Pflaumen
Pflaumenpfannkuchen

Und dann noch der Klassiker: mit Nutella. Aber nein! Nutella haben wir hier verbannt, denn es enthält auch weiterhin Palmöl und wir wollen diese Brandrodungen, die es ja gerade erst wieder in Indonesien laut den Nachrichtensendungen gegeben hat, nicht unterstützen und verzichten weiterhin so gut es eben geht auf Produkte mit Palmöl. Alternativ verwenden wir Nuskati von Aldi Nord oder Nusspli, die laut Herstellerangaben Palmöl aus ökologischem Anbau verwenden (von mir aus könnten wir auch einfach nichts davon kaufen, aber da protestieren hier gleich 4 Personen lautstark. Und die favoritisieren leider auch noch Nusspli).

Pfannkuchen mit Nuskati
Pfannkuchen mit Nuskati

Und nun wollt ihr wissen wie wir unsere Pfannkuchen machen?
Das ist gar nicht ganz so leicht, aber ich habe mal versucht ein Rezept zusammen zustellen. Ich bin leider so ein Freischnauzerkoch, der selten sich an Rezepte hält und so haben wir hier auch schon einiges bei der Pfannkuchenzubereitung ausprobiert. Ein Misserfolg war die Verwendung von Buchweizenmehl, da haben hier alle gestreikt und ich habe gleich nochmal ne neue Ladung Pfannkuchen gebacken. Meistens verwende ich Dinkelmehl, aber auch Weizenmehl und am liebsten nutze ich Mandelmilch, auch wenn es gut mit normaler Vollmilch funktioniert. Doch mit Mandel- oder Buttermilch gehen die Pfannkuchen beim Braten etwas auf und werden lecker fluffig. Wenn ihr Obst beim Backen verwendet, solltet ihr darauf achten, dass der Teig nicht zu dünn flüssig wird. Er sollte zähflüssig aus der Kelle gehen und sich dann durch Schwenken der Pfanne gleichmäßig darin verteilen. Dann ist es perfekt.

Für fünf Personen nehme ich 5 Eier, eine Prise Salz, 1 – 2 TL Zucker, 400 g Dinkelmehl und 500 ml Mandelmilch. Alles wird rasch zu einem geschmeidigen Teig verrührt.
Für Apfelpfannkuchen nun noch 3 Äpfel schälen und in dünne Scheiben schneiden.

Den Teig portionsweise in eine heiße Pfanne geben, die etwas Öl oder Butter enthält. Ich nehme eine 26er Pfanne und eine Suppenkelle. Das passt prima. Nun den Teig durch Schwenken der Pfanne darin gleichmäßig verteilen und direkt einige Apfelscheiben darin verteilen. Gebacken/gebraten wird bei mittlerer Hitze – seit lieber etwas sparsamer und geduldig, dann werden die Pfannkuchen perfekt und verbrennen nicht so schnell. Wenn der Teig anzutrocknen fängt, könnt ihr mit Hilfe eines Pfannenwenders den Pfannkuchen einmal umdrehen und von der anderen Seite noch kurz braten. Aber Achtung, gerade mit Äpfeln kann es leicht mal anbrennen.

Pfannkuchen mit Apfel und Puderzucker
Apfelpfannkuchen mit Puderzucker

Dann ab auf den Teller und nach Wahl mit Zimtzucker, Zucker, Nußnougatcreme, Marmelade oder einfach so lecker genießen.