[DIY]Buddelgrube wird zum Teich

Schon lange hatten wir den Traum einen eigenen kleinen Teich bei uns im Garten zu haben. Doch ist unser Platzangebot sehr begrenzt. Unser Hauptaugenmerk liegt nicht bei einem Ziergarten, sondern bei einem Familiengarten, der kinderfreundlich und möglichst naturfreundlich ist. Schon unsere Beetbegrenzung haben wir den Kindern angepasst und vor Jahren einen Barfußweg angelegt.

teich-der-sandkasten

Und dann hört in jeden Garten, den kleine Kinder häufig in Beschlag nehmen, ein Sandkasten. Doch die Kinder werden größer, spielen nur noch selten darin. Manchmal kommen die Nichten und Neffen und spielen mit dem Sand, doch wirklich genutzt wird er nicht mehr. Der Sand müsste eigentlich auch mal gewechselt werden. Lohnt sich das noch?

Genau vor diesen Fragen standen wir Anfang des Sommers. Allerdings hatten wir das auch schon mal das Jahr davor und auch das Jahr davor schon mal diskutiert. Ohne Erfolg. Doch eines frühen Sonntagsmorgens kam die Jüngste der Familie auf uns zu und verkündete: Mama, Papa, ihr könnt nun den Sandkasten wegmachen und einen Teich bauen. Und ich will Fische darin!“

teich-ausgrabungen

Wir schauten uns an. Freudig. Schauten nach draußen. Alles trocken und auch nicht zu kalt oder zu heiß. Aber es ist Sonntag. Können wir das machen? Ja, können wir! *lach*

Zuerst sind wir zum alten Sandkasten gegangen und haben dieses vermessen, um heraus zubekommen wie viel Teichfolie wir benötigen. Praktischerweise wohnen wir ja in direkter Nähe zur niederländischen Grenze und noch besser war für uns, dass das Gartencenter dort auch sonntags geöffnet hat. Mit den Maßen im Gepäck haben wir uns die Jüngste geschnappt und sind nach Wolters gefahren. Teichfolie zuschneiden lassen, Wassersprudler eingepackt und ein paar erste Pflanzen für das Gleichgewicht des Wassers. Fische haben wir nicht mitgenommen, denn zuerst wollten wir schauen, ob es auch alles wirklich so klappt wie wir uns das vorstellten.

teich-die-folie

Der Mann hat dann Hand angelegt und mit dem Spaten den Sand und die Erde aus der Grube herausbefördert. Das ist ja schon echt ein Knochenjob, aber wir wollten unbedingt schnell noch am Sonntag starten – bevor das Kind es sich doch noch wieder anders überlegt und den Sandkasten lieber noch eine Weile behalten will. Wäre nicht das erste Mal.

Nach Entfernen der Erde und einigen Wurzeln, haben wir den restlichen Sand gut angedrückt und entsprechend unseren Vorstellungen modelliert. Der Sand war recht trocken, deshalb haben wir ihn mit etwas Wasser besprenkelt. So blieb er besser in Form. Dann den Teich mit der Teichfolie auslegen und schon kann man erkennen wie es später mal aussehen würde.

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Noch die Folie gut überlappen lassen und dann Wasser marsch. Den Teich mit Wasser gut zwei Drittel befüllen. Dann mit bereits vorhandenem Kies aus unserem alten Aquarium und den vielen Steinen dekorativ befüllen. Die Steine haben wir aus dem Abbau eines Teiches eines Bekannten bekommen und eigenen sich hervorragend für die Deko, aber sie haben auch den praktischen Nutzen. Sie halten die Folie dort wo sie sein soll und bieten späteren Pflanzen Halt.

teich-das-wasser

Pflanzen einsetzen. Die Folie mit Pflastersteinen befestigen und dann hieß es Feierabend. Für einen Sonntag hatten wir genug getan.

Wie der Zufall so wollte, war es gerade Anfang der Sommerferien und der Mann hatte Urlaub. So hieß es dann Montag morgen ran an die Steine und erneut an den Spaten. Denn hinten im Garten hatten wir bisher keinen Stromanschluss, den wir aber nun für den Sprudler benötigten. Der Weltbeste hat zusammen mit dem Sohn und der Jüngsten also quer durch den Rasen einen Kabelschacht gegraben. Das Kabel verlegt. Dann noch unter der gepflasterten Fläche neben dem Teich entlang. Fertig.

teich-kabel-verlegen

Ran an die Maurerkelle und die Schere. Zuerst haben wir dann mit Pflastersteinen eine einheitliche Begrenzung für den Teich gemauert.

Ein Tag warten. Dann mit speziellem Kleber (fragt mich bitte nicht welche, ich kann mir das einfach nicht merken 😉 ) die Teichfolie an der frisch gemauerten Wand geklebt. Wieder warten.

Am nächsten Tag dann das restliche Wasser eingefüllt. Und tada: Unser kleiner bescheidener Teich.

teich-fertig

Eine kleine Seerose haben wir auch schon *lach*. Ok sie ist nicht echt, aber sie ist ein kleiner Hingucker bis die ersten Pflanzen sich dann schön ausgebreitet haben. Also vermutlich im nächsten Jahr.

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Im Laufe der Zeit sind nun immer wieder neue Steine und etwas Deko hinzugekommen. Unsere kleine Oase unterm Kirschbaum entwickelt sich und wer weiß, vielleicht ziehen dann im nächsten Jahr tatsächlich ein paar Fische bei uns ein.

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Glück im Unglück

Tja, was soll ich sagen.
Am Donnerstag roch es verdächtig komisch aus dem Hauswirtschaftsraum. Öhhmm, den Duft konnten wir nicht  so recht einordnen. Irgendwie fischig, aber Fisch gab es heute doch gar nicht. Was war das? Vorsorglich habe ich Trockner und Waschmaschine mal ausgelassen, obwohl wir dringend waschen mussten. Abends den Mann gefragt, der konnte es sich aber auch nicht erklären. Leider war die Zeit irgendwie knapp. Also alles auf Freitag vertagen. Als ich dann den Trockner morgens anmachen wollte, gab es keinen Strom mehr. Hääää?
Oh nein, jetzt nicht auch noch der Trockner. Das verkraften meine Nerven und mein Geldbeutel nicht. Ich sah schon alle Weihnachtsgeschenke dahin sausen und uns ohne Plätzchen und mit dem allernötigsten ausgestattet durch den Advent sparen. Aber erst einmal ausprobieren, was es sein könnte. Stecker ausgezogen aus dem Verlängerungskabel, dann in ein anderes und siehe da er tat es wieder. Also muss es wohl am Kabel liegen dachte ich mir so und vertagte, weil auch der Freitag voll mit Terminen war und kaum Zeit blieb.
Samstag morgen machten wir dann folgende Entdeckung:

Schmorende Steckdose

 

Äh, ja. Dann ist ja alles klar.
Irgendwie haben wir versäumt den Trockner beim Wechsel von Waschmaschine und selbigen an ein neues Kabel anzuschließen, welches den Stromleistung auch fassen kann. Pech gehabt und gut, dass Steckdosen i. d. R. nicht brennen. Sonst wäre jetzt nicht nur die Steckdose hin, sondern auch noch der davor stehende Gefrierschrank und an den Raum mag ich gar nicht denken.

Den Lieblingselektriker angerufen, der gestern Abend alles begutachtet hat. Den Mann des Abends noch in den Baumarkt geschickt, der glücklicherweise 20 % Rabatt und Midnightshopping hatte. Und heute morgen kam dann der Gute Engel wieder vorbei und hat uns die Steckdose erneuert und endlich oben die fehlende auch noch eingebaut, die der Mann gleich mit besorgt hat.

Und weil heute der erste Advent ist und wir im Alltagsstress fast die adventliche Deko vergessen hätten, haben wir uns unsere Kisten geschnappt. Die Vorrichtung für den Adventskranz und die beiden großen Kinder haben dieses geschmückt. Ihr seht hier noch die alten Kerzen des letzten Jahres, die mittlerweile durch vier reinweiße neue Kerzen aus dem Baumarkt (hat der Mann auch noch besorgt – wir waren denkbar schlecht ausgestattet dies Jahr) ersetzt wurden.

Adventskranz2012

Leuchtmittel oder das Lampenproblem

Nun ist es nicht so, dass wir kein Licht haben: Ohne geht es schließlich nicht in dieser dunklen Jahreszeit. Aber nach nun einem Jahr im Hause wohnen und leben sieht es vieler Orts in den Zimmern an der Decke noch so aus:

Warum?

Tja. Da gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist es ein Geldproblem, wie das beim Bauen und mit Familie manchmal auftritt. Da musste so vieles angeschafft werden, so vieles wollte bezahlt werden und die Kinder wachsen gerne mal schnell um einige Zentimeter, so dass die Kleidung nicht mehr passt. Leidliches Thema, welches viele Familien sicherlich kennen. Und so war es am Anfang. Diese hier würde uns zusagen, vom Preis leider gar nicht.

Aber dort ist noch ein Grund: Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, einfach irgendwelche Lampen aufzuhängen, die mir dann nicht wirklich gefallen, die aber noch bei Oma oder Tante auf dem Dachboden lagen und endlich eine Verwendung haben wollten. Ich wollte keine Lampe, die mir eigentlich nicht gefällt, nur damit ich eine Lampe dort hängen habe.

Denn mal ehrlich: Bleibt es dann nicht erst einmal dabei? Und ärgert man sich dann nicht täglich darüber?
Mir würde es so gehen. So wie auch jetzt nur die Fassungen mit Leuchtmittel an der Decke hängen. Die perfekte Lampe für unseren Wohnzimmertisch haben wir noch nicht gefunden. Entweder sie ist einfach unbezahlbar oder die bezahlbaren entsprechen nicht unseren Vorstellungen. Ich hätte nämlich gerne eine, die mir genug Licht zum Basteln mit den Kindern und Hausaufgaben machen bringt, aber wenn wir mal gemütlich dort essen wollen, dann ist super grelles Bastellicht nicht sehr wohnlich. Wir suchen noch, wobei ich diese auch toll finde fürs Wohnzimmer, aber zum Basteln eher nicht und wer will die putzen?

Und ein weiteres Problem: Zeit.
Schon so einige Ideen wurden hier gesammelt für die Lampe im Flur bei der Garderobe und für die Kinderzimmer. Doch irgendwie kommen wir nicht zur Umsetzung der Ideen. Gut für euch, denn so wartet noch einiges auf Vollendung, welches wir euch dann gerne hier an dieser Stelle präsentieren werden. Aber jetzt brauchen wir Zeit. Die gibt es hoffentlich jetzt in der Adventszeit. Traditionell eine Zeit, in der ich versuche zu viele Termine zu vermeiden (ist nicht wirklich einfach). Seid gespannt.

warum eigentlich dieser Artikel?
Mich stören die Fassung nicht wirklich und es ist immer noch etwas unperfekt, aber wer will schon perfekt?
Aber wir hatten am Wochenende Geburtstagskaffeebesuch und wie Tanten und Eltern nun mal so sind, merken sie das etwas fehlt und bieten gleich ihre Hilfe an. Die Lampen, die nicht mehr dort gebraucht werden oder ihrem eigenen Geschmack nicht mehr zusagen. Für den Übergang geht das doch immer und dann sieht es einfach etwas perfekter aus.
Nein haben wir gesagt und erklärt, dass der Übergang dann wieder 10 Jahre dauern würde und dieses wollten wir nicht. So schauen wir weiter auf unsere Fassungen und wenn wir etwas schönes bezahlbares sehen wird es gekauft und wir brauchen dann kein schlechtes Gewissen haben, weil ja eigentlich dort schon eine Lampe hängt. Kleiner Anreiz für uns und weniger Gewissensbisse auch. So muss das *lach*

Baustellenstopp

Ja, so ist es. Da denkt man, man hat es endlich in die vier eignen Wände geschafft. Die Bauarbeiten sind fertig und es darf lediglich noch etwas im Garten gewerkelt werden. (Ich vergesse also schnell die kleinen Baustellen, die es im Hause noch zu bearbeiten gibt). Aber an ein Gerüst vor dem Haus hab ich nicht gedacht. Doch da steht wieder eins. Und die Rolladen müssen auch noch auf Halbmast den ganzen lieben langen Tag. Komme mir fast wie im Gefängnis vor.

Doch alles für einen guten Zweck, denn unser Haus wird endlich verfugt. Dann ist es wirklich fertig. Und ich hoffe, dass ich dann für mindestens ein oder lieber gar fünf Jahre keine Handwerker ins Haus lassen muss. Wartungsarbeiten mal ausgeschlossen. So langsam reicht es nämlich. Und die Herren Fuger haben sich auch ganz schön Zeit gelassen und standen dann einfach so Montag morgen um acht vor dem Haus und wollten anfangen. Schön, dass der Herr noch Urlaub hat, denn wer sollte sonst alle Dinge wie Briefkasten, Klingel, Lampen, Lüftungsdeckel, Regal der Nachbarin abschrauben sollen? Hä?

Ich verweile meine Morgende momentan im Kindergarten mit der Lütten. Eingewöhnungsphase, aber sie macht sich gut, mehr aber später mal, wenn etwas Ruhe hier einkehrt.

Baustellenummero drei steht direkt vor mir: ich bin in den letzten Zügen der Hausarbeit/Forschungsarbeit für die Uni. Danach geht es dann auch hier im Blog wieder rund. Versprochen.

Bis dahin:

Wegen Bauarbeiten geschlossen!

[DIY] Ein Haus zum Baum

Eigentlich heißt es ja, dass MANN in seinem Leben ein Haus bauen soll, einen Baum pflanzen und eine Familie gründen. Aber unser Knirps ist kein Mann, die Gesellschaft und das gesellschaftliche Leben haben sich gewandelt. Und einen Baum hat die Maus schon in ihrem Zimmer.
Doch war die Wand immer noch so leer und sie benötigte ein Regal oder Schrank für ihre Bücher, die sie sich dann selbst herausholen kann und wieder hineinstellen. Stauraum hat sie, den sie aber leider nicht alleine öffnen kann. Also musste etwas anderes her. Doch ist die Tür etwas im Weg, so dass ein Schrank oder ein Regalsystem a la Billy leider nur bedingt funktioniert, wo doch auch noch die Schaukel aufgehängt werden möchte. Dann bliebe kein Platz mehr im Zimmer.
Und der Baum, der ist ja auch an der Wand und diesen zustellen wollten wir auch nicht. Wäre ja auch zu schade.

Man blätter ja so durch Zeitschriften, mal im Laden, mal bei einer Freundin, mal hat man welche zuhause. Irgendwo sah ich dann ein Haus und fand dies eine prima Idee. Schnell mal überlegen, was so alles zu einem kleinen Häuschen gehört:

Eine Tür darf natürlich nicht fehlen, und die Garderobe für die Gäste auch nicht. In diesem Fall dient sie zur Aufbewahrung der Kindergartentasche, den unsere Maus darf ab nächster Woche diesen besuchen. Und schaut mal genau hin, dann werdet ihr auch den Klingelknopf entdecken, denn schließlich muss man sich ja bemerkbar mache können, wenn man unseren Knirps besuchen möchte.

Und dann ein Fenster. Kennt ihr diese runden „Gucklöcher“ bei alten Häusern, oben im Giebel? Ich finde die immer klasse und sie verleihen den Häusern so einen netten Charakter. Unser Guckloch ist eine Uhr, denn man will ja auch wissen wie spät es ist, um nicht zu verpassen, wann man demnächst zum Kindergarten aufbrechen muss. Die Uhr hatten wir noch, ursprünglich war der Hintergrund ein Winnie Puh Bild, welches ich durch ein farblich passendes Rot ersetzt und mit einigen Schildkrötlein ergänzt habe.

Und dann noch so ein richtiges Fenster neben der Haustür. Klassisches Hausbild halt. Aber bitte mit kleinem Balkon, der dann für die Bücher oder wie hier für ein Kuscheltier dient. Der Balkon ist eigentlich ein Gewürzregal, welches wir vor langer Zeit mal bei Ikea erstanden haben und das jetzt aus der Küche in das Zimmer des Knirpses seinen Weg gefunden hat.

Es kommt vermutlich noch ein Regal, in welcher Form auch immer oder eine andere Hängeaufbewahrung dort in der oberen Hälfte des Hauses, welche momentan noch etwas leer ist. Aber einige Schmetterlinge sind schon rüber geflogen. Aber ich wollte euch das Haus schon jetzt zeigen. Ich mag es einfach sehr.

Wer es nachmachen möchte. Nimmt einfach eine Wasserwaage, einen Zollstock, einen Markierungsstift zur Hand, markiert die Zeichnung an der Wand in gewünschter Form. Hier sind die Innenlinien der Haussilouette 100 cm auseinander und die Hauswände ca. 160 cm hoch, Gesamthöhe ca. 200 cm. Dann zu Pinsel und Farbe greifen. Die Wände sind übrigens eine Wasserwaagenbreite breit. Wer es richtig ordentlich haben mag, kann die Fläche auch mit Tesakrepp abkleben, dann entstehen keine so unsauberen Linien wie bei uns. Aber auf dem Putz kommt das mit dem Krepp nicht so gut, dann hätte ich auch noch gelb streichen müssen. Das wollte ich vermeiden, so sind einige Linien etwas unsauber. Aber toll ists trotzdem.

Oder in den Worten der Tochter: „Wow. Meiner Haus! Mama malt.“