Gelassenheit oder Stress?

Kennt ihr das? Die Hausputz muss dringend erledigt werden, weil am Nachmittag die Familie zum Kaffee kommt und der Kuchen will auch noch gebacken werden. Oder ihr müsst wie in meinem Fall eure Hausarbeit für die Uni innerhalb der nächsten zwei Wochen abgeben, aber habt gerade mal einen klitzekleinen Teil fertig. Und nu?
Verfallt ihr dann in Hektik? Lasst ihr euch Stress? Macht alle Dinge möglichst schnell und doch nur halb? Oder doch eher etwas Gelassenheit an den Tag legen. Sich zuerst strukturieren. Wo fange ich sinnvollerweise an? Was dann und was kann noch kurz vor knapp gemacht werden? Welche Dinge können auch noch nach der Familienfeier oder der Hausarbeit erledigt werden können?

Gerade schrieb eine Kommilitonin, wie ich denn so gelassen bleiben könnte. Sie hätte vermutlich schon aufgegeben. Ich neige nicht dazu aufzugeben. Ich will zu ende bringen, was ich angefangen habe. Das bedeutet vielleicht, dass es jetzt nicht mehr hundertprozent werden, wobei ich mir trotzdem Mühe geben mag. Aber wenn ich jetzt aufhöre, dann fange ich im nächsten Semester wieder bei Null an. Neues Thema, neues Interview, alles wieder von vorne. Nein danke. Und wieder der ganze Stress, die Aufregung, allen Mut erneut zusammen nehmen.

Einige könnte dann zwar besser laufen. So würde ich das Interview anders gestalten. Mir im Vorfeld möglichst alle Literatur über die Fernleihe bestellen (ich warte noch so dringend auf ein Buch, hoffentlich kommt es noch rechtzeitig). Mir einen Masterplan zusammenschustern. Notieren, was wann wie gemacht werden sollte. ‚Aber ehrlich: Vermutlich läuft es genau wie jetzt auch. Es kommt etwas dazwischen. Man kann sich nicht so schnell überwinden und schiebt ungeliebtes auf. Und am Ende ist es wieder stressig, man könnte eigentlich gleich aufhören…

Also Arschbacken zusammenkneifen. Tagelang am PC sitzen, obwohl draußen allerschönstes Sommerwetter ist. Keine Fotos für die diversen Challenges knipsen. Den neuen Blog nicht angehen, sondern verschieben. Nur der Knirps, mit dem gehe ich ab Montag morgen in den Kindergarten. Der hat dann etwas von Mama. Alle anderen nur kurz. Da ist jetzt der Papa zuständig – genau wie für Bügeln, Wäsche waschen, kochen, backen, mit den Kindern spielen, Hausputz und alles andere. Wir tauschen die Rollen noch für die nächste Woche.

Und jetzt an die Arbeit, sonst wird das nichts mehr 😉
Wer gerne Korrekturlesen möchte, darf sich gerne bei mir melden. Bräuchte da jemanden, der spontan nächstes Wochenende Zeit hätte die Hausarbeit einmal Korrektur zu lesen.

 

[Modul 2A] Der Schreibprozess

Freundschaft zwischen mir und dem Schreiben von Forschungsarbeiten muss sich erst langsam entwickeln.
Wie jede normale Freundschaft auch.
Liebe auf den ersten Blick ist es nicht.
Aber auch keine absolute Abneigung.

Der Schreibprozess stellt sich für mich etwas schwierig. Wie kann es auch anders sein. Eine neue Aufgabe erfordert auch immer eine Neuorientierung und etwas Neues zu lernen. Es ist ein Anfang. Die erste Hausarbeit und dann noch eine Forschungsarbeit.

Im Prinzip finde ich das Forschen schon sehr interessant. Ich habe neue Einblicke bekommen. Interessante Dinge im Interview erfahren und vielleicht schon entdeckt was ich später mit dem Studium anfangen möchte. Leider ist das nicht das Thema der Hausarbeit.
Das Interview ist an sich gut gelaufen, nur bin ich unsicher, ob es auch zu meiner Forschungsfrage passt. Zum Thema passt es. Aber es haben sich Informationen ergeben, die so nicht bedacht wurden und eine neue Sichtweise hast sich ergeben. Prinzipiell genau das, was qualitative Forschung will. Nur sollte es halt auch zur Forschungsfrage passen. Leider fehlt mir nun die Zeit ein zweites Interview zu führen, welches vermutlich besser passen würde.

Okay, also Herz in die Hand nehmen und loslegen.

Nur wo fange ich an?
Wo habe ich das nochmal gelesen?
Was genau will man jetzt von mir wissen?
Und wie genau funktioniert die Grounded Theory?

Es sind noch einige viele Unbekannte auf dem Weg zur Hausarbeit. Zeit ist bis zum 30.08., dann muss sie in Hagen sein. Zuerst folgt jetzt eine etwas langweilige Tätigkeit: das Transkribieren des Interviews. Sprich ich werde das Interview verschriftlichen, damit ich es innerhalb der Hausarbeit verwenden kann und daraus zitieren kann. Auf geht es.

 

[Modul 2A] Interviewzusage

Juchu, ich hab die Zusage für das Interview. Und somit habe ich gestern noch schnell meine Hausarbeit von den Modulbetreuern beim Prüfungsamt anmelden lassen.
Ab sofort hab ich nun sechs Wochen Zeit, um das Interview zuführen, zu transkribieren und dann auswerten. Ergebnisse und Methodenwahl und mehr niederzuschreiben. Richtig zu formatieren und dann abzugeben.
Drückt mir die Daumen.

Und genau aus diesem Grund könnte es etwas ruhiger hier werden.
Oder das Gegenteil, immer dann, wenn ich mich ablenken will 😉

[Modul 2A] Jetzt muss es konkreter werden

Am Montag, 9.07., ist letzter Anmeldetag für die Hausarbeit in diesem Semester für Teilzeitstudierende. Wenn ich noch dieses Semester die HA abgeben möchte – das will ich eigentlich unbedingt – muss ich also etwas ranklotzen. Die Bücherei hat sich gerade gemeldet, dass sie einen Fehler gemacht haben und fälscherlicherweise die Fernleihebücher verlängert haben, diese aber dringend zurück müssen. Also heißt es noch schnell die restlichen Bücher sichten und das Nötigste daraus kopieren (kleine Mengen sind ja für den wissenschaftlichen Bereich erlaubt). Ein weiteres Buch muss ich noch bestellen, ansonsten passt meine Theorieeinbettung nicht. Muss ich ja auch mit Primärliteratur innerhalb der HA belegen können.

Meine für mich größte Herausforderung kommt dann nun: Ich muss die potentielle Interviewpartnerin kontaktieren und sich möglichst für ein Interview mit mir begeistern. Drückt mir die Daumen. Das ist gar nicht so einfach für mich, denn ich kenne die Dame leider nicht persönlich und sie ist schon etwas betagter. Ich bin also gespannt. Aber ohne Interview kann ich die HA nicht schreiben. *hibbelhibbelhibbel*

Dann heißt es Interviewleitfaden erstellen bzw. noch etwas daran basteln, Interview führen, Auswerten, Hausarbeit innerhalb der 6 Wochen Sommerferien schreiben.
Kleine Warnung an meine Familie: Die Kinder kommen definitiv für eine Woche zu euch!!! Ich brauch etwas Ruhe zum Schreiben.  Aber das ist ja auch schon fast sicher. Und ich bin froh eine so verständnisvolle und engagierte Familie zu haben.

[Modul 2A] Entscheidungen müssen her

10:30 Uhr
Nach dem ja letztens schon ein Artikel erschienen ist, der schon älter war, aber wohl datiert. Geht es nun weiter.

Dieses Wochenende wird studiert. Auch wenn draußen noch einiges zu tun ist.
Mir fällt es schwer eine Methodenauswahl vorzunehmen. Deshalb wird nochmal alles durchgegangen und der Arbeitsauftrag lautet für dieses Wochenende:

  • Methoden erarbeiten (narratives Interview, Auswertung narratives Interview, Problemzentriertes Interview nach Witzel, Grounded Theory) – besonderes Augenmerk auf narratives Interview und PzI
  • Methoden verschriftlichen
  • Methoden gegenüberstellen
  • Entscheiden für eine Methode
  • Entscheidung begründen
  • ggf. als Zusatzauftrag: Interviewfragen vorbereiten

Eigentlich ganz gut machbar und muss jetzt auch schnell gehen. Etwas Druck kann da ja nicht schaden. Prokrastination, ein neues Modewort, trifft bei mir momentan aber durchaus zu. Und vor allem fehlt momentan etwas Entscheidungskraft und Mut.

Das andere Modul (Soziologie) darf momentan ruhen und macht ein Sommerschläfchen. Mal sehen, ob es noch geweckt wird. Etwas abhängig von meiner Entscheidungsfreudigkeit (beim Kräuterbeet war sie gerade auf jeden Fall relativ hoch).

14:30 Uhr
So, die Methoden hab ich mir jetzt nochmal angeschaut. Die Grounded Theory nur in groben Zügen, aber das reicht momentan. Denn zuerst muss ich wissen, welche Methode für das Interview verwendet werden soll.
Ich will wissen, warum jemand sich für eine Bildungsvariante entschieden hat, sprich welche Beweggründe dahinter stecken, um eventuell / im besten Falle eine Methode, eine Taktik dahinter zu erkennen, die dann ggf. für diese Gruppierung von Personen, konkret für Senioren, umgesetzt werden kann, um neue Bildungsangebote zu entwickeln bzw. vorhandene zu verbessern. Damit dann im besten Falle mehr Menschen in den Genuss von Bildung kommen und sie Vorzüge davon „genießen“ können.

Hört sich ziemlich hochtrabend für eine Hausarbeit an, oder?
Egal. Die Forschungsfrage und die Hypothesen stehen ja soweit. Nun zur Methodik der Interviewführung.
Narratives Interview bedeutet, dass man u. a. Verlaufskurven der Biographie untersuchen kann. Ist aber eher nicht genau das, was ich will. Zwar beeinflusst die Biographie eines Menschen sein Bildungsverhalten (U. Flick), aber komme ich wirklich mit einer Stegreiferzählung und VerständnisNachfragen zu meiner Zielvorstellung?  – Irgendwie denke ich nicht. Zudem bin ich mir auch nicht sicher, ob ich von meiner potentiellen Interviewpartnerin eine Stegreiferzählung erwarten kann. Schnell kann es auch zu nur wenige Informationen kommen oder die Interviewpartnerin ist überfordert mit der Situation oder bricht im schlechtesten Falle das Interview ab.
Vorteil für mich wäre hier die Auswertungsmethode, denn die ist relativ einfach im Verständnis, wenn auch relativ zeitaufwendig, was wiederum eine Nachteil wäre.
Die gesamte Biographie benötige ich für mein Forschungsinteresse nicht, aber ich hätte die Möglichkeit auch z. B. gezielt nur nach Weiterbildung zu fragen. Könnte aber ggf. ein kurzes, vielleicht nicht aussagekräftiges, Interview geben.

Das Problemzentrierte Interview nach A. Witzel hingegen ist fokussiert auf eine Problemstellung, meist gesellschaftlicher Natur. Vielleicht auch nicht so wirklich meins. Wobei ich ja schon auf eine Lösung für ein Problem hinarbeite, wenn ich es mir recht überlege => Problematik: Warum entscheidet man sich so und nicht für etwas anderes?
Nachteil: Ich müsste auf jeden Fall mit der Grounded Theory auswertet, welche ich noch nicht ganz durchschaut habe. Hoffe hier dann aber auf die Unterstützung meiner Mitstudenten und der Betreuer bei Verständnisproblemen. Ansonsten hilft ja bekanntlich viel lesen (ob mir dazu noch die Zeit bleibt?)
Vorteile für mich: Ich fühle mich mit der Methode wohler. Sie umfasst neben der biografischen Eingangserzählung einen Leitfadeninterviewteil, den ich wunderbar vorbereiten kann. Die Fragestellungen sind zumeist relativ klar zu stellen, so dass die mögliche Interviewpartnerin nicht ganz so gefordert ist frei zu erzählen (bei älteren Personen vielleicht von bedeutendem Vorteil, bin ich mir aber nicht so sicher).

Ich wollte ja entscheidungsfreudiger sein: Also: Entscheidung für das PzI nach Witzel.
Weiterer Arbeitsauftrag fürs WE: Entscheidung schriftlich kurz begründen für die HA und dann das Interview vorbereiten. 

20:00 Uhr
Mmmh, was hab ich denn nun seit dem Nachmittag getan? Die Kinder teils wieder beruhigt, gegessen, sich abgelenkt, geheime Pläne mit der Schwester geschmiedet. Aber studientechnisch? Die Motivation ließ doch etwas nach. Ich hab noch so einiges in Moodle gelesen, mich gewundert, dass ich mich doch schon einmal für das PzI entschieden hatte, es aber wieder verwerfen wollte wegen der GT. Einige Entscheidungen brauchen halt Zeit *kopfschüttel*.
Und versucht noch eine übergreifende soziologische Theorie zu finden, in die ich meine Forschungsthematik einbetten kann. Gar nicht so einfach, wenn man „nur“ das Internet zur Verfügung hat. Muss wohl doch noch einige Bücher bei der Fernleihe bestellen.

Jetzt ist aber Schluss für heute. Morgen ist auch noch ein Tag, wo die Kinder dann auch mal nicht da sind. Denn es steht schon wieder eine Geburtstagsfeier auf dem Plan: mein Schwager. Aber ich gönn mir den Tag für das Studium, wann hab ich mal die Gelegenheit. Urlaub sitzt in diesem Semester nun gar nicht mehr drin.
Also morgen geht es weiter mit dem Interviewleitfaden und der möglichen Theorieeinbettung.

[Modul 2a] Da war ja noch was

Tjoa, ich bin da ja nicht immer die schnellste und zeit ist ja bekanntlich Mangelware hier in Sockenbergen. Aber wie kann es denn bitte schön sein, dass ich im Januar – genau vor 4! Monaten – mich das letzte Mal um mein Studium und die Hausarbeit in 2 A gekümmert habe? Hä.

Das Studium gehört ja zu meinem Leben dazu. Fortan will ich meinen Fortschritt mal wieder etwas häufiger festhalten, ohne dass ich aber einen Druck mir selbst aufbauen werde. Das ist i. d. R. bei mir nur kontraproduktiv. Deshalb jetzt etwas evtl. für einige laaaaangweiliges Geschwätz über Forschungsmöglichkeiten und wie ich mich dabei anstelle. Und das ist eigentlich immer sehr textlastig.

Etwas getan hab ich dann doch.
Die ersten Fragen sind in Moodle (unserer Lernplattform im Fernstudium) mit den Betreuern geklärt. Eine Betreuerin übernimmt meine Betreuung und die Forschungsfrage kann ich so verwenden. Juchu.
Ein erster Meilenstein auf dem Weg zum Schreiben der Hausarbeit ist also schon geschafft.
Literatur zum Thema hab ich ja schon am Anfang des Jahres gesichtet. Ein Buch ist in meine Bibliothek (haha, soweit ist es dann doch noch nicht) übergegangen (Geragogik) und weitere wurden dann gerade nochmal über die Fernleihe der hiesigen Bücherei geordert.

Als nächstes stehen die Hypothesen auf dem Plan.
Eine grobe Richtung hab ich schon, doch hat sich die Betreuungssituation etwas geändert. Einige Betreuer haben das Modul verlassen. Jetzt heißt es die Hypothesen umformulieren, denn andere Ansprüche werden gestellt. Das ist aber nur ein kleines Hindernis. Weiterhin sollen diese aus der Literatur heraus entstehen. Genau das hab ich ja vorher auch schon berücksichtigt. Also nur eine Kleinigkeit. Hoffentlich. Denn das wird u. a. mein Thema für dies Wochenende und die kommende Woche.

Zum anderen beschäftige ich mich noch mit den Methoden. Denn ich habe mich zwar schon zwischen quantitativ und qualitativ entschieden. Aber im qualitativen Bereich gibt es unendlich viele unterschiedliche Methoden. Für meine Forschungsarbeit kommen die narrativen Methoden in Frage. Aber auch hier muss ich mich zwischen einem klassischen narrativen Interview, einem PzI (Problemzentrierten Interview nach A. Witzel) oder einem Leitfadeninterview entscheiden.
So richtig eingelesen bin ich noch nicht. Das klassische narrative Interview erscheint mir nicht wirklich zielführend zu meinem Forschungsinteresse, da ist das PzI vielleicht die besser (?) Lösung, weil ebenso erzählgenerierend, aber mit mehr Möglichkeiten der konkreten Nachfrage und der Vorbereitung.
Nun erst einmal noch etwas Einlesen, bevor es an die konkretere Planung und an die Anfrage der möglichen Interviewpartnerin geht.

Pause mit Sonntagssüßem

Manchmal muss man doch auch Pause machen. Jawohl.
Die Unterlagen zur Sozialen Ungleichheit wurden zur Seite geschoben. Die haben heute auch Pause. Dafür geht es mit Geragogik, Seniorenbildung und qualitativer Forschung heute weiter. Ich hab es tatsächlich geschafft, endlich mal, mein mögliches Thema für die Hausarbeit ins Moodle-Forum zu posten. Jetzt hoffe ich auf Rückmeldung und auf Motivation meinerseits, dass ich diesen Monat noch alles in die Wege leiten kann.

Aber auch davon braucht man mal Pause. Man kann doch nicht stundenlang am Laptop sitzen, Literatur sichten, sich Gedanken machen. Und nach draußen schauen bringt heut ja wohl auch nichts. Es regnet. Binnfäden. Als wäre jemand sehr fleißig gewesen und hat lauter Perlen auf vielen Schnüren aufgereiht und will sich uns heute unbedingt alle zeigen. Leider ist das NASS! Und dazu noch grau in grau, weil die Wolkenhalter das Sonnenlicht aussperren. Tolle Arbeit, aber Sonnenschein wäre auch toll.

Also Pause! Und was passt da besser, als ein leckerer Cappuccino mit etwas Zimtpulver oben auf und einigen leckeren Keksen. Also schnell in die Küche. Kernige Dinkelplätzchen aus dem Buch „Expressplätzchen“ von GU gebacken. Mmmh. Wie das duftet. Und lecker sind sie auch. Ich konnte ja nicht widerstehen und hätte mir fast die Finger und die Zunge verbrannt. Mmmh. Lecker.
Und jetzt kurz genießen und euch dies mitteilen 😉