Heute wäre sie gewesen

Ja, leider.
Leider musste ich mich von der Klausur heute wieder abmelden. Was hätte es gebracht, so fast ohne lernen?
Einiges hatte ich gelesen, einiges aber eben auch nicht. Selbst die sechs Wochen vorher jetzt bin ich kaum effektiv zum Lernen gekommen. Irgendwie kam immer etwas dazwischen.

Nun ist aber nach dem Semester vor dem nächsten Semester. So mache ich diese Woche Pause, weil meine Ma u. a. da ist und noch einiges zu regeln ist. Ab nächster Woche dann aber mit Wochenaufgabenplan und Wiederholungsfragen, denn ich kann ja schlecht alles Gelesene zur Seite schieben und vergessen. Nee, dass wäre dann ja komplett unvernünftig.

Mittlerweile wird es ja schon fast zur Gewohnheit das angestrebte Ziel nicht zu erreichen.
Doch realistisch betrachtet gibt es ja auch schwerwiegende Gründe für das nicht Erreichen des eigenen Zieles. Vielleicht war es einfach zu hoch gesteckt oder alles andere zu wichtig. Weniger Ablenkung, genauere Strukturierung und Ursachenforschung – die Motti für die kommenden Monate bis September. So kann ich nicht die angestrebte Klausur schreiben, weil da der Einschulungstag des Sohnes ist dafür aber jetzt die verpasste Klausur. Passt schon. Und ich habe mich damit arrangiert.

Ab sofort mi diesem tollen Wochenplan.

Zeit ist ein knappes Gut

Zeit ist ein knappes Gut, dass kennen wir alle.
Doch was meint man damit eigentlich?
Ein Tag hat 24 Stunden, dass kann man nicht wegdiskutieren 😉
Auch wenn ich nicht die meiste Zeit schlafe, aber auch das muss ich natürlich, bleibt dennoch irgendwie nicht wirklich viel Zeit vom Tag. Aufstehen, Kinder fertig machen, zum Bus schicken und in den Kindergarten bringen, dann Haushalt – das nötigste, Studienmaterial sichten, wo war ich, was muss ich noch machen, lesen, markieren, zusammenfassen; Mittagessen – was soll es heute geben und wo ist der Morgen hin? Kinder abholen, zu Mittag essen, Hausaufgaben, Streitereien schlichten, Nachmittagsprogramm, endlich: der Mann kommt nach Haus: was steht heut noch an? Kinder vom Freund abholen? Kommunionunterricht? Einkaufen?  und und und. Abend essen, abendliches gemeinsames Fernsehen der Kindersendung auf dem Kika und den Diskussionen, wann wer ins Bett muss … endlich Zeit? Nein, leider nicht. Jetzt wieder das nötigste vom Haushalt, Bügeln und dann meist noch an den PC und Emails checken, Blogartikel lesen, #MMC13 verfolgen, Unterrichtsvorbereitungen, und und und …

Gerade jetzt in der Endphase des Semesters, kurz vor der Klausur, wird die Zeit immer knapper. Gefühlt auf jeden Fall. So gerne würde ich mehr:
Mehr Zeit für die Kinder
Mehr Zeit für die Lektüre des Studienmaterials
Mehr Zeit für den MMC13
Mehr Zeit fürs Bloggen
Mehr Zeit für Kreatives
Mehr Zeit zum Basteln
Mehr Zeit für den Haushalt

Doch ich muss mich entscheiden.
Gut, dass ich diese Möglichkeit habe und das ich mich entscheiden kann. Auch wenn mir manchmal die Entscheidung abgenommen wird, wie heute morgen als die Kleinste krank zuhause blieb. So war viel Zeit für sie und auch einige Zeit für den Haushalt, die ansonsten durch das Studium ausgefüllt worden wäre.

Immer wieder denke genau über diese Thematik nach.
Immer mal wieder beschäftigt sie mich. Gerade in Phasen vor der Klausur oder während der Bearbeitung einer Hausarbeit.
Immer dann, wenn etwas drängt.
Immer dann, wenn etwas fertig werden muss.

Also häufig hängt es einfach mit dem Studium zusammen, aber missen mag ich dies es nach wie vor nicht. Es ist einfach immer noch interessant und bringt eine neue Sichtweise oder neues Verständnis für so manche Dinge für mich hervor.

In diesem Semester beschäftige ich mich mit dem Soziologie Modul. Weiterlesen „Zeit ist ein knappes Gut“

Ablenkung am Sonntag

Wenn so ein Plätzchenduft dir in die Nase steigt und beim Studieren stört`, was bedeutet das?
Genau der Mann und die Kinder haben die Küche erobert und backen fleißig leckere Weihnachtsplätzchen. Da gibt es Mandelspritzgebäck nach dem Rezept einer lieben Freundin und dem Ausstechwahn in der Adventszeit wird auch gefröhnt mit Butterplätzchenteig.

Und wie soll man sich da konzentrieren? Es riecht hier unheimlich lecker und ich soll mich mit Soziologie beschäftigen. Mit dem Herrn Pierre Bourdieu und seiner Klassentheorie, mit Habitus und unterschiedlichen Klassen. Wie kann man das nun verbinden? Auf welchen Habitus lässt es schließen, wenn man in der Adventszeit den Sonntag mit Plätzchen backen und den Kindern verbringt? Oder sollte ich meinen analysieren, weil ich nicht den Sonntag mit der Familie verbringe? – Wohl besser nicht, wer weiß, was ich dabei herausfinde.

Leider nutzt es nichts, denn von alleine lesen sich die Texte nicht und bleiben im Gedächtnis haften. Aber jetzt gehe ich mal ein paar Plätzchen stiebizen und mir nen Milchkaffee holen.

[Studium] Weiter geht es

Auf ein Neues im neuen Wintersemester 2012/13. Vor mir liegen zahlreiche Studienbriefe zu den Themen Soziologie und Didaktik. Das sind dann gleich zwei Module, die ich eigentlich gerne bearbeiten möchte. Aber wenn ich mir hier so die Tagesverläufe anschaue, dann bleibt das vielleicht doch nur ein Wunschdenken. Die erste Lerngruppe zur Thematik Soziologie formiert sich gerade. Vielleicht habe ich sogar einen Vorortaustausch in Coesfeld. Das würde mich sehr freuen, weil es einfach effektiver ist als eine größere Skypelerngruppe, die sich aber auch schon formiert.

Dazu gibt es in diesem Semester leider kein Präsenzseminar in Coesfeld, dafür sind diese dann nun in München und Hamburg. München ist definitiv zu weit, vielleicht wird es etwas mit Hamburg. Suche jetzt erst einmal eine sehr günstige, aber nette Unterkunft für eine oder zwei Nächte (Seminar ist am 15+16.02.13). Wer etwas weiß, darf sich gerne melden. Soweit zur Soziologie (Modul 2 D), welches ich ja schon im Sommersemester gestartet hatte und jetzt im März gerne mit der Klausur abschließen mag.

Die Didaktikthematik steht mir im Modul 2 B vor Augen, welches sich mit einer Hausarbeit abschließen lässt. Dazu muss man wissen, dass dieses Modul und vorallem die Hausarbeit wohl sehr gut strukturiert sein sollen, doch irgendwie tue ich mich immer noch recht schwer mit den Hausarbeiten, auch nach einer bestandenen jetzt (mit gefühlten tausend Fehlern und noch mehr gekosteten Nerven). Ob ich mich da wirklich durchbeißen kann, weiß ich noch nicht. Zum Überfluss ist der Bearbeitungszeitraum stets festgelegt und man bekommt ein Thema zugewiesen. Das ist nicht wirklich vorteilhaft, weil ich mich immer so schlecht aufraffen kann, wenn ich eine Thematik nicht mag bzw. sie mir nicht zusagt oder ich nichts mit ihr anfangen kann. Tja, aber so ist das halt im Studium. Ob sich in diesem Modul eine Lerngruppe lohnen würde? Ich weiß gar nicht. Schreiben muss jeder selber und es wird penibel auf mögliche Plagiate und Gruppenarbeiten geschaut.

So long. Den Tutorenjob hab ich auch in diesem Semester noch.

 

[2 D] Klassen- und Schichtmodelle Teil I

So ein Zwischenrückblick für mich von der aktuellen Studiensituation. Vielleicht nicht für jeden interessant, aber das gehört auch zu meinem kunterbunten Leben und um mich selbst etwas zu sortieren, wird es zusammenhangslos immer mal wieder hier einen kurzen Rückblick bzw. eine kurze Zusammenfassung der kürzlich gelesenen Studienbriefe bzw. Studienthemen geben.
Auch als kleiner Motivationskick für mich und vielleicht auch für andere Studierende des B. A. Bildungswissenschaft der Fernuni Hagen, die sich ggf. hier mal auf den Blog verirren (nee Kruemel *grins* – auch wenn ich nicht so weit bin wie du.)

Momentan befasse ich mich mit der „Sozialen Ungleichheit“, besser mit einigen Modellen, die diese als Kernthema haben. Es geht um verschiedene Theoretiker, die Modelle entwickelt haben, um die soziale Ungleichheit zu erfassen und zu erklären und teilweise auch, um diese zu bekämpfen.
Um ein Thema relativ ordentlich zu begreifen, gehört es dazu, dass man sich zuerst mit der Geschichte beschäftigt. In diesem Fall beginnt es mit der Klassentheorie von Karl Marx (auch Marxismus) und der Ständetheorie von Max Weber. Zeitliche Einordnung: Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts.

Beide Modell sind für die heutige Zeit nicht mehr 1:1 verwendbar, haben aber immer noch Einfluss auf die heutige empirische Überprüfung und Theoriegewinnung wie bei Wright (1980er Jahre) oder W. Müller (1990er Jahre).

Damit der Beitrag nicht allzu unübersichtlich wird, teile ich es mal auf. Ich beginne mit Karl Marx und der Klassentheorie und deren Weiterentwicklung bis hin zu Wright und Erbslöh, die im ausgehenden 20. Jahrhunderts geforscht haben – also relativ aktuell sind.

Hallo soziale Ungleichheit

Alles ist angerichtet.
Ebook-Reader liegt auf dem neuen noch weißen Arbeitspapier, daneben die Fragen zum Kurs 03608.
Zur Aufmunterung zieht der Rooibos ingwer-limone Tee und ein Stückchen vom morgendlichen Hefezopf liegt dort sehr verlockend.

Alles ist da.
Und keiner wird mich heut stören. Keiner.
Naja gut, außer vielleicht der müde Mann und die lieben Kinder, die nicht wissen wie das Monster zu Ende genäht wird oder weil jemand hier im Wohnzimmer gerne CD hören will.
Aber trotzdem heut wird studiert.

Soziale Ungleichheit
Theorien von Marx, Weber, Geiger oder auch Schelsky, Dahrendorf:
Neue und alte Modelle von Klassen und Schichten.
Pierre Bourdieu nicht zu vergessen.
150 Seiten. Wohl nicht alle heut zu schaffen, aber das Osterwochenende ist lang. Aber auch nicht nur fürs Studium da. Leider.
Dazu noch 31 Fragen, oder waren es mehr. Egal.

Ich freu mich.